Erschreckende Trends bei Phishing-Angriffen in 2022

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Erschreckende Trends bei Phishing-Angriffen in 2022
Erschreckende Trends bei Phishing - Titelbild

Im Jahr 2020 waren 75 % der Unternehmen weltweit von einem Phishing-Angriff betroffen. Phishing ist nach wie vor eine der größten Gefahren für die Funktionsfähigkeit deines Unternehmens – denn es ist die häufigste Angriffsmethode für alle Arten von Cyberangriffen.

Eine einzige Phishing-E-Mail kann dafür verantwortlich sein, dass ein Unternehmen von Ransomware befallen wird und kostspielige Ausfallzeiten in Kauf nehmen muss. Sie kann auch dazu führen, dass ein Benutzer unwissentlich Anmeldedaten weitergibt – die Angreifer dann für gezielte Attacken auf Kunden nutzen.

Phishing nutzt menschliches Versagen aus. Viele Angriffe verwenden ausgeklügelte Taktiken, um Empfänger zur Preisgabe von Informationen oder zur Infektion eines Netzwerks mit Malware zu verleiten. Die besten Schutzmaßnahmen sind E-Mail-Filter, DNS-Filter, Virenschutz der nächsten Generation und fortlaufende Mitarbeiterschulungen zur Cybersicherheit.

Um deine Mitarbeitenden richtig zu schulen und sicherzustellen, dass deine IT-Sicherheit auf die neuesten Bedrohungen abgestimmt ist, musst du wissen, welche neuen Phishing-Gefahren auf dich zukommen. Hier sind die wichtigsten Phishing-Trends, auf die du 2022 achten solltest.

Phishing ist kein reines E-Mail-Problem mehr. Die Angriffe kommen heute über SMS, kompromittierte Geschäftskonten und gefälschte Unternehmensidentitäten – und sie werden gezielter.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Phishing per Textnachricht auf dem Vormarsch

Viele Menschen sind gegenüber Textnachrichten weniger misstrauisch als gegenüber unerwarteten E-Mails. Die meisten Phishing-Schulungen konzentrieren sich auf die E-Mail-Form des Phishings, da diese bisher am weitesten verbreitet war.

Cyberkriminelle nutzen inzwischen die leichte Verfügbarkeit von Mobiltelefonnummern und setzen Textnachrichten für Phishing-Angriffe ein. Diese Art von Phishing – auch „Smishing“ genannt – nimmt stetig zu.

Einzelhändler und Dienstleistungsunternehmen nutzen Textnachrichten vermehrt für Verkaufs- und Lieferhinweise. Das macht es für Smishing-Angreifer einfacher, eine Versandmitteilung vorzutäuschen und den Nutzer dazu zu bringen, auf eine verkürzte URL zu klicken.

Kompromittierte Geschäfts-E-Mails als wachsende Einnahmequelle

Ransomware war in den letzten Jahren eine wachsende Bedrohung – vor allem weil sie für kriminelle Gruppen eine große Einnahmequelle darstellt. Eine neue Form des Angriffs beginnt ebenfalls lukrativ zu werden und nimmt daher zu.

Die Kompromittierung von Geschäfts-E-Mails (Business Email Compromise, BEC) ist auf dem Vormarsch. Angreifer nutzen sie, um mit Dingen wie Geschenkkartenbetrug und gefälschten Überweisungsanforderungen Geld zu verdienen.

Wer sich Zugang zu einem geschäftlichen E-Mail-Konto verschafft, kann sehr überzeugende Phishing-Nachrichten an Mitarbeitende, Kunden und Lieferanten senden. Die Empfänger vertrauen der bekannten Absenderadresse sofort – und genau das macht diese Angriffe so wirksam.

Spear-Phishing trifft heute auch kleine Unternehmen

43 % aller Datenschutzverletzungen zielen auf kleine und mittelständische Unternehmen ab. Und 40 % der kleinen Unternehmen, die Opfer eines Angriffs werden, haben mindestens acht Stunden Ausfallzeit als direkte Folge davon. Kein Unternehmen ist zu klein, um ins Visier genommen zu werden.

Spear-Phishing ist eine gefährlichere Form des Phishings, da es gezielt und nicht allgemein eingesetzt wird. Es ist auch die Methode, die bei BEC-Angriffen zum Einsatz kommt.

Früher wurde Spear-Phishing vor allem gegen größere Unternehmen eingesetzt, da ein maßgeschneiderter Angriff mehr Vorbereitungszeit erfordert. Da große kriminelle Gruppen ihre Prozesse effizienter gestalten, können sie heute jeden ins Visier nehmen – und kleine Unternehmen erhalten Angriffe, die für ihre Mitarbeitenden schwerer als Betrug zu erkennen sind.

