Ist das wirklich eine SMS von deinem Chef oder Betrug?

SMS vom Chef aufs Smartphone oder Betrug?

32,4 % der Mitarbeitenden fallen ohne Schulung auf Phishing-Angriffe herein – und eine der häufigsten Varianten ist der Geschenkkartenbetrug per SMS oder E-Mail. Betrüger geben sich dabei als Vorgesetzte aus, erzeugen künstlichen Zeitdruck und nutzen gezielt menschliche Emotionen aus.

Dieser Artikel zeigt, wie solche Angriffe funktionieren, warum auch erfahrene Mitarbeitende darauf hereinfallen und was du konkret dagegen tun kannst.

Du gehst deinem Tag nach, als plötzlich eine SMS auftaucht. Dein Chef bittet dich um Hilfe. Er ist gerade auf Kundenbesuch, jemand hat vergessen, Geschenkkarten zu besorgen – und nur du kannst das jetzt schnell regeln. Sechs Karten im Wert von je ca. 200 Euro, die Codes sofort übermitteln.

Das Geld bekommst du natürlich bis zum Ende des Tages zurück. Telefonisch erreichbar ist er die nächsten zwei Stunden nicht – Besprechung. Und natürlich: höchste Priorität.

Würdest du bei einer solchen Aufforderung innehalten? Oder dem Wunsch möglichst schnell nachkommen?

Erstaunlich viele Arbeitnehmer fallen auf diesen Geschenkkarten-Betrug herein. Die Varianten sind zahlreich: Dein Chef hat kein Benzin mehr, steckt in einer Notlage – und nur du kannst helfen. Der ahnungslose Mitarbeitende kauft die Geschenkkarten und stellt danach fest, dass nicht der echte Geschäftsführer dahintersteckte, sondern ein Phishing-Betrüger. Das Geld ist weg.

Ohne entsprechende Schulung fallen 32,4 % der Angestellten auf einen Phishing-Betrug herein.

Wer einmal in der Stresssituation steckt, denkt nicht mehr nach – er handelt. Genau darauf setzen Betrüger.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Warum fallen Mitarbeitende auf Phishing-Betrug herein?

Obwohl die Umstände seltsam wirken, fallen viele Arbeitnehmer auf diesen Geschenkkartenbetrug herein. Die Hacker verwenden Social-Engineering-Taktiken – sie manipulieren Emotionen, um Mitarbeitende dazu zu bringen, der Bitte nachzukommen.

Diese Taktiken erzeugen ganz konkrete Gefühle: die Angst, dem Vorgesetzten nicht gerecht zu werden, die Chance, den Chef in einer Notlage zu retten, und den Wunsch, das Unternehmen nicht im Stich zu lassen.

Die Botschaft ist so gestaltet, dass Mitarbeitende möglichst ohne Nachdenken handeln. Es wird Dringlichkeit erzeugt: Die Geschenkkarten werden sofort gebraucht. Außerdem steht in der Nachricht, dass die Führungskraft in Kürze nicht mehr erreichbar sein wird – damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass jemand kurz anruft und die Echtheit prüft.

Ein realer Fall: 6.500 Dollar durch gefälschte CEO-E-Mail verloren

Variationen dieses Betrugs sind weit verbreitet und können zu erheblichen finanziellen Verlusten führen. Ein Unternehmen ist nicht dafür verantwortlich, wenn ein Mitarbeitender auf den Betrug hereinfällt und mit seinem eigenen Geld Geschenkkarten kauft.

In einem dokumentierten Fall hat eine Frau aus Palos Hills, Illinois über 6.000 Dollar verloren – nachdem sie eine E-Mail-Anfrage von jemandem erhalten hatte, den sie für den CEO ihres Unternehmens hielt.

Die E-Mail stammte angeblich vom Geschäftsführer und erklärte, er wolle ausgewählten Mitarbeitenden, die sich besonders verdient gemacht hätten, Geschenkkarten schicken. Der Abschluss der Nachricht lautete: „Kannst du mir helfen, heute einige Geschenkkarten zu kaufen?“ Der Chef war unter seinen Mitarbeitenden für seine Großzügigkeit bekannt – die E-Mail wirkte also nicht untypisch.

Die Frau kaufte Karten von Target und Best Buy. Dann kam eine weitere Aufforderung, ein Foto der Karten zu schicken. Der Wortlaut war freundlich und unauffällig: „Kannst du ein Foto machen, ich trage das alles in eine Tabelle ein.“ Sie kaufte schließlich Geschenkkarten im Wert von über 6.500 Dollar – und der Betrüger stahl sie.

Als sie ihren Chef kurze Zeit später traf, wusste er nichts von der Anfrage. Der Betrug war perfekt.

3 Tipps zur Vermeidung von kostspieligem Phishing-Betrug

Ein kurzer Anruf kostet 30 Sekunden. Ein Phishing-Betrug kostet Tausende.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Ungewöhnliche Anfragen immer doppelt prüfen

Auch wenn eine Nachricht behauptet, die Person sei nicht erreichbar – ruf trotzdem an oder geh persönlich vorbei. Wenn es um Geld geht oder die Anfrage ungewöhnlich wirkt, nimm auf einem anderen Weg Kontakt auf. Ein kurzes Telefonat reicht, um Betrug zu entlarven.

Stress und Zeitdruck sind die besten Verbündeten von Betrügern. Wer kurz pausiert, schützt sich.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Nicht emotional reagieren

Betrüger versuchen, ihre Opfer zum Handeln zu bewegen, bevor sie Zeit zum Nachdenken haben. Oft genügen ein paar Minuten Abstand, um eine Nachricht objektiv zu betrachten – und den Betrug zu erkennen.

Frag dich: Wirkt diese Nachricht wirklich echt? Würde mein Chef das so formulieren? Und warum ausgerechnet Geschenkkarten?

Eine zweite Meinung kostet nichts – ein Betrug schon.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Zweitmeinung einholen

Bitte einen Kollegen oder den IT-Dienstleister deines Unternehmens, sich die Nachricht anzuschauen. Das Einholen einer zweiten Meinung bremst den Impuls, sofort zu reagieren – und kann teure Fehler verhindern.

Mehr darüber, wie du deine Mitarbeitenden gezielt auf solche Angriffe vorbereiten kannst, zeigt unser Artikel zum Awareness Training für Mitarbeiter. Und wer verstehen will, wie Phishing technisch funktioniert, findet eine verständliche Erklärung unter Was ist Phishing?

Phishing wird immer raffinierter – dein Team muss vorbereitet sein

Phishing-Angriffe entwickeln sich weiter. Wer heute nicht schult, riskiert morgen den Schaden. Ruf uns noch heute an und vereinbare ein Kennenlerngespräch, um die Sicherheit deines Teams zu stärken. Die IT-Sicherheitsprofis von pirenjo.IT helfen dir dabei, dein Unternehmen sicherer zu machen.

Woran erkenne ich eine gefälschte Chef-SMS oder -E-Mail?

Achte auf ungewöhnliche Absenderadressen, künstlichen Zeitdruck und Anfragen nach Geschenkkarten oder Geldtransfers. Kein seriöser Vorgesetzter fordert dich per SMS auf, sofort Geschenkkarten zu kaufen.

Was soll ich tun, wenn ich eine verdächtige Nachricht von meinem Chef erhalte?

Ruf deinen Chef direkt über eine bekannte Nummer an oder sprich ihn persönlich an – nie über die Nummer oder den Kanal aus der verdächtigen Nachricht.

Wie können Unternehmen in Stuttgart ihre Mitarbeitenden gegen Phishing schulen?

pirenjo.IT bietet Security-Awareness-Trainings für Unternehmen in Stuttgart und Umgebung an – praxisnah, auf den Betrieb zugeschnitten und messbar in der Wirkung.

Wie hoch ist das Risiko, ohne Schulung auf Phishing hereinzufallen?

Ohne Training fallen laut aktuellen Studien 32,4 % der Mitarbeitenden auf Phishing-Angriffe herein. Mit gezielten Schulungen sinkt diese Quote deutlich.

Welcher IT-Dienstleister in Waiblingen hilft bei Phishing-Schutz und Mitarbeiterschulungen?

pirenjo.IT mit Sitz in Waiblingen unterstützt Unternehmen im Rems-Murr-Kreis mit IT-Sicherheitsberatung, Phishing-Simulationen und Security-Awareness-Trainings.

Einfache Anleitung für besseren Endgeräteschutz

Laptop und Tablet mit Sicherheitsschloss zeigen besseren Endgeräteschutz.

Endgeräte machen einen großen Teil des Netzwerks und der IT-Infrastruktur eines Unternehmens aus. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Computern, mobilen Geräten und Servern. Auch IoT-Geräte, die mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden sind gehören dazu.

Die Anzahl der Endpunkte in einem Unternehmen hängt von der Unternehmensgröße ab. Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern haben etwa 22 Endpunkte. Kleine Unternehmen mit 50 bis 100 Mitarbeitern haben etwa 114. Großunternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern haben durchschnittlich 1.920 Endpunkte.

Jedes dieser Geräte ist eine Chance für einen Hacker, in die Verteidigungssysteme eines Unternehmens einzudringen. Sie könnten Malware einschleusen oder sich Zugang zu sensiblen Unternehmensdaten verschaffen. Eine Endpunkt-Sicherheitsstrategie befasst sich mit dem Risikopotenzial von Endpunkten und setzt gezielte Taktiken ein.

64 % der Unternehmen haben einen oder mehrere kompromittierende Endpunktangriffe erlebt.

In diesem Leitfaden stellen wir Ihnen unkomplizierte Lösungen vor, die sich auf den Schutz von Endgeräten konzentrieren.

Kennwortschwachstellen beheben

Passwörter sind eine der größten Schwachstellen, wenn es um Endgeräte geht. In den Nachrichten wird immer wieder über große Datenschutzverletzungen berichtet, die mit durchgesickerten Passwörtern zusammenhängen. Ein Beispiel dafür ist RockYou2021. Dabei wurde die größte Anzahl von Passwörtern aller Zeiten offengelegt – 3,2 Milliarden.

Unzureichende Passwortsicherheit und Sicherheitsverletzungen machen den Diebstahl von Zugangsdaten zu einer der größten Gefahren für die Cybersicherheit.

Aber wie beheben Sie nun Kennwortschwachstellen an Ihren Endpunkten? Wir bei pirenjo.IT empfehlen Folgendes:

  • Schulung der Mitarbeiter*innen in der richtigen Erstellung und Handhabung von Passwörtern
  • Professionelle Passwortverwaltung
  • Nutzung von passwortlosen Lösungen, wie z. B. Biometrie
  • Einführung von Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle Konten

Malware-Infektion vor dem Systemstart verhindern

USB-Laufwerke (auch als Flash-Laufwerke bekannt) sind ein beliebtes Werbegeschenk auf Messen. Aber ein harmlos aussehender USB-Stick kann tatsächlich einen Angriff auf den Computer auslösen. Ein Trick, den Hacker anwenden, um sich Zugang zu einem Computer zu verschaffen, besteht darin, ihn von einem USB-Gerät zu starten, das bösartigen Code enthält.

