Man würde nicht denken, dass ein Kinderspielzeug zur Preisgabe persönlicher Daten führen kann. Aber genau das passiert regelmäßig. Was ist mit deinem Mülleimer, der draußen steht? Er kann eine Fundgrube für einen Identitätsdieb sein, der nachts in der Nachbarschaft unterwegs ist.
Viele Alltagsgegenstände werden beim Thema Datensicherheit übersehen, weil die meisten Menschen ihren Fokus auf Computer und Cloud-Konten legen. Sichere Passwörter und ein Virenschutzprogramm für den PC sind wichtig – aber es gibt weitere Wege, über die Hacker und Diebe an deine persönlichen Daten gelangen. Dieser Artikel zeigt dir sechs gängige Alltagsgegenstände, über die Kriminelle deine Daten stehlen können.
6 Alltagsgegenstände, die Identitätsdiebstahl ermöglichen
Alte Smartphones als unterschätzte Datenschleuder
Menschen ersetzen ihre Smartphones etwa alle zweieinhalb Jahre. Das sind eine Menge alter Geräte, auf denen persönliche Daten schlummern.
Denk an alles, was auf deinem Mobiltelefon gespeichert ist: synchronisierte Cloud-Dienste, Banking-Apps, Business-Apps und persönliche Gesundheits-Apps. Mit der fortschreitenden Chiptechnologie speichern Smartphones heute auch Dokumente, Tabellen, Fotos und Videos.
Ein Cyberkrimineller stößt leicht auf ein altes Smartphone – in Wohltätigkeitsläden oder im Müll. Stelle sicher, dass du alte Smartphones ordnungsgemäß bereinigst, indem du alle Daten vollständig löschst. Elektronische Geräte gehören außerdem nicht in den normalen Hausmüll, sondern zu einer zertifizierten Recycling-Stelle.
Drahtlose Drucker als Einfallstor ins Netzwerk
Die meisten Drucker sind heute kabellos und damit Teil deines Heim- oder Arbeitsnetzwerks. Von einem anderen Raum aus zu drucken ist praktisch – aber die Internetverbindung des Druckers ist gleichzeitig ein Risiko für deine Daten.
Auf Druckern können sensible Dokumente wie Steuerunterlagen oder Verträge gespeichert sein. Die meisten Menschen denken beim Thema Datensicherheitsmaßnahmen nicht an Drucker – das macht sie anfällig. Ein Hacker kann Daten vom Drucker abrufen oder ihn als Brücke nutzen, um in andere Geräte im selben Netzwerk einzudringen.
Schütze deinen Drucker, indem du die Firmware regelmäßig aktualisierst und Updates sofort einspielst. Schalte ihn aus, wenn du ihn nicht brauchst – ein ausgeschalteter Drucker ist für Hacker nicht erreichbar.
USB-Sticks unbekannter Herkunft als Malware-Köder
Hast du schon einmal einen USB-Stick herumliegen gesehen? Vielleicht dachtest du, du hast ein kostenloses Speichermedium gefunden – oder du wolltest als hilfsbereiter Finder herausfinden, wem er gehört. Beides klingt nachvollziehbar, ist aber gefährlich.
Schließe niemals ein USB-Gerät unbekannter Herkunft an deinen Computer an. Das ist ein alter Trick von Hackern: Sie platzieren Malware auf Sticks und lassen sie als Köder liegen. Sobald du den Stick anschließt, kann er dein Gerät infizieren.
Alte Festplatten mit ungelöschten Restdaten
Wenn du einen alten Computer oder ein Wechsellaufwerk entsorgst, reicht es nicht aus, nur deine Dateien zu löschen. Auf Computerfestplatten können weitere persönliche Daten in System- und Programmdateien verbleiben.
Bist du noch in einem Browser angemeldet, sind viele deiner persönlichen Daten in Gefahr – Browser speichern Passwörter, Kreditkartendaten, Besuchsverlauf und mehr. Lass dir am besten von einem IT-Fachmann helfen, der dein Computerlaufwerk ordnungsgemäß löscht. Danach kannst du es sicher entsorgen, spenden oder weiterverwenden.