Initial Access Broker als Spezialisierung im Untergrund

Große kriminelle Gruppen optimieren ihre Angriffe kontinuierlich – sie behandeln Cyberkriminalität wie ein Geschäft und arbeiten daran, sie profitabler zu machen. Eine Möglichkeit dazu ist der Einsatz externer Spezialisten, sogenannter Initial Access Broker.

Dabei handelt es sich um eine spezielle Art von Hackern, die sich ausschließlich darauf konzentrieren, den ersten Zugang zu einem Netzwerk oder Unternehmenskonto zu erhalten. Der zunehmende Einsatz dieser Spezialisten macht Phishing-Angriffe noch gefährlicher und für Benutzer noch schwieriger zu erkennen.

Gefälschte Unternehmensidentitäten als Vertrauensfalle

Da Nutzer vorsichtiger gegenüber E-Mails von unbekannten Absendern werden, geben sich Phishing-Angreifer zunehmend als bekannte Unternehmen aus. Eine Phishing-E-Mail sieht dann aus wie eine legitime Nachricht eines Unternehmens, das der Empfänger kennt oder mit dem er Geschäfte macht.

Amazon ist ein häufiges Ziel solcher Imitationsversuche – aber es trifft auch kleinere Unternehmen. So wurden beispielsweise Kundenlisten von Website-Hosting-Anbietern geknackt. Die betroffenen Kunden erhielten daraufhin E-Mails, die sie aufforderten, sich bei einem Konto anzumelden, um ein angeblich dringendes Problem zu beheben.

Ist dein Unternehmen ausreichend vor Phishing-Angriffen geschützt?

Eine mehrschichtige Strategie ist entscheidend, wenn es darum geht, dich gegen eine der größten Gefahren für dein Unternehmen zu schützen. Beginne mit einem Cybersicherheitsaudit, um deine aktuelle Sicherheitslage zu überprüfen und Verbesserungsmöglichkeiten zu ermitteln. Mehr dazu, welche Maßnahmen konkret helfen, erfährst du in unserem Artikel zu den 5 größten Schwachpunkten der IT-Sicherheit in Unternehmen.

Unsere IT-Experten von pirenjo.IT helfen dir in einem unverbindlichen 15-minütigen Telefonat gerne weiter. Wer früh handelt, vermeidet teure Ausfälle. Wer wartet, zahlt am Ende deutlich mehr.

Was ist der Unterschied zwischen Phishing und Spear-Phishing?

Phishing richtet sich wahllos an viele Empfänger gleichzeitig, während Spear-Phishing gezielt auf eine bestimmte Person oder ein bestimmtes Unternehmen zugeschnitten ist. Spear-Phishing ist schwerer zu erkennen, weil die Nachrichten persönliche Details enthalten und vertrauenswürdig wirken.

Was ist Smishing und wie erkenne ich es?

Smishing ist Phishing per SMS – Angreifer täuschen dabei häufig Paketbenachrichtigungen oder Kontowarnungen vor. Misstraue verkürzten URLs in unerwarteten Textnachrichten und ruf im Zweifel direkt beim Absender an.

Wie schützt pirenjo.IT Unternehmen in Stuttgart vor Phishing-Angriffen?

pirenjo.IT bietet Unternehmen in Stuttgart und der Region mehrschichtige Schutzlösungen – von E-Mail-Filterung und DNS-Schutz bis zu regelmäßigen Security-Awareness-Trainings für Mitarbeitende. Vereinbare ein unverbindliches 15-minütiges Erstgespräch, um deine aktuelle Sicherheitslage zu prüfen.

Was ist Business Email Compromise (BEC) und wie verbreitet ist es?

Bei BEC verschaffen sich Angreifer Zugang zu einem echten Geschäftskonto und versenden darüber täuschend echte Phishing-Nachrichten an Mitarbeitende, Kunden und Lieferanten. Wer die Absenderadresse kennt, vertraut der E-Mail sofort – das macht BEC besonders gefährlich.

Welche Phishing-Schutzmaßnahmen empfiehlt pirenjo.IT für KMU in Waiblingen?

Für kleine und mittelständische Unternehmen in Waiblingen empfiehlt pirenjo.IT mindestens E-Mail-Filterung, DNS-Schutz und halbjährliche Mitarbeiterschulungen zur Cybersicherheit. 43 % aller Datenschutzverletzungen treffen KMU – ein Basisschutz ist daher kein Luxus, sondern Pflicht.

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