Es gibt bestimmte Vorkehrungen, die Sie treffen können, um dies zu verhindern. Eine davon ist, dass Sie einen Firmware-Schutz verwenden, der zwei Bereiche abdeckt. Dazu gehören Trusted Platform Module (TPM) und Unified Extensible Firmware Interface (UEFI) Security.

Das TPM ist resistent gegen physische Manipulationen und Manipulationen durch Malware. Es prüft, ob der Startvorgang ordnungsgemäß abläuft. Es überwacht auch das Vorhandensein von anomalem Verhalten. Suchen Sie außerdem nach Geräten und Sicherheitslösungen, mit denen Sie den USB-Startvorgang deaktivieren können.

Alle Endpoint Security-Lösungen aktualisieren

Sie sollten Ihre Sicherheitslösungen für Endgeräte regelmäßig aktualisieren. Am besten automatisieren Sie Software-Updates, wenn möglich, damit sie in jedem Fall durchgeführt werden.

Firmware-Updates werden oft vergessen. Ein Grund dafür ist, dass sie in der Regel nicht die gleichen Warnungen ausgeben wie Software-Updates. Aber sie sind genauso wichtig, um sicherzustellen, dass Ihre Geräte sicher und geschützt bleiben.

Am besten ist es, wenn ein IT-Experte all Ihre Endpunkt-Updates verwaltet. Er sorgt dafür, dass die Aktualisierungen rechtzeitig erfolgen. Er sorgt auch dafür, dass Geräte und Software reibungslos aktualisiert werden. Diesen Service übernehmen wir sehr gerne für Ihr gesamtes Unternehmen.

Moderne Geräte- und Benutzerauthentifizierung

Wie authentifizieren Sie Benutzer für den Zugriff auf Ihr Netzwerk, Ihre Geschäftsanwendungen und Daten? Wenn Sie nur einen Benutzernamen und ein Passwort verwenden, besteht für Ihr Unternehmen ein hohes Risiko einer Sicherheitsverletzung.

Verwenden Sie zwei moderne Methoden zur Authentifizierung:

  • Kontextualisierte Authentifizierung
  • Zero-Trust-Ansatz

Die kontextabhängige Authentifizierung geht einen Schritt weiter als MFA. Sie befasst sich mit kontextbasierten Bedingungen für die Authentifizierung und Sicherheitsrichtlinien. Dazu gehören mehrere Dinge. Zum Beispiel die Tageszeit, zu der sich jemand anmeldet, der geografische Standort und das Gerät, das er verwendet. Erst wenn alle Bedingungen erfüllt sind, wird eine Authentifizierung ermöglicht.

Zero Trust ist ein Ansatz, der Ihr Netzwerk kontinuierlich überwacht. Er stellt sicher, dass jede Einheit in einem Netzwerk dazugehört. Ein Beispiel für diesen Ansatz ist das Safelisting von Geräten. Sie genehmigen alle Geräte für den Zugriff auf Ihr Netzwerk und sperren alle anderen standardmäßig.

Anwendung von Sicherheitsrichtlinien während des gesamten Gerätelebenszyklus

Von der Anschaffung eines Geräts bis zu seiner Ausmusterung müssen Sicherheitsprotokolle vorhanden sein. Tools wie Microsoft AutoPilot und SEMM ermöglichen es Unternehmen, dies zu automatisieren. Sie sorgen dafür, dass in jeder Phase des Lebenszyklus die bestmöglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. So wird gewährleistet, dass ein Unternehmen keine kritischen Entwicklungsschritte im Bereich Gerätesicherheit verpasst.

Beispiele für die Sicherheit im Lebenszyklus eines Geräts sind die erste Ausgabe eines Geräts an einen Benutzer. An diesem Punkt sollten Sie unerwünschte Berechtigungen entziehen.

Wenn ein Gerät einmal zu einem anderen Benutzer wechselt, muss es ordnungsgemäß von alten Daten bereinigt werden sowie für den neuen Nutzer neu konfiguriert werden.

Stellen Sie ein Gerät außer Dienst, sollte es ordnungsgemäß bereinigt werden. Das bedeutet, dass alle Informationen gelöscht und die Verbindung zu allen Konten getrennt werden müssen.

Auf Geräteverlust vorbereiten

Leider gehen immer wieder mobile Geräte und Laptops verloren oder werden gestohlen. Wenn das passiert, sollten Sie eine Vorgehensweise haben, die sofort umgesetzt werden kann. Dies verhindert, dass das Unternehmen Daten verliert und Geschäftskonten gefährdet.

Bereiten Sie sich im Voraus mit Hilfe von Backup-Lösungen auf einen möglichen Geräteverlust vor. Außerdem sollten Sie eine Endgerätesicherung verwenden, die die Sperrung und Löschung von Geräten aus der Ferne ermöglicht.

Verringern Sie Ihr Endpunktrisiko noch heute!

Lassen Sie sich Schritt für Schritt bei der Einrichtung einer zuverlässigen Endpunktsicherheit helfen. Unsere IT-Sicherheitsexperten von pirenjo.IT können helfen! Kontaktieren Sie uns noch heute für ein kostenloses Kennenlerngespräch.

Reduziere deine Kosten bei Datenpannen!

Rollende Euromünzen symbolisieren Reduktion der Kosten bei Datenpannen.

83 % der Unternehmen haben mehr als eine Datenschutzverletzung erlitten. Das ist keine Ausnahme mehr – das ist die Regel. (IBM Security 2022 Cost of a Data Breach Report)

Datenpannen schaden Unternehmen auf mehreren Ebenen gleichzeitig: unmittelbare Kosten für die Beseitigung der Sicherheitsverletzung, Produktivitätsverluste, entgangene Geschäfte, verlorenes Kundenvertrauen und umfangreiche Rechtskosten. Die weltweiten Durchschnittskosten einer Datenschutzverletzung lagen 2022 bei 4,35 Millionen Dollar – 2,6 % mehr als im Vorjahr. 60 % der kleinen Unternehmen stellen innerhalb von sechs Monaten nach einem Angriff den Betrieb ein.

Du musst dich nicht mit diesem Risiko abfinden. Es gibt bewährte Maßnahmen, mit denen du die Kosten einer Datenpanne gezielt begrenzen kannst. Dieser Artikel zeigt dir vier Cybersicherheitspraktiken, die den Schaden eines Cyberangriffs messbar reduzieren – alle Zahlen stammen direkt aus dem IBM-Sicherheitsbericht 2022.

4 Cybersecurity-Taktiken zur Verringerung der Auswirkungen einer Datenpanne

45 % aller Datenschutzverletzungen finden in der Cloud statt – aber wer auf eine hybride Strategie setzt, zahlt im Ernstfall deutlich weniger.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Hybrider Cloud-Ansatz als Kostenpuffer

Die meisten Unternehmen nutzen die Cloud für Datenspeicherung und Geschäftsprozesse. 45 % aller Datenschutzverletzungen finden dort statt – aber nicht alle Cloud-Strategien sind gleich teuer im Ernstfall.

Sicherheitsverletzungen in der öffentlichen Cloud kosten deutlich mehr als in einer hybriden Cloud. Eine hybride Cloud bedeutet: Einige Daten und Prozesse laufen in einer öffentlichen Cloud, andere in einer privaten Cloud-Umgebung. Der hybride Ansatz hat in der Praxis sogar besser abgeschnitten als eine rein private Cloud. Wer auf Hybrid setzt, zahlt im Schnitt weniger – und behält mehr Kontrolle.

Ein Incident Response Plan muss nicht kompliziert sein – aber er muss vorhanden und geübt sein. Wer im Ernstfall improvisiert, zahlt drauf.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Incident Response Plan als Kostenbremse

Du musst kein großes Unternehmen sein, um einen Incident Response Plan (IR) zu erstellen. Der IR-Plan ist ein Satz von Anweisungen, wie auf Zwischenfälle reagiert werden soll – gedacht für die Mitarbeitenden, die ihn im Fall eines Cybersecurity-Vorfalls befolgen müssen.

Bei einem Ransomware-Angriff sollte der erste Schritt darin bestehen, das infizierte Gerät sofort vom Netz zu trennen. IR-Pläne verbessern die Geschwindigkeit und Wirksamkeit einer Reaktion auf eine Sicherheitskrise erheblich. Ein guter IR-Plan senkt die Kosten einer Datenschutzverletzung um durchschnittlich 2,66 Millionen Dollar pro Vorfall.

79 % der Unternehmen mit kritischer Infrastruktur haben noch kein Zero-Trust-Konzept. Das ist ein teures Versäumnis – im Schnitt rund 1 Million Dollar teurer pro Vorfall.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Zero Trust als strukturelle Absicherung

Zero Trust ist eine Sammlung von Sicherheitsprotokollen, die zusammenarbeiten, um ein Netzwerk zu verstärken. Dazu gehören Multi-Faktor-Authentifizierung, Whitelisting für Anwendungen und kontextabhängige Benutzerauthentifizierung.

79 % der Unternehmen mit kritischen Infrastrukturen haben noch kein Zero-Trust-Konzept eingeführt. Unternehmen ohne Zero-Trust-Taktik zahlen etwa 1 Million Dollar mehr pro Datenschutzverletzung. Kein Zero Trust zu haben ist damit keine neutrale Entscheidung – es ist eine teure.

KI und Automatisierung als stärkster Kostenhebel

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Der Einsatz der richtigen Sicherheitstools kann einen großen Unterschied bei den Kosten ausmachen, die bei einer Datenverletzung entstehen. Tools, die KI und Automatisierung im Sicherheitsbereich einsetzen, brachten in der Praxis die größten Kosteneinsparungen.

Die Ausgaben für Datenschutzverletzungen sind durch KI- und Automatisierungslösungen um 65,2 % gesunken. Zu dieser Art von Lösungen gehören Tools wie Advanced Threat Protection (ATP) und Anwendungen, die Bedrohungen aufspüren und die Reaktion automatisieren.

So verbesserst du deine Cyber-Resilienz Schritt für Schritt

Viele dieser Maßnahmen zur Senkung der Kosten für Datenschutzverletzungen sind Best Practices – und lassen sich schrittweise umsetzen. Stell gemeinsam mit einem vertrauenswürdigen IT-Anbieter einen Fahrplan auf. Zuerst kommen die einfach umsetzbaren Maßnahmen, dann die längerfristigen Projekte.

Ein guter Einstieg ist die Einführung der Multi-Faktor-Authentifizierung. Sie ist kostengünstig, schnell implementiert, und verringert das Risiko eines Cloud-Angriffs messbar. Mehr dazu, welche MFA-Variante am besten passt, zeigt dieser Vergleich der sichersten MFA-Methoden.

Ein längerfristiges Projekt ist die Erstellung eines Incident Response Plans. Danach legst du einen Zeitplan fest, der vorsieht, dass dein Team regelmäßig Übungen dazu durchführt – mit unterschiedlichen Szenarien, die ihr dabei durchspielt. Wer wissen möchte, welche Schwachstellen dabei zuerst geschlossen werden sollten, findet im Artikel zu den 5 größten IT-Sicherheitsschwachpunkten einen praxisnahen Überblick.

Brauchst du Hilfe bei der Verbesserung deiner Sicherheit und der Risikominderung?

Die Zusammenarbeit mit einem vertrauenswürdigen IT-Partner nimmt dir einen großen Teil der Sicherheitslast ab. Kontaktiere unsere IT-Sicherheitsprofis von pirenjo.IT noch heute und vereinbare einen Termin für ein Kennenlerngespräch. Gerne erstellen wir gemeinsam eine Cybersicherheits-Roadmap.