Die Mülltonne als Informationsquelle für Kriminelle
Kriminelle Identitätsdiebe sind nicht nur online aktiv. Sie durchsuchen auch tagsüber Mülltonnen in der Nachbarschaft – besonders an Abholtagen. Was du entsorgst, kann bares Geld für Betrüger sein.
Dein Müll kann bereits genehmigte Kreditkartenangebote enthalten, die du als Junk-Mail abgetan hast. Dazu kommen alte Kontoauszüge und Versicherungsunterlagen. Jeder dieser Gegenstände liefert Dieben Informationen, um Betrug zu begehen oder sich als dich auszugeben.
Ein Aktenvernichter ist hier dein bester Schutz. Schreddere alle Dokumente mit persönlichen Informationen, bevor du sie wegwirfst. Dieser eine zusätzliche Schritt kann dich vor einem kostspieligen Vorfall bewahren.
IoT-Spielzeug für Kinder als Angriffsziel
Elektronische Bären, smarte Kinderuhren, Barbies mit WLAN-Anbindung – alles Spielzeuge, die Hacker gezielt ins Visier nehmen. Bei der Hello Barbie von Mattel wurde festgestellt, dass sie den Diebstahl persönlicher Daten ermöglicht – ein Hacker konnte sogar das Mikrofon nutzen, um Familien auszuspionieren.
Eltern finden diese vernetzten Spielzeuge oft cool und denken dabei nicht an Datensicherheit. Weil es sich „nur“ um Kinderspielzeug handelt, ist die Sicherheit oft schwächer – und Cyberkriminelle wissen das. Genau deshalb haben sie es gezielt auf diese IoT-Geräte abgesehen.
Sei bei allen internetfähigen Geräten, die du ins Haus holst, kritisch – auch bei Spielzeug. Installiere alle Firmware-Updates und prüfe vorab, ob das Gerät bereits von einer Datenschutzverletzung betroffen war. Mehr dazu, wie du deine Onlinekonten und vernetzten Geräte schützen kannst, findest du in unserem Leitfaden.
IT-Sicherheitsprüfung für dein Zuhause – und ruhiger schlafen
Lass nicht zu, dass der Gedanke an Identitätsdiebstahl dich nachts wach hält. Ruf uns noch heute an und vereinbare ein Kennenlerngespräch. Eine IT-Sicherheitsprüfung durch unsere Experten von pirenjo.IT gibt dir Klarheit darüber, wo deine Schwachstellen liegen – und wie du sie schließt.
Führe über die Geräteeinstellungen einen vollständigen Werksreset durch und entferne vorher alle verknüpften Konten. Bei Unsicherheit hilft ein IT-Fachmann, das Gerät sicher zu bereinigen.
Schreddere alles mit Namen, Adresse, Kontonummern, Versicherungsdaten oder Unterschriften – also Kontoauszüge, Kreditkartenangebote, Arztbriefe und Verträge. Ein Aktenvernichter mit Kreuzschnitt bietet den besten Schutz.
Ja – pirenjo.IT bietet Unternehmen im Raum Stuttgart gezielte IT-Sicherheitsprüfungen an, die auch Drucker, IoT-Geräte und Endgeräte umfassen. Vereinbare einfach ein kostenloses Erstgespräch.
Prüfe beim Hersteller, ob es bekannte Sicherheitsvorfälle oder Firmware-Updates gibt, und vermeide Geräte ohne regelmäßige Update-Versorgung. Sicherheitsportale wie das BSI veröffentlichen Warnungen zu betroffenen Produkten.
In Waiblingen nimmst du elektronische Altgeräte beim Wertstoffhof des Rems-Murr-Kreises ab – für eine zertifizierte Datenlöschung vor der Entsorgung empfiehlt sich zusätzlich ein IT-Dienstleister wie pirenjo.IT.