Was kostet eine Datenpanne ein kleines Unternehmen im Durchschnitt?

Laut IBM Security 2022 liegen die weltweiten Durchschnittskosten einer Datenschutzverletzung bei 4,35 Millionen Dollar. Für kleine Unternehmen kann das existenzbedrohend sein – 60 % stellen innerhalb von sechs Monaten nach einem Angriff den Betrieb ein.

Wie viel spart ein Incident Response Plan bei einer Datenpanne?

Ein gut vorbereiteter und geübter Incident Response Plan senkt die Kosten einer Datenschutzverletzung um durchschnittlich 2,66 Millionen Dollar pro Vorfall. Prüfe, ob dein Unternehmen bereits einen solchen Plan besitzt – und ob er regelmäßig geübt wird.

Welche IT-Sicherheitsmaßnahmen empfiehlt pirenjo.IT Unternehmen in Stuttgart?

Als ersten Schritt empfehlen wir die Einführung von Multi-Faktor-Authentifizierung und einen hybriden Cloud-Ansatz – beides ist kostengünstig umsetzbar und reduziert das Risiko einer Datenpanne messbar. Sprich uns für eine individuelle Cybersicherheits-Roadmap an.

Was ist Zero Trust und warum lohnt sich die Einführung?

Zero Trust ist ein Sicherheitskonzept, das auf konsequenter Verifikation aller Nutzer und Geräte im Netzwerk basiert. Unternehmen ohne Zero-Trust-Ansatz zahlen im Schnitt rund 1 Million Dollar mehr pro Datenschutzverletzung.

Unterstützt pirenjo.IT Unternehmen in Waiblingen bei der Erstellung eines Incident Response Plans?

Ja – pirenjo.IT begleitet Unternehmen in Waiblingen und der Region Rems-Murr von der Erstellung des Incident Response Plans bis zur regelmäßigen Übung mit dem Team. Vereinbare ein kostenloses Kennenlerngespräch, um den ersten Schritt zu machen.

So stoppst du gefährliche Insider-Bedrohungen

Laptop und Hände zeigen gefährliche Insider-Bedrohung.

Eine der am schwierigsten zu entdeckenden Arten von Angriffen sind jene, die von Insidern durchgeführt werden. Ein „Insider“ ist jeder, der legitimen Zugang zu deinem Unternehmensnetzwerk und deinen Daten hat – über ein Login oder eine andere autorisierte Verbindung.

Da Insider über einen autorisierten Systemzugang verfügen, können sie bestimmte Sicherheitsvorkehrungen umgehen – zum Beispiel solche, die Eindringlinge fernhalten sollen. Ein angemeldeter Benutzer wird nicht als Eindringling angesehen. Diese Sicherheitsvorkehrungen werden schlicht nicht ausgelöst.

Drei beunruhigende Statistiken aus einem aktuellen Bericht des Ponemon Institute verdeutlichen, wie ernst die Lage ist: Insider-Angriffe haben in den letzten zwei Jahren um 44 % zugenommen. Unternehmen benötigen im Schnitt 85 Tage, um eine Insider-Bedrohung einzudämmen – gegenüber 77 Tagen im Jahr 2020. Die durchschnittlichen Kosten für die Bekämpfung solcher Bedrohungen sind um 34 % gestiegen.

Dieser Artikel zeigt dir, welche vier Arten von Insider-Bedrohungen es gibt und mit welchen Maßnahmen du sie wirksam eindämmst.

4 Arten von Insider-Bedrohungen

Ein Grund dafür, dass Insider-Bedrohungen schwer zu erkennen sind: Es gibt nicht nur eine Art davon. Mitarbeitende, Lieferanten und Hacker können alle Insider-Angriffe durchführen. Einige handeln böswillig, andere versehentlich – was die Erkennung zusätzlich erschwert.

Wer nur auf externe Angreifer schaut, übersieht die Gefahr, die schon längst im eigenen Netzwerk sitzt.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Böswillige oder verärgerte Angestellte

Vertriebsmitarbeitende, die das Unternehmen verlassen, können beschließen, alle Kontakte mitzunehmen. Das ist böswilliger Diebstahl von Unternehmensdaten.

Ein weiteres Beispiel sind verärgerte Mitarbeitende, die ihrem Vorgesetzten oder dem Unternehmen schaden wollen. Sie könnten Ransomware einschleusen oder einen Deal mit einem Hacker eingehen und ihre Anmeldedaten gegen Geld herausgeben.

Fahrlässigkeit ist kein Vorsatz – aber der Schaden ist derselbe.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Unachtsame oder nachlässige Mitarbeitende

Einige Insider-Bedrohungen entstehen durch nachlässige oder ungeschulte Mitarbeitende – ohne jede böse Absicht. Beispiele sind die versehentliche Weitergabe geheimer Daten auf einer unsicheren Plattform oder der Zugriff auf Geschäftsanwendungen über den Computer eines Freundes. Die Mitarbeitenden sind sich der Konsequenzen für die Sicherheit schlichtweg nicht bewusst.

Dritte im Netzwerk sind oft das schwächste Glied – weil niemand sie wirklich im Blick hat.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Dritte mit Zugang zu deinen Systemen

Außenstehende mit Zugang zu deinem Netzwerk sind ein sehr reales Problem. Auftragnehmer, Freiberufler und Lieferanten können alle ein Risiko für eine Sicherheitsverletzung darstellen.

Stelle sicher, dass diese Dritten vollständig überprüft werden – bevor du ihnen Zugang zum System gewährst. Lass deinen IT-Partner sie außerdem auf etwaige Datensicherheitsbedenken hin prüfen.

Ein kompromittiertes Passwort reicht aus, um zum Insider zu werden – ohne dass irgendjemand es merkt.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Durch Hacker kompromittierte Passwörter

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Kompromittierte Anmeldedaten sind eine der gefährlichsten Arten von Insider-Bedrohungen. Sie sind mittlerweile die Nummer 1 bei Datenschutzverletzungen weltweit.

Wenn ein Cyberkrimineller auf die Anmeldedaten einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters zugreift, wird er zum „Insider“. Das Computersystem hält ihn für den rechtmäßigen Benutzer. Kein Alarm, kein Hinweis – der Angreifer bewegt sich frei im Netzwerk.

Wege zur Eindämmung von Insider-Bedrohungen

Insider-Bedrohungen sind im Nachhinein oft schwer zu erkennen. Wer jedoch proaktiv Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ergreift, kann sie bereits im Keim ersticken – bevor ein teurer Zwischenfall entsteht, von dem du vielleicht erst nach Monaten erfährst.

Hintergrundprüfungen sind kein Misstrauen – sie sind professionelle Sorgfalt.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Gründliche Hintergrundchecks als erste Verteidigungslinie

Achte bei der Einstellung neuer Mitarbeitender auf eine gründliche Hintergrundprüfung. Böswillige Insider haben in der Regel Auffälligkeiten in ihrem beruflichen Werdegang. Das Gleiche gilt für alle Anbieter oder Auftragnehmer, die Zugang zu deinen Systemen haben.

Mobile Geräte sind heute Endpunkte mit vollem Netzwerkzugang – sie brauchen dieselbe Kontrolle wie stationäre Systeme.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Endgeräte-Management als Zugangskontrolle

Mobile Geräte machen heute etwa 60 % der Endgeräte in einem Unternehmen aus. Viele Unternehmen verwenden jedoch keine Lösung zur Verwaltung des Gerätezugriffs auf Ressourcen.

Richte eine Managementlösung für Endgeräte ein, um den Gerätezugriff zu überwachen. Damit kannst du Geräte auf eine sichere Liste setzen und nicht autorisierte Geräte standardmäßig blockieren.

MFA ist keine Option mehr – sie ist die Grundvoraussetzung für jeden sicheren Zugang.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Multi-Faktor-Authentifizierung als Schutz vor Zugangsdaten-Diebstahl

Eine der besten Methoden zur Bekämpfung des Diebstahls von Zugangsdaten ist die mehrstufige Authentifizierung. Hacker haben es schwer, den zweiten Faktor zu umgehen – denn sie haben selten Zugriff auf das mobile Gerät oder den FIDO-Sicherheitsschlüssel einer Person.

Kombiniere das mit konsequenter Passwortsicherheit: sichere Passwörter für alle Cloud-Anwendungen, ein zentraler Passwort-Manager für das Unternehmen, und individuelle Passwörter für jede Anmeldung. Wer alle drei Punkte umsetzt, schließt einen der häufigsten Einfallstore. Mehr dazu, wie du Onlinekonten vor Angriffen schützt, findest du in unserem separaten Beitrag.

Schulungen wirken – aber nur, wenn sie regelmäßig stattfinden und echte Szenarien zeigen.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Datensicherheits-Schulungen als Schutz vor Unwissenheit

Schulungen helfen dir, das Risiko einer Datenschutzverletzung durch Unachtsamkeit zu mindern. Schule deine Mitarbeitenden im richtigen Umgang mit Daten und im Einhalten von Sicherheitsrichtlinien für sensible Informationen. Wer nicht weiß, welche Handlungen gefährlich sind, kann sie auch nicht vermeiden.

Netzwerküberwachung ist kein Überwachungsstaat – sie ist die einzige Möglichkeit, Angriffe zu stoppen, bevor der Schaden entsteht.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Netzwerküberwachung als Frühwarnsystem

Wie erkennst du jemanden, der Zugang zu deinem System hat, dabei, wenn er etwas Unerlaubtes tut? Die Antwort ist intelligente Netzwerküberwachung.

Nutze KI-gestützte Bedrohungsüberwachung, um seltsame Verhaltensweisen sofort zu erkennen – zum Beispiel wenn jemand eine große Anzahl von Dateien herunterlädt oder sich von außerhalb des Landes anmeldet. Kein Monitoring, keine Alarmierung – im schlimmsten Fall drei Tage Ausfall, bevor überhaupt jemand reagiert.

Brauchst du Hilfe, um Insider-Attacken zu verhindern?

Eine mehrstufige Sicherheitslösung kann dir helfen, alle vier Arten von Insider-Bedrohungen abzuschwächen. Die IT-Sicherheitsexperten von pirenjo.IT helfen dir mit einer zuverlässigen und erschwinglichen Lösung. Vereinbare noch heute ein kostenloses Kennenlerngespräch.

Was ist der Unterschied zwischen einer böswilligen und einer versehentlichen Insider-Bedrohung?

Bei einer böswilligen Insider-Bedrohung handelt eine Person absichtlich zum Schaden des Unternehmens – zum Beispiel durch Datendiebstahl oder das Einschleusen von Schadsoftware. Eine versehentliche Insider-Bedrohung entsteht durch Unwissen oder Nachlässigkeit, etwa wenn Mitarbeitende sensible Daten auf unsicheren Plattformen teilen.

Wie schützt Multi-Faktor-Authentifizierung vor kompromittierten Anmeldedaten?

MFA verlangt neben dem Passwort einen zweiten Faktor – zum Beispiel einen Code auf dem Mobilgerät oder einen Sicherheitsschlüssel. Selbst wenn ein Angreifer das Passwort kennt, kann er ohne diesen zweiten Faktor nicht auf das System zugreifen.

Wie können Unternehmen in Stuttgart Insider-Bedrohungen durch externe Dienstleister reduzieren?

Prüfe alle Auftragnehmer und Lieferanten gründlich, bevor du ihnen Systemzugang gibst – und begrenze deren Zugriffsrechte auf das notwendige Minimum. Ein IT-Sicherheitspartner wie pirenjo.IT aus Waiblingen unterstützt Stuttgarter Unternehmen dabei mit strukturierten Zugangsprozessen und Endgeräte-Management.

Wie lange dauert es durchschnittlich, eine Insider-Bedrohung zu erkennen und einzudämmen?

Laut dem Ponemon Institute dauert es im Schnitt 85 Tage, um eine Insider-Bedrohung vollständig einzudämmen – 2020 waren es noch 77 Tage. Proaktive Netzwerküberwachung und klare Sicherheitsrichtlinien können diese Zeit deutlich verkürzen.

Welche konkreten Maßnahmen empfiehlt pirenjo.IT aus Waiblingen kleinen Unternehmen gegen Insider-Bedrohungen?

Achte auf MFA für alle Zugänge, eine zentrale Endgeräte-Managementlösung und regelmäßige Mitarbeiterschulungen zur Datensicherheit. pirenjo.IT begleitet Unternehmen im Raum Waiblingen und Stuttgart bei der Umsetzung dieser Maßnahmen – abgestimmt auf Budget und Unternehmensgröße.

Trends bei Cyberangriffen im Jahr 2023

Hacker mit Laptop zeigt den Trend zu Cyber-Angriffen im Jahr 2023.

68 % der befragten Unternehmer sind der Meinung, dass die Cybersicherheitsrisiken zunehmen. Dafür haben sie einen guten Grund. Die Angriffe werden immer raffinierter und werden oft von großen kriminellen Organisationen verübt. Diese kriminellen Gruppen behandeln Cyberangriffe wie ein Geschäft.

Im Jahr 2021 stieg die durchschnittliche Zahl der weltweiten Cyberangriffe um 15,1 % im Vergleich zum Vorjahr.

Um dein Unternehmen im kommenden Jahr zu schützen, ist es wichtig, die Angriffstrends zu beobachten. Welche neuen Methoden verwenden Hacker? Welche Arten von Angriffen nehmen an Umfang zu? Hier sind die Angriffstrends, auf die du dich gefasst machen musst.

Angriffe auf 5G-Geräte

Smartphone mit 5G ist einer der Trends für Cyber-Angriffe im Jahr 2023.

5G bietet nicht nur Vorteile, sondern als unausgereifte Technologie auch Schwachstellen. Die Welt spricht schon seit einigen Jahren über 5G – blitzschnelles Internet für alle. Während die Anbieter die Infrastruktur noch ausbauen, wird dieser Bereich ein beliebtes Ziel für Cyberangriffe jeglicher Art.

Hacker versuchen, die teils noch unausgereifte 5G-Hardware und -Software zu ihrem Vorteil zu nutzen. Bei jeder neuen Technologie wie dieser gibt es zwangsläufig Schwachstellen – und genau diese wollen Hacker ausnutzen.

Du kannst dich darauf vorbereiten, indem du dich über die Firmware-Sicherheit der Geräte informierst, die du kaufst. Dies gilt insbesondere für Geräte, die für 5G aktiviert sind. Einige Hersteller legen mehr Wert auf Sicherheitsfeatures der Firmware als andere. Frag beim Kauf neuer Geräte unbedingt danach.

Umgehung des Einmalpassworts (OTP = One-Time Password)

Dieser alarmierende neue Trend zielt darauf ab, eine der besten Formen der Kontosicherheit zu umgehen. Die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) ist bekannt dafür, dass sie betrügerische Anmeldeversuche sehr effektiv verhindert. Sie kann die Übernahme von Konten selbst dann verhindern, wenn der Kriminelle das Passwort des Nutzers hat.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Hacker versuchen, MFA zu umgehen. Beim Wiederverwenden eines Tokens verschaffen sich Angreifer Zugriff auf ein aktuelles Benutzer-OTP und versuchen, es erneut einzusetzen. Bei der gemeinsamen Nutzung ungenutzter Token verwendet der Hacker sein eigenes Konto, um ein OTP zu erhalten, und probiert es dann für ein fremdes Konto aus. Geleakte Token werden über Webanwendungen abgegriffen und direkt missbraucht.

Besonders perfide ist die Funktion zum Zurücksetzen des Passworts: Ein Hacker nutzt Phishing, um dich dazu zu bringen, dein Passwort zurückzusetzen. Anschließend wird dazu gebracht, dein OTP per SMS oder E-Mail zu übermitteln.

Angriffe mit Bezug zum Weltgeschehen

Während der Pandemie stieg das Volumen der Cyberangriffe um etwa 600 %. Große kriminelle Hackergruppen haben erkannt, dass weltweite Ereignisse und Katastrophen lukrativ sind.

Sie starten Phishing-Kampagnen zu bekannten, weltweiten Ereignissen – vom jüngsten Wirbelsturm bis zum Krieg in der Ukraine. Ahnungslose Menschen fallen oft auf diese Betrügereien herein, weil sie durch die Krisen abgelenkt sind.

Du musst dich besonders vor Betrügereien im Zusammenhang mit solchen Ereignissen in Acht nehmen. Sie verwenden oft Social-Engineering-Taktiken wie traurige Fotos, um mit den Emotionen zu spielen.

Smishing & Angriffe auf mobile Geräte

Mobile Geräte begleiten uns heutzutage fast überall. Diese unmittelbare Verbindung zu einem potenziellen Opfer ist Cyberkriminellen nicht entgangen. Mach dich auf mehr Angriffe auf Mobilgeräte gefasst, einschließlich SMS-basiertem Phishing („Smishing“).

Viele Menschen sind nicht darauf vorbereitet, dass sie gefälschte Nachrichten an persönliche Nummern erhalten. Handynummern sind nicht mehr so privat, wie sie es einmal waren – Hacker können online Listen mit diesen Nummern kaufen. Sie erstellen dann überzeugende gefälschte Texte, die wie Versandmitteilungen oder Empfangsbestätigungen aussehen. Ein falscher Klick genügt, um einen Account zugänglich zu machen oder eine Datenpanne zu verursachen.

Auch mobile Malware ist auf dem Vormarsch. In den ersten Monaten des Jahres 2022 stieg die Zahl der auf mobile Geräte abzielenden Schadprogramme um 500 %. Sorge deshalb für einen guten mobilen Malware-Schutz und weitere Schutzmaßnahmen auf deinen Geräten, wie zum Beispiel einen DNS-Filter.

Erweitertes Phishing mit KI und maschinellem Lernen

Heutzutage sind Phishing-E-Mails nicht mehr so leicht zu erkennen. Früher hatten sie fast immer Rechtschreibfehler oder pixelige Bilder. Bei einigen ist das immer noch der Fall – bei den meisten jedoch nicht mehr.

Kriminelle Gruppen verbessern Phishing mithilfe von KI und maschinellem Lernen. Diese E-Mails sehen nicht nur identisch aus wie die Nachrichten einer echten Marke, sondern sind auch noch personalisiert. Hacker nutzen diese Taktiken, um mehr Opfer zu täuschen und gezieltere Phishing-Nachrichten in kürzerer Zeit zu versenden als in den vergangenen Jahren.

Planen Sie noch heute einen IT-Sicherheitscheck

„Wer wartet, bis ein Angriff passiert, zahlt am Ende immer mehr – in Zeit, Geld und Vertrauen.“

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Ist dein Unternehmen auf die Trends bei Cyberangriffen im Jahr 2023 vorbereitet? Warte nicht, bis du es auf die harte Tour herausfinden musst. Sichere dir jetzt einen Termin für ein Kennenlerngespräch und vereinbare einen IT-Sicherheitscheck. So bist du den digitalen Kriminellen einen Schritt voraus. Unsere IT-Spezialisten von pirenjo.IT freuen sich auf dich.

Welche Cyberangriffe sind 2023 besonders gefährlich für kleine Unternehmen?

Phishing mit KI-Unterstützung, Smishing auf Mobilgeräte und Angriffe auf 5G-Geräte sind 2023 die am stärksten wachsenden Bedrohungen für KMU. Kriminelle Gruppen agieren dabei zunehmend organisiert und automatisiert.

Wie schütze ich mein Unternehmen vor MFA-Umgehungsangriffen?

Nutze App-basierte Authentifikatoren statt SMS-OTP und schule deine Mitarbeitenden darin, keine OTP-Codes auf Anfrage weiterzugeben. Phishing-resistente MFA-Methoden wie FIDO2 bieten den stärksten Schutz.

Bietet pirenjo.IT in Stuttgart einen IT-Sicherheitscheck für mein Unternehmen an?

Ja. pirenjo.IT führt IT-Sicherheitschecks für Unternehmen im Raum Stuttgart durch – inklusive Schwachstellenanalyse, Handlungsempfehlungen und Umsetzungsbegleitung. Vereinbare direkt einen Termin über das Kennenlerngespräch.

Was ist Smishing und wie erkenne ich solche Angriffe?

Smishing ist SMS-basiertes Phishing – Angreifer senden gefälschte Textnachrichten, die wie Paketbenachrichtigungen oder Kontoalerts aussehen. Klicke nie auf Links in unerwarteten SMS und ruf im Zweifel direkt beim Absender an.

Kann pirenjo.IT Unternehmen in Waiblingen beim Schutz vor Phishing-Angriffen helfen?

Ja. Als IT-Systemhaus mit Sitz in Waiblingen betreut pirenjo.IT Unternehmen in der Region mit Awareness-Trainings, technischen Schutzlösungen und laufendem IT-Security-Monitoring. Sprich uns direkt an.

Was man tun sollte, wenn ein Mobilgerät verloren geht!

Smartphone mit Schloss und Schild.

Jedes Jahr gehen etwa 70 Millionen Smartphones verloren. Die Besitzer finden nur etwa 7 % davon wieder. 52 % der gestohlenen Geräte gehen dabei im Büro verloren. Kaum etwas löst so schnell Panik aus wie ein fehlendes Smartphone oder Laptop – und das zu Recht.

Auf diesen Geräten ist ein großer Teil unseres Lebens gespeichert: Dateien, persönliche Finanzdaten, Apps, Passwörter, Bilder, Videos und vieles mehr. Die dort gespeicherten Informationen sind persönlicher als das, was in deiner Brieftasche steckt. Das macht ein verlorenes oder gestohlenes Gerät zu einem ernsten Problem.

Oft ist nicht das Gerät das größte Problem. Es sind die Daten auf dem Gerät und der Zugriff auf Cloud-Konten und Websites. Der Gedanke, dass diese Daten in die Hände von Kriminellen gelangen könnten, ist mehr als unangenehm. Noch kritischer wird es, wenn ein Arbeitslaptop oder ein Firmensmartphone verloren geht – dann droht eine Datenschutzverletzung oder schlimmstenfalls ein Ransomware-Angriff, der von dem gestohlenen Gerät ausgeht.

Im Jahr 2020 zahlte das Lifespan Health System eine HIPAA-Strafe in Höhe von 1.040.000 Dollar – Grund war ein Verstoß gegen den Datenschutz durch einen unverschlüsselten, gestohlenen Laptop.

Ein gestohlenes Gerät ist kein Hardwareproblem – es ist ein Datenproblem. Wer in den ersten Minuten richtig reagiert, kann den Schaden meist begrenzen.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Die Minuten nach dem Verlust sind kritisch

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Wenn du den Verlust eines Mobilgerätes bemerkst, zählt jede Minute. Die Dinge, die du in den ersten Minuten tust, sind entscheidend – sowohl für private als auch für geschäftliche Geräte. Je schneller du handelst, desto geringer ist die Gefahr, dass sensible Daten preisgegeben werden.

Goldgrube für Kriminelle: Was auf deinem Gerät gespeichert ist

Wenn ein Krimineller ein Smartphone, ein Tablet oder einen Laptop in die Hände bekommt, hat er Zugang zu einer wahren Fundgrube. Dazu gehören Dokumente, Fotos und Videos, der Zugriff auf alle eingeloggten App-Konten und in Browsern gespeicherte Passwörter. Hinzu kommen Cloud-Speicher über Synchronisierungskonten, E-Mails, Textnachrichten und MFA-Codes, die per SMS ankommen.

5 Maßnahmen, die du sofort nach dem Verlust ergreifen solltest

Zeit ist das A und O, wenn es um ein verlorenes mobiles Gerät geht. Je schneller du handelst, desto geringer ist das Risiko, dass persönliche oder geschäftliche Daten in falsche Hände geraten.

Gerät aus der Ferne sperren

Die meisten mobilen Geräte und Laptops verfügen über die Funktion „Mein Gerät sperren“. Sie ermöglicht eine Fernaktivierung der Gerätesperre, wenn sie im Vorfeld konfiguriert wurde. Außerdem müssen die Ortungsdienste aktiviert sein.

Auch wenn erfahrene Diebe einen Passcode knacken können – das sofortige Aktivieren dieser Funktion kann sie aufhalten. Im gleichen Einstellungsbereich ist normalerweise auch die Funktion „Mein Gerät suchen“ verfügbar. Nutze diese nur, wenn du glaubst, dass das Gerät verlegt – aber nicht gestohlen wurde. Du willst dich schließlich nicht mit den Dieben treffen.

Unternehmen sofort informieren

Wenn du das Gerät geschäftlich nutzt, informiere dein Unternehmen unverzüglich. Selbst wenn du nur geschäftliche E-Mails über ein privates Smartphone abrufst, zählt das. Viele Unternehmen verwenden ein Endgerätemanagement – in diesem Fall kann der Zugang zum Firmennetz sofort gesperrt werden.

Wer das Fehlen sofort meldet, gibt dem Unternehmen die Chance, schnell zu reagieren. Das mindert das Risiko einer Datenverletzung oft deutlich. Wer wartet, gibt Angreifern wertvolle Zeit.

Zugriff auf SaaS-Tools widerrufen

Die meisten mobilen Geräte verfügen über dauerhafte Logins für SaaS-Tools. SaaS steht für Software as a Service – das sind Konten wie Microsoft 365, Trello, Salesforce und ähnliche Dienste.

Nutze ein anderes Gerät, um dich über eine Webanwendung bei deinem Konto anzumelden. Rufe dann den Bereich für autorisierte Geräte in deinen Kontoeinstellungen auf. Suche das fehlende Gerät, melde es bei dem Dienst ab und sperre den Zugriff, falls das möglich ist. Dadurch wird das Gerät von deinem Konto getrennt, und der Dieb hat keinen Zugriff darauf.

Zugriff auf Cloud-Speicher widerrufen

Beziehe auch Cloud-Speicheranwendungen ein, wenn du die Zugriffsrechte widerrufst. Wird dein fehlendes Gerät mit einer Cloud-Speicherplattform synchronisiert, können Kriminelle diese Verbindung ausnutzen.

Sie könnten eine Malware-Datei hochladen, die das gesamte Speichersystem infiziert. Oder sie setzen dein Gerät zurück, verkaufen es weiter und löschen dabei Dateien aus dem Cloud-Speicher. Beides lässt sich verhindern, wenn du den Zugriff rechtzeitig sperrst. Mehr dazu, wie du deine mobilen Geräte grundsätzlich vor Cyberangriffen schützt, findest du in unserem separaten Artikel.

Gerät aus der Ferne löschen

Hoffentlich hast du von all deinen Geräten eine Sicherungskopie erstellt. So hast du im Falle eines verlorenen Geräts eine Kopie aller deiner Dateien. Sieht es so aus, als wäre das Gerät nicht nur verlegt, sondern gestohlen oder endgültig verloren? Dann solltest du die Funktion „Mein Gerät löschen“ verwenden, sofern diese eingerichtet wurde. Dadurch werden die Daten auf der Festplatte gelöscht.

Sicherheitslösungen für mobile Geräte

Unabhängig von der Größe deines Unternehmens ist die Verwaltung mobiler Geräte unerlässlich. Bei den IT-Sicherheitsexperten von pirenjo.IT sind deine Geräte und Daten in guten Händen. Melde dich bei uns, um mehr über unsere Sicherheitslösungen für Endgeräte zu erfahren – oder sichere dir direkt einen Termin für ein kostenloses Erstgespräch.

Was soll ich als Erstes tun, wenn mein Smartphone verloren geht?

Aktiviere sofort die Funktion „Mein Gerät sperren“ über ein anderes Gerät oder die Weboberfläche deines Betriebssystemkontos. Danach widerrufe den Zugriff auf alle eingeloggten SaaS- und Cloud-Dienste.

Welche Daten sind auf einem gestohlenen Gerät am gefährlichsten?

Besonders kritisch sind gespeicherte Browser-Passwörter, dauerhaft eingeloggte App-Konten und der Zugriff auf synchronisierte Cloud-Speicher – darüber können Angreifer auf weitere Systeme zugreifen, ohne ein Passwort zu kennen.

Wie schützt pirenjo.IT Unternehmen in Stuttgart bei verloren gegangenen Firmengeräten?

pirenjo.IT richtet für Unternehmen in Stuttgart ein Endgerätemanagement (MDM) ein, mit dem Firmengeräte aus der Ferne gesperrt, geortet und gelöscht werden können – innerhalb weniger Minuten nach dem Verlust.

Sollte ich nach einem Geräteverlust alle meine Passwörter ändern?

Ja – ändere zumindest die Passwörter aller Dienste, bei denen du auf dem verlorenen Gerät dauerhaft eingeloggt warst. Prüfe außerdem, ob du dort die Multi-Faktor-Authentifizierung aktivieren kannst.

Können Unternehmen in Waiblingen ein Endgerätemanagement über pirenjo.IT einrichten lassen?

Ja – pirenjo.IT betreut Unternehmen in Waiblingen und dem Rems-Murr-Kreis beim Einrichten von Mobile Device Management. Damit lassen sich verlorene Geräte ferngesteuert sperren und löschen, bevor Daten in falsche Hände geraten.

So oft solltest du dein Team in IT-Sicherheit schulen!

Mitarbeiter*innen vor einem Laptop, die eine IT-Sicherheitsschulung machen.

Einmal im Jahr Phishing-Training, gutes Gefühl – und dann, fünf Monate später, klickt jemand trotzdem auf einen gefährlichen Link. Das ist kein Einzelfall. Das ist das Muster, das wir bei pirenjo.IT immer wieder sehen.

Dieser Artikel zeigt, warum jährliche IT-Sicherheitsschulungen nicht ausreichen, welchen Rhythmus die Forschung empfiehlt, und welche Themen dein Team wirklich beherrschen muss.

Warum einmal im Jahr nicht reicht

Die meisten Sicherheitsvorfälle, die wir bei Kundenunternehmen sehen, haben eine Gemeinsamkeit: Das letzte Security-Training liegt über ein Jahr zurück.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Dein Team hat die jährliche Anti-Phishing-Kampagne abgeschlossen. Alle wissen, wie Phishing-Mails aussehen. Das gute Gefühl hält – bis etwa fünf bis sechs Monate später eine kostspielige Ransomware-Infektion durch einen einzigen Klick auf einen Phishing-Link entsteht.

Das Problem ist nicht mangelnde Motivation. Menschen vergessen – das ist normal. Wer das Gelernte nicht regelmäßig auffrischt, verliert es. Kein einmaliges Training der Welt ändert dauerhaft das Verhalten.

Alle 4 Monate: der optimale Schulungsrhythmus

Woher kommt die Empfehlung, alle vier Monate zu schulen? Auf der USENIX-Sicherheitskonferenz SOUPS wurde eine Studie vorgestellt, die genau das untersucht hat: die Fähigkeit von Mitarbeitenden, Phishing-E-Mails zu erkennen, in Abhängigkeit vom Schulungsrhythmus.

Die Teilnehmenden wurden in Gruppen aufgeteilt und in unterschiedlichen Abständen nach der Schulung getestet – nach 4, 6, 8, 10 und 12 Monaten. Das Ergebnis war eindeutig: Nach vier Monaten waren die Erkennungsraten noch hoch. Ab sechs Monaten verschlechterten sie sich spürbar, und je länger der Abstand zur Schulung, desto schlechter die Werte.

Vier Monate ist damit der „Sweet Spot“ – der Zeitpunkt, an dem eine Auffrischung den meisten Effekt hat. Wer sein Team häufiger in IT-Sicherheit schult, bekommt dauerhaft bessere Ergebnisse.

So entwickelst du eine echte IT-Sicherheitskultur

Sicherheitskultur entsteht nicht durch ein Jahrestraining. Sie entsteht durch Wiederholung, durch kleine Impulse, und dadurch, dass das Thema im Alltag präsent bleibt.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Der Goldstandard ist eine Kultur der Cybersicherheit – eine Haltung im Team, bei der jeder weiß: Sensible Daten müssen geschützt werden, Phishing-Versuche müssen gemeldet werden, und Passwörter sind keine Nebensache. Laut dem Sophos Threat Report 2021 ist das in den meisten Unternehmen jedoch nicht die Realität.

Der Bericht stellt fest: „Die Vernachlässigung eines oder mehrerer Aspekte der grundlegenden Sicherheitshygiene hat sich als Ursache für viele der schädlichsten Angriffe erwiesen, die wir untersucht haben.“

Gut geschulte Mitarbeitende verringern das Risiko für ein Unternehmen messbar. Das bedeutet nicht, dass du einmal im Jahr einen ganzen Tag Pflichtschulung einplanst. Besser ist es, die Methoden zu variieren und Sicherheit als kontinuierliches Thema zu verankern.

Konkret funktioniert das über kurze monatliche Lernvideos per E-Mail, teambasierte Diskussionen am runden Tisch und einen wöchentlichen Sicherheitstipp im Unternehmens-Newsletter. Dazu kommen simulierte Phishing-Tests, Schulungen durch einen IT-Experten, visuelle Impulse über Poster – und die Nutzung des Oktobers als offiziellen Cybersecurity-Monat im Unternehmen.

5 Sicherheitsthemen, die dein Team regelmäßig braucht

Phishing über E-Mail, SMS und soziale Medien

E-Mail-Phishing bleibt die am weitesten verbreitete Angriffsmethode. Aber SMS-Phishing („Smishing“) und Phishing über soziale Medien nehmen deutlich zu. Dein Team muss wissen, wie diese Angriffe konkret aussehen – damit niemand auf diese Tricks hereinfällt.

Genau dafür bieten wir bei pirenjo.IT unsere Security Awareness Kampagne an. Dabei finden wir heraus, wie gut dein Team Phishing-Mails bereits erkennt – und ob ein gezieltes IT-Sicherheitstraining sinnvoll ist.

Zugangsdaten und Passwörter sicher halten

Viele Unternehmen haben den Großteil ihrer Daten auf Cloud-basierte Plattformen verlagert. Das macht den Diebstahl von Zugangsdaten zum attraktivsten Angriffsweg – und laut IBM zur weltweit häufigsten Ursache für Datenschutzverletzungen.

Besprich mit deinem Team, warum starke Passwörter wichtig sind – und zeig, wie ein Passwortmanager für Unternehmen konkret funktioniert. Wer das Thema erklärt, senkt das Risiko.

Mobilgeräte als unterschätztes Einfallstor

Mobile Geräte werden in fast jedem Büro für einen erheblichen Teil der Arbeit genutzt. E-Mails lesen, Dokumente freigeben, auf Unternehmensanwendungen zugreifen – das alles passiert heute auf dem Smartphone. Kein Wunder, dass Angreifer dort ansetzen.

Prüfe, welche Sicherheitsanforderungen für Mitarbeitergeräte gelten, die auf Unternehmensdaten zugreifen. Mindeststandards wie ein gesicherter Sperrcode und aktuelle Betriebssystem-Updates sollten für jedes Gerät selbstverständlich sein.

Datensicherheit und Compliance

Datenschutzvorschriften haben in den letzten Jahren zugenommen. Die meisten Unternehmen müssen mehr als eine Regulierung einhalten – von der DSGVO bis zu branchenspezifischen Anforderungen. Wer sein Team nicht schult, riskiert teure Verstöße.

Schule dein Team im richtigen Umgang mit Daten und in den geltenden Sicherheitsverfahren. Das verringert das Risiko eines Datenlecks und schützt dein Unternehmen vor kostspieligen Strafen.

IT-Sicherheitstraining von Profis

Überlass die IT-Sicherheitsschulung den Experten bei pirenjo.IT. Wir helfen dir mit einem Schulungsprogramm, das dein Team wirklich erreicht – und das Verhalten nachhaltig verändert. Buche jetzt ein kostenloses Erstgespräch.

Wie oft sollte ein Unternehmen IT-Sicherheitsschulungen durchführen?

Laut einer USENIX-Studie (SOUPS) ist ein Rhythmus von alle 4 Monate optimal – danach sinken die Erkennungsraten für Phishing messbar. Wer nur einmal im Jahr schult, riskiert, dass das Wissen bereits nach 6 Monaten nachlässt.

Was ist ein Security Awareness Training und was bringt es?

Ein Security Awareness Training schult Mitarbeitende darin, Phishing-Mails, unsichere Passwörter und riskantes Verhalten im Arbeitsalltag zu erkennen. Gut geschulte Teams verringern das Risiko eines erfolgreichen Cyberangriffs nachweislich.

Bietet pirenjo.IT in Stuttgart IT-Sicherheitsschulungen für Teams an?

Ja – pirenjo.IT bietet Security Awareness Trainings für Unternehmen im Raum Stuttgart an, inklusive simulierter Phishing-Kampagnen und persönlicher Auswertung. Vereinbare direkt ein kostenloses Erstgespräch.

Welche Themen gehören in jede IT-Sicherheitsschulung?

Pflichtthemen sind Phishing-Erkennung (E-Mail, SMS, soziale Medien), sicherer Umgang mit Passwörtern und Zugangsdaten, Mobilgeräte-Sicherheit und datenschutzkonforme Datenverarbeitung. Diese Themen sollten alle 4 Monate aufgefrischt werden.

Können Unternehmen aus Waiblingen ein Security Awareness Training bei pirenjo.IT buchen?

Ja – als IT-Systemhaus mit Sitz in Waiblingen begleiten wir Unternehmen aus der Region direkt vor Ort oder remote durch das gesamte Security Awareness Programm. Ruf uns an oder buche ein kostenloses Erstgespräch online.

9 Sicherheitstipps für Online-Weihnachtseinkäufe

Frau kauft online Weihnachtsgeschenke.

Die Weihnachtseinkaufssaison läuft auf Hochtouren. Und das bedeutet: Auch Betrüger haben ihre Maschinen angeworfen – bereit, von all diesen Online-Transaktionen zu profitieren.

Vergiss beim Kaufrausch nicht die Online-Sicherheit. Ein bisschen Cybersicherheit vorher ist definitiv besser als Schadensbegrenzung hinterher – und bewahrt dich vor einem finanziellen oder datenschutzrechtlichen Fiasko. Die folgenden 9 Tipps zeigen dir, worauf es beim sicheren Online-Einkauf ankommt: von Geräteupdates bis hin zu Banking-Warnungen.

Tipp 1: Führe vor dem Einkauf Geräteupdates durch

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Auch wenn es manchmal etwas dauert und nervt: Führe regelmäßig Updates durch. Computer, Tablets und Smartphones mit veralteter Software sind anfällig – und Hacker nutzen genau das aus.

Updates installieren Patches für bekannte Schwachstellen in Betriebssystemen und verringern dein Risiko erheblich. Stelle sicher, dass du alle Updates installierst, bevor du dein Gerät für Online-Einkäufe verwendest.

Tipp 2: Gehe nicht über E-Mail-Links auf Websites

Ja, es dauert etwas länger, „amazon.com“ direkt einzutippen, anstatt auf einen Link in einer E-Mail zu klicken. Aber Phishing-Betrügereien sind zur Weihnachtszeit häufiger als zu jeder anderen Zeit im Jahr. Ein Klick auf einen bösartigen E-Mail-Link kann einen automatischen Download von Malware auslösen.

Besuche Websites am besten immer direkt. Wenn du es dir einfacher machen willst, speichere deine Lieblingsshops als Lesezeichen im Browser. Das ist sicherer als jeder Text- oder E-Mail-Link.

Tipp 3: Verwende eine Wallet-App

Es ist immer ein Risiko, deine Debit- oder Kreditkarte direkt auf einer Website anzugeben. Das Risiko ist noch höher, wenn du auf einer Website einkaufst, bei der du noch nie bestellt hast.

Kaufe, wenn möglich, mit einer Wallet-App oder PayPal. So gibst du deine Zahlungsdaten nur an den Dienst weiter – Apple Pay, Google Pay oder PayPal. Der Einzelhändler selbst bekommt deine Kartendaten nicht zu sehen.

Tipp 4: Entferne gespeicherte Karten nach dem Checkout

Viele Websites – darunter Amazon – speichern deine Zahlungskartendaten automatisch. Das macht den nächsten Einkauf bequemer, setzt dich aber einem unnötigen Risiko aus. Ein Hacker mit Zugang zu deinem Gerät oder Konto könnte Einkäufe tätigen.

Dazu kommt das Risiko einer Datenpanne beim Händler. Diese kommen regelmäßig vor und können sensible Zahlungsinformationen preisgeben. Je weniger Datenbanken deine Kartendaten speichern, desto besser.

Entferne deine Kartendaten direkt nach dem Checkout aus den Kontoeinstellungen der Website.

Tipp 5: Stelle sicher, dass die Website HTTPS verwendet

HTTPS ist inzwischen weitgehend zum Standard geworden – im Gegensatz zu „HTTP“ ohne das „S“. HTTPS bedeutet, dass eine Website die übertragenen Daten verschlüsselt: deinen Namen, deine Adresse und deine Zahlungsinformationen.

Kaufe niemals auf einer Website ein, die in der Adressleiste kein HTTPS verwendet! Ein zusätzlicher Hinweis ist das kleine Schlosssymbol vor der Webadresse.

Tipp 6: Überprüfe die URL der Website

Tippfehler passieren – vor allem auf einem kleinen Smartphone-Bildschirm. Ein einziger Fehler kann dazu führen, dass du auf einer Nachahmer-Website landest, etwa „amazonn(dot)com“.

Hacker kaufen Domains, die echten Adressen beliebter Händler täuschend ähnlich sehen, und richten dort gefälschte Websites ein. Diese Masche heißt Typosquatting – typo für Tippfehler, squat für besetzen. Nimm dir ein paar Sekunden mehr Zeit und prüfe die URL, bevor du mit dem Einkauf beginnst.

Tipp 7: Kaufe niemals über öffentliches WLAN ein

Wer sich mit einem öffentlichen WLAN verbindet, kann davon ausgehen, dass er beobachtet wird. Hacker lieben die Weihnachtseinkaufssaison und halten sich gezielt an beliebten öffentlichen Hotspots auf.

Sie spionieren die Aktivitäten anderer Geräte im selben Netzwerk aus und können so auf alles zugreifen, was du eingibst – Passwörter und Kreditkartendaten eingeschlossen. Schalte das WLAN aus und wechsle stattdessen auf die Verbindung deines Mobilfunkanbieters.

Tipp 8: Sei auf der Hut vor Markenimitatoren in E-Mails und SMS

Phishing-Betrüger waren während der Weihnachtssaison 2021 besonders aktiv – Typosquatting-Domains in Verbindung mit Phishing-Angriffen stiegen um 397 Prozent. Du solltest zwar immer auf Phishing achten, aber in der Weihnachtszeit ist die Gefahr noch höher.

Die Angreifer wissen, dass Menschen in dieser Zeit E-Mails mit Angeboten, Auftragsbestätigungen und Versandmitteilungen erwarten. Diese Nachrichten nutzen sie als Vorlagen. Sie geben sich als DHL, UPS, Amazon und andere aus – und ihre E-Mails sehen den echten zum Verwechseln ähnlich.

Sei besonders wachsam bei E-Mails, die bekannte Marken imitieren. Auch hier gilt: Rufe Websites immer direkt auf, statt einem Link zu folgen. Informiere dich außerdem über weitere erschreckende Trends bei Phishing-Angriffen.

Tipp 9: Aktiviere Warnungen in der Banking-App und prüfe dein Konto

Prüfe regelmäßig dein Bankkonto und achte auf verdächtige Abbuchungen. Viele Banken erlauben es, automatische Warnmeldungen einzurichten – zum Beispiel wenn ein Kauf einen bestimmten Betrag übersteigt oder von außerhalb des Landes erfolgt.

So behältst du die Kontrolle, ohne dein Konto ständig manuell prüfen zu müssen. Richte diese Warnungen am besten noch heute ein. Weitere Tipps zum Schutz deiner Konten findest du in unserem Artikel Wie du deine Onlinekonten vor Angriffen schützen kannst.

Wie sicher ist dein Mobilgerät?

Malware für Mobilgeräte wird häufig bei Weihnachtseinkaufsbetrügereien eingesetzt. Wie gut ist dein Gerät vor bösartigen Apps und Malware geschützt? Kontaktiere unsere Experten für IT-Sicherheit für einen Sicherheitscheck durch pirenjo.IT. Vereinbare jetzt ein unverbindliches Kennenlerngespräch.

Wie erkenne ich eine sichere Website beim Online-Shopping?

Achte darauf, dass die URL mit „https://“ beginnt und ein Schlosssymbol in der Adressleiste erscheint. Fehlt das „S“, gib dort niemals deine Zahlungsdaten ein.

Was ist Typosquatting und wie schütze ich mich davor?

Typosquatting bezeichnet gefälschte Websites, deren Domain echten Adressen zum Verwechseln ähnlichsieht – etwa „amazonn.com“. Prüfe die URL immer sorgfältig, bevor du mit dem Einkauf beginnst.

Bietet pirenjo.IT in Stuttgart einen Sicherheitscheck für Mobilgeräte an?

Ja, pirenjo.IT führt für Unternehmen im Raum Stuttgart Sicherheitschecks für Mobilgeräte und Endpoints durch. Vereinbare ein unverbindliches Kennenlerngespräch, um den Schutzstatus deiner Geräte zu prüfen.

Ist es sicher, mit PayPal oder Apple Pay in Online-Shops einzukaufen?

Wallet-Dienste wie PayPal, Apple Pay oder Google Pay sind sicherer als die direkte Eingabe deiner Kartendaten, weil der Händler deine Zahlungsinformationen nicht direkt erhält. Nutze diese Dienste, wo immer sie verfügbar sind.

Können Unternehmen aus Waiblingen ihre Mitarbeitenden gegen Phishing-Angriffe absichern?

Ja, pirenjo.IT bietet Unternehmen in Waiblingen und dem Rems-Murr-Kreis gezielte Security-Awareness-Schulungen und technische Schutzmaßnahmen gegen Phishing an. Frag direkt nach einem passenden Paket für dein Team.

Computer mit Malware infiziert? Das sind die Anzeichen!

Computer mit Malware infiziert? Titel

Erkennst du die Anzeichen einer Malware-Infektion nicht rechtzeitig, kann ein einziger kompromittierter PC dein gesamtes Netzwerk gefährden. Laut aktuellen Studien benötigen rund ein Drittel der betroffenen Unternehmen eine Woche oder länger, um nach einer Malware-Infektion wieder vollständigen Zugriff auf ihre Daten und Systeme zu erhalten – und die Bedrohungslage wird 2026 nicht kleiner.

Malware ist ein Oberbegriff für viele verschiedene Arten von bösartigem Code: Viren, Ransomware, Spyware, Trojaner, Adware, Keylogger und mehr. Je länger Malware unkontrolliert auf einem System verbleibt, desto mehr Schaden richtet sie an. Wird ein infizierter Computer nicht sofort erkannt und isoliert, kann er in kürzester Zeit weitere Geräte im Netzwerk kompromittieren – ein besonders kritisches Risiko für Unternehmen im Raum Stuttgart und Waiblingen. Dieser Artikel zeigt dir die wichtigsten Malware-Anzeichen, damit du sofort handeln und dein Risiko verringern kannst.

7 Warnsignale: So erkennst du eine Malware-Infektion

Viele Infektionen bleiben tagelang unbemerkt – nicht weil die Anzeichen fehlen, sondern weil niemand aktiv hinschaut. Wer ein Monitoring hat, erkennt den Angriff in Minuten, nicht in Wochen.

Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

1. Seltsame Popups auf dem Desktop

Verdächtige Popups sind oft eines der ersten Malware-Anzeichen, die Nutzer bemerken. Einige Formen von Malware tarnen sich als Antivirenprogramm oder als Garantiehinweis auf dem Bildschirm. Hacker imitieren dabei gezielt Elemente, die Benutzer von legitimen Programmen kennen – dadurch neigt man eher dazu, etwas zu bestätigen, ohne darüber nachzudenken.

Wenn du eine seltsame Benachrichtigung über die Erneuerung eines Antiviren-Abonnements oder eine Garantieverlängerung siehst, die keinen Sinn ergibt, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass dein PC mit Adware oder einer anderen Art von Malware infiziert wurde. Besonders 2025/2026 setzen Angreifer laut aktuellen Sicherheitsberichten vermehrt auf täuschend echte System-Warnungen, die offizielle Windows- oder macOS-Dialoge imitieren.

Klicke in keinem Fall auf solche Popups – auch nicht auf „Schließen“ oder „Abbrechen“ innerhalb des Popup-Fensters selbst, da selbst diese Schaltflächen Schadcode ausführen können. Öffne stattdessen den Task-Manager und beende den Browser-Prozess direkt.

2. Plötzlich langsamer PC

Computer können aus verschiedenen Gründen langsamer werden – zu viele Browser-Tabs, ein speicherintensives Programm, oder schlicht ein voller Arbeitsspeicher. In der Regel kennst du deinen Computer und weißt, was ihn normalerweise verlangsamt. Wenn du ein neues, ungewöhnlich träges Verhalten bemerkst, könnte Schadsoftware die Ursache sein.

Ein typisches Beispiel: Du hast nur Notepad geöffnet, und der PC friert trotzdem ein oder die CPU-Auslastung liegt dauerhaft bei 80-100 %. Wenn Malware im Hintergrund läuft, verbraucht sie oft erhebliche Systemressourcen – etwa für Krypto-Mining (sogenannte „Cryptojacking“-Angriffe), die laut aktuellen Sicherheitsberichten auch 2026 weiterhin stark zunehmen. Ein Blick in den Task-Manager hilft: Prozesse mit kryptischen Namen oder ungewöhnlich hohem Ressourcenverbrauch sind verdächtig. Findest du dort nichts Auffälliges, können spezialisierte Tools wie Malwarebytes tieferliegende Prozesse sichtbar machen, die der normale Task-Manager verbirgt.

3. Anwendungen stürzen wiederholt ab

Anwendungen stürzen nicht einfach aus heiterem Himmel ab – dafür gibt es immer einen Grund. Entweder ist die Software fehlerhaft, es gab ein Problem mit einem Update, oder etwas bringt die Dateien der Anwendung durcheinander. Wenn Anwendungen plötzlich und wiederholt abstürzen und du gezwungen bist, sie oder das gesamte System neu zu starten, ist das ein verräterisches Zeichen dafür, dass ein Virus, Trojaner oder anderer bösartiger Code eingeschleust wurde.

Besonders auffällig: Wenn dein Antivirenprogramm selbst abstürzt oder sich nicht mehr öffnen lässt, ist das ein starkes Indiz für eine aktive Infektion – manche Schadprogramme deaktivieren gezielt Sicherheitssoftware, um unentdeckt zu bleiben. Achte in diesem Fall auch darauf, ob Windows Defender oder andere Schutzmechanismen sich nicht mehr aktivieren lassen, da dies ein typisches Verhalten moderner Malware-Varianten ist.

4. Browser-Startseite wird umgeleitet

Wenn du deinen Browser öffnest und auf einer anderen Homepage landest als gewohnt, solltest du deinen PC sofort auf Malware untersuchen lassen. Die Umleitung der Startseite ist ein gängiges Malware-Anzeichen und ein gängiger Trick bestimmter Malware-Arten – besonders verbreitet bei sogenannten Browser-Hijackern, die 2025/2026 oft als scheinbar nützliche Browser-Erweiterungen oder KI-Tools verbreitet werden.

Die Malware ändert dabei die Systemeinstellung für deine Standard-Browser-Startseite. Das kann dich zu einer Website mit Popup-Werbung oder zu einer Phishing-Website führen, die darauf ausgelegt ist, deine Zugangsdaten zu stehlen. Die Startseite in den Einstellungen manuell zurückzusetzen löst das Problem nicht dauerhaft – die Malware überschreibt die Einstellungen nach einem Neustart erneut. Mehr dazu, wie du deine Onlinekonten zusätzlich absicherst, erfährst du in unserem Artikel Wie du deine Onlinekonten vor Angriffen schützen kannst.

5. Plötzliche und unerklärliche Neustarts

Eine lästige Eigenschaft bestimmter Arten von bösartigem Code ist, dass er das System ohne Vorwarnung neu startet. Das kann dazu führen, dass gerade geleistete Arbeit verloren geht, und es wird schwierig, überhaupt etwas zu Ende zu bringen. Plötzliche Neustarts entstehen, wenn Malware zentrale Systemdateien manipuliert oder instabil macht – das Betriebssystem reagiert darauf mit einem Neustart, um einen vollständigen Absturz zu verhindern.

Wiederholte unerwartete Neustarts ohne erkennbaren technischen Grund sind daher ein ernstzunehmendes Warnsignal. Prüfe in der Windows-Ereignisanzeige (Ereignisprotokoll) unter „Kritisch“ und „Fehler“, ob dort ungewöhnliche Einträge rund um den Zeitpunkt der Neustarts auftauchen – das gibt dir einen ersten Hinweis auf die Ursache.

6. Unbekannte Programme oder Prozesse

Malware installiert häufig zusätzliche Software im Hintergrund – ohne dein Wissen und ohne deine Zustimmung. Wenn du in der Liste der installierten Programme oder im Task-Manager Einträge siehst, die du nicht kennst und nicht selbst installiert hast, solltest du das ernst nehmen. Besonders verdächtig sind Programme ohne Herstellerangabe, mit kryptischen Namen oder mit einem sehr alten bzw. sehr aktuellen Installationsdatum, das nicht zu deinen Aktivitäten passt.

Lösche solche Programme nicht einfach manuell, ohne vorher zu prüfen, was dahintersteckt – manche Malware hinterlässt beim Entfernen weitere Schadkomponenten oder stellt sich nach dem nächsten Neustart automatisch wieder her. Lass im Zweifel einen IT-Spezialisten einen vollständigen Scan durchführen, bevor du eingreifst.

7. Unerklärlicher Anstieg des Netzwerkverkehrs

Viele Malware-Arten kommunizieren im Hintergrund mit externen Servern – um gestohlene Daten zu übermitteln, Befehle zu empfangen oder weitere Schadkomponenten nachzuladen. Ein ungewöhnlich hoher Netzwerkverkehr zu unbekannten Zielen, auch wenn keine Anwendungen aktiv genutzt werden, ist ein starkes Warnsignal. Besonders Ransomware und Spyware sind auf diese Art der Hintergrundkommunikation angewiesen.

Prüfe den Netzwerkverkehr mit dem Windows-Ressourcenmonitor oder Tools wie Wireshark. Verbindungen zu unbekannten IP-Adressen oder Domains – vor allem in der Nacht oder außerhalb der Geschäftszeiten – sollten sofort untersucht werden. Für Unternehmen im Raum Stuttgart und Waiblingen empfehlen wir ein professionelles Netzwerk-Monitoring, das solche Anomalien automatisch erkennt und meldet.

Was tun, wenn du Malware-Anzeichen erkennst?

Wenn du eines oder mehrere dieser Warnsignale bei deinem Computer feststellst, ist schnelles Handeln entscheidend. Trenne den betroffenen Rechner sofort vom Netzwerk – sowohl vom WLAN als auch vom LAN-Kabel – um eine weitere Ausbreitung auf andere Geräte zu verhindern. Starte danach keinen vollständigen Malware-Scan über eine möglicherweise bereits kompromittierte Sicherheitssoftware, sondern nutze einen bootfähigen Rescue-Scanner (z.B. Kaspersky Rescue Disk oder Malwarebytes), der das System von außen prüft.

Für Unternehmen gilt: Informiere sofort dein IT-Team oder deinen IT-Dienstleister. Je früher ein Vorfall gemeldet wird, desto geringer ist der Schaden. pirenjo.IT unterstützt Unternehmen im Raum Stuttgart und Waiblingen bei der schnellen Analyse, Bereinigung und Absicherung nach einer Malware-Infektion – melde dich gerne direkt bei uns.

Häufige Fragen zu Malware-Anzeichen (FAQ)

Woran erkenne ich, ob mein PC mit Malware infiziert ist?

Die häufigsten Malware-Anzeichen sind: plötzliche PC-Verlangsamung ohne erkennbaren Grund, unbekannte Popups oder Warnmeldungen, umgeleitete Browser-Startseite, unerklärliche Neustarts, abstürzende Anwendungen sowie unbekannte Programme oder Prozesse im Task-Manager. Tritt mehreres davon gleichzeitig auf, ist eine Infektion sehr wahrscheinlich. Im Zweifel solltest du deinen PC sofort vom Netzwerk trennen und einen IT-Spezialisten hinzuziehen.

Kann Malware aktiv sein, ohne dass ich etwas bemerke?

Ja – und das ist eine der größten Gefahren. Moderne Malware, insbesondere Spyware und fortgeschrittene Ransomware, ist darauf ausgelegt, möglichst lange unentdeckt zu bleiben. Laut aktuellen Studien vergehen im Durchschnitt mehrere Wochen bis Monate, bevor eine Infektion in Unternehmen bemerkt wird. Regelmäßige automatisierte Scans, ein Netzwerk-Monitoring und ein professionell verwaltetes Endpoint-Security-System helfen dabei, Infektionen frühzeitig zu erkennen – auch wenn keine offensichtlichen Anzeichen sichtbar sind.

Was ist der Unterschied zwischen einem Virus und Malware?

Malware ist der Oberbegriff für alle Arten von Schadsoftware – ein Virus ist nur eine davon. Weitere Malware-Arten sind unter anderem Trojaner, Ransomware, Spyware, Adware, Keylogger und Würmer. Jede Art hat eine andere Funktionsweise und ein anderes Ziel: Während ein klassischer Virus sich selbst repliziert und andere Dateien infiziert, stiehlt Spyware im Hintergrund Daten, und Ransomware verschlüsselt deine Dateien und fordert Lösegeld. Für einen effektiven Schutz brauchst du eine Sicherheitslösung, die alle diese Varianten abdeckt.

Hilft ein Antiviren-Programm gegen alle Malware-Arten?

Ein Antivirenprogramm ist ein wichtiger Basisschutz, reicht alleine aber nicht aus. Moderne Malware ist oft so gestaltet, dass sie gängige Signatur-basierte Scanner umgeht – etwa durch sogenannte dateilose Malware (Fileless Malware), die ausschließlich im Arbeitsspeicher läuft und keine erkennbaren Dateispuren hinterlässt. Ergänzend empfehlen wir eine mehrschichtige Sicherheitsstrategie: regelmäßige Updates, eine Firewall, Netzwerk-Monitoring, sichere Passwörter und regelmäßige Backups nach der 3-2-1-Regel. Für Unternehmen ist ein verwaltetes Endpoint-Security-System der zuverlässigste Schutz.

Was kostet eine professionelle Malware-Bereinigung?

Die Kosten einer professionellen Malware-Bereinigung hängen stark vom Ausmaß der Infektion ab. Ein einzelner befallener PC lässt sich oft in wenigen Stunden bereinigen. Ist Malware jedoch tief im System verankert oder hat sie sich bereits auf mehrere Geräte im Netzwerk ausgebreitet, kann der Aufwand deutlich steigen – hinzu kommen mögliche Datenverluste und Ausfallzeiten. Generell gilt: Prävention ist immer günstiger als Reaktion. Sprich uns gerne direkt an – wir erstellen dir ein transparentes Angebot für die Absicherung deiner IT-Infrastruktur im Raum Stuttgart und Waiblingen.

Diese 6 veralteten Tools solltest du nicht mehr verwenden

6 Tools die man nicht mehr verwenden sollte.

Technologie verändert sich schnell – und was gestern noch Standard war, ist heute ein Sicherheitsrisiko. Tools wie der Internet Explorer oder Adobe Flash haben ihren Zenit längst überschritten. Wer sie trotzdem noch einsetzt, öffnet Angreifern Tür und Tor.

Dieser Artikel zeigt dir, welche 6 veralteten Tools du so bald wie möglich ersetzen solltest – und warum das Warten auf „noch läuft ja alles“ kein Plan ist.

Warum veraltete Software ein konkretes Risiko ist

Veraltete Software und Hardware erhalten keine Sicherheitsupdates mehr. Genau diese Updates schließen neu entdeckte Schwachstellen – ohne sie bleibt das System ein leichtes Ziel. Rund 1 von 3 Datenschutzverletzungen geht auf ungepatchte Systemschwachstellen zurück.

Dazu kommen handfeste Geschäftsrisiken: Kompatibilitätsprobleme zwischen alter und neuer Software bremsen das Team aus, Datenschutzbestimmungen lassen sich schwerer einhalten, und die Wettbewerbsfähigkeit leidet. 49 % der befragten Arbeitnehmer geben an, dass sie einen Jobwechsel wegen schlechter Technologie in Betracht ziehen würden.

Welche 6 veralteten Tools du ersetzen solltest

Wer auf veraltete Software setzt, spart am falschen Ende – und zahlt meistens doppelt, wenn es zu spät ist.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Internet Explorer – seit Juni 2022 ohne Support

Vor einigen Jahren war der Internet Explorer (IE) der meistgenutzte Browser weltweit. Mit der Zeit überholten ihn Google Chrome und schließlich sein eigener Nachfolger, Microsoft Edge.

Microsoft Edge wurde 2015 eingeführt und hat den IE schrittweise verdrängt. Seit dem 15. Juni 2022 wird der Internet Explorer nicht mehr unterstützt – keine Sicherheitsupdates, kein Patch, keine Hilfe bei Problemen.

Adobe Flash Player – seit Januar 2021 abgekündigt

In den frühen 2000er Jahren lief Adobe Flash auf Millionen von Websites. Animationen, interaktive Inhalte, Videos – Flash war allgegenwärtig. Moderne Technologien wie HTML5 haben diese Funktionen längst übernommen und Flash damit überflüssig gemacht.

Seit dem 1. Januar 2021 stellt Adobe keine Sicherheitsupdates mehr bereit. Hast du den Flash Player noch auf einem deiner Rechner installiert? Dann deinstalliere das Browser-Plugin und jegliche Flash-Software sofort.

Windows 7 und ältere Versionen – aktives Angriffsziel

Windows 7 war eines der beliebtesten Betriebssysteme aller Zeiten – aber es hat ausgedient. Seit dem 14. Januar 2020 liefert Microsoft keine Sicherheits-Patches mehr. Windows 10 und Windows 11 sind längst der neue Standard.

Technisch mag Windows 7 noch funktionieren. Sicherheitstechnisch ist es ein offenes Scheunentor. Angreifer suchen aktiv nach Systemen, auf denen diese Version noch läuft – du kannst davon ausgehen, dass dein Rechner früher oder später gefunden wird.

Ob sich ein Update auf Windows 11 für dein Unternehmen lohnt, zeigt dir unser Artikel Lohnt sich ein Update auf Windows 11?.

macOS 10.14 Mojave und ältere Versionen – Hardware erneuern

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Auch veraltete macOS-Versionen erhalten keine Sicherheitsupdates mehr. Weil iMacs und MacBooks teuer sind, halten viele sie so lange wie möglich. Das Problem: Ab einem bestimmten Alter bekommt die Hardware keine macOS-Updates mehr – und bleibt dauerhaft auf einer nicht mehr unterstützten Version hängen.

Wer macOS 10.14 Mojave oder früher nutzt, wird von Apple nicht mehr mit Patches versorgt. In diesem Fall hilft kein Software-Update mehr – du musst die Hardware erneuern.

Oracle 18c Datenbank – Support seit Juni 2021 beendet

Setzt dein Unternehmen Oracle-Datenbanken ein? Dann prüfe deine aktuelle Version. Die Unterstützung für Oracle 18c endete im Juni 2021. Ungepatchte Schwachstellen machen Sicherheitsverletzungen wahrscheinlich – nicht möglich, wahrscheinlich.

Hast du bereits auf eine neuere Version gewechselt, behalte das nächste Supportende im Blick. Sowohl Oracle 19c als auch 21c haben im April 2024 den Support verloren.

Microsoft SQL Server 2014 – Support seit Juli 2024 vollständig eingestellt

SQL Server 2014 ist ein weiteres verbreitetes Datenbanktool, das seinen Ablauf erreicht hat. Der Mainstream-Support war bereits früher beendet – im Juli 2024 wurde auch der Extended Support eingestellt, inklusive Sicherheitsupdates.

Ein frühzeitiges Upgrade gibt dir Zeit zum Testen und Überprüfen. Kein böses Erwachen, wenn das nächste Sicherheitsproblem auftaucht.

Technologie aufrüsten – ohne Risiko und Überraschungen

Upgrades wirken beängstigend, vor allem wenn bisher alles funktioniert hat. Bedenken wegen Migration oder Kompatibilität sind verständlich. Die IT-Profis von pirenjo.IT helfen dir, deine Technologie sauber aufzurüsten und anschließend gründlich zu testen. Vereinbare jetzt ein 15-minütiges Erstgespräch.

Wie pirenjo.IT Unternehmen im Raum Stuttgart rundum betreut, zeigt die Managed Services Seite. Welche Sicherheitslücken durch veraltete Systeme konkret entstehen, erklärt unser Artikel zu den 6 Sicherheitslücken in der Cybersicherheit.

Wie gefährlich ist es, Windows 7 noch im Unternehmen zu betreiben?

Sehr gefährlich – Windows 7 erhält seit Januar 2020 keine Sicherheits-Patches mehr und ist ein aktives Angriffsziel für Cyberkriminelle. Jedes System, das noch damit läuft, ist ein offenes Einfallstor ins Netzwerk.

Was passiert, wenn ich Adobe Flash Player nicht deinstalliere?

Adobe Flash erhält seit Januar 2021 keine Sicherheitsupdates mehr. Ungepatchte Schwachstellen im Flash Player können Angreifern direkten Zugriff auf dein System ermöglichen – deinstalliere das Plugin sofort.

Kann ein IT-Dienstleister in Stuttgart beim Upgrade auf Windows 11 helfen?

Ja – pirenjo.IT begleitet Unternehmen im Raum Stuttgart beim strukturierten Umstieg auf Windows 11, inklusive Kompatibilitätsprüfung, Migration und Test. Vereinbare einfach ein 15-minütiges Erstgespräch.

Wie erkenne ich, ob meine Oracle-Datenbank noch unterstützt wird?

Prüfe die Versionsnummer in deiner Oracle-Umgebung und gleiche sie mit der Oracle Lifetime Support Policy ab. Oracle 18c ist seit Juni 2021 nicht mehr unterstützt – ein Upgrade auf eine aktuelle Version ist zwingend.

Bietet pirenjo.IT in Waiblingen auch Unterstützung bei veralteten Mac-Systemen an?

Ja – pirenjo.IT unterstützt Unternehmen in Waiblingen und Umgebung bei der Bewertung und Erneuerung veralteter Apple-Hardware, die keine macOS-Updates mehr erhält. Sprich uns direkt an.