So wichtig ist die Sicherheit virtualisierter Infrastrukturen

So wichtig ist die Sicherheit virtueller Infrastrukturen - Titelbild

Eine marode virtuelle Infrastruktur birgt Risiken für jedes Unternehmen. Und sie kann erhebliche Auswirkungen darauf haben, wie schnell du nach einem Angriff deine Daten wiederherstellst und den Betrieb wieder aufnimmst.

Viele Unternehmen nutzen heute eine virtualisierte Infrastruktur für eine einfachere Datenspeicherung. Dieser Ansatz ist physischen Lösungen aufgrund der größeren Flexibilität, der einfachen Bereitstellung und der günstigeren Preise überlegen.

Dieses Modell erfordert jedoch auch ein umfassendes Sicherheitskonzept. Das Risiko eines Datenverlusts ist deutlich größer, da viele Tools und Praktiken zum Schutz physischer Daten in der virtuellen Umgebung nahezu nutzlos sind. Virtuelle Bedrohungen sind anders – deshalb musst du über den traditionellen Perimeterschutz hinaus denken.

Dieser Artikel beleuchtet die drei häufigsten Sicherheitsprobleme bei der Virtualisierung und zeigt vier konkrete Maßnahmen, mit denen du deine Infrastruktur besser schützt.

Überlasse deine virtualisierte Infrastruktur nicht dem Zufall

Virtualisierungssicherheit ist für die Sicherheitsstrategie eines jeden Unternehmens von entscheidender Bedeutung. Wer virtuelle Umgebungen betreibt, muss die Sicherheit auf allen Ebenen berücksichtigen – nicht nur an der Oberfläche.

Wer seine virtuelle Infrastruktur mit denselben Mitteln schützt wie physische Server, schützt sie nicht – er schläft nur ruhiger.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Angriffe von außen als reale Gefahr

Angriffe von außen stellen eine echte Bedrohung für virtualisierte Infrastrukturen dar. Wenn Hacker in deine Host-Level- oder Serververwaltungssoftware eindringen, können sie leicht auf andere wichtige Teile deines Systems zugreifen.

Sie können zum Beispiel einen neuen Benutzer anlegen und diesem Administratorrechte zuweisen – diese Berechtigung ermöglicht es Cyberkriminellen, sensible Daten deines Unternehmens zu erlangen oder zu zerstören.

File Sharing und Copy-Pasting als Einfallstor

Das Filesharing von Host und virtueller Maschine (VM) ist normalerweise deaktiviert. Das Gleiche gilt für das Kopieren und Einfügen von Elementen zwischen der Remote-Verwaltungskonsole und der VM. Du kannst die Standardeinstellungen ändern, indem du das ESXi-Hostsystem anpasst – diese Maßnahme wird jedoch nicht empfohlen.

Wenn sich ein Hacker Zugang zu deiner Verwaltungskonsole verschafft, kann er Daten außerhalb deiner virtuellen Umgebung kopieren oder Malware in deiner virtuellen Maschine installieren. Kein Zugriff. Kein Copy-Paste. Sondern strikte Trennung.

Viren und Ransomware als häufigste Angriffsvektoren

Virtuelle Maschinen sind anfällig für viele Angriffe, wobei Ransomware zu den beliebtesten zählt. Aus diesem Grund ist es wichtig, regelmäßig Backups deiner Daten zu erstellen und sie an einem Ort zu speichern, an dem sie nicht von Hackern verschlüsselt werden können.

Versäumst du Backups, kannst du in eine Situation geraten, in der Hacker Geld für die Entschlüsselung deiner Daten verlangen. Die Wiederherstellung einer VM ist auch mit regelmäßigen Backups aufwendig – deshalb musst du deine Teammitglieder darüber aufklären, wie sie das Risiko von Ransomware und anderen Viren verringern können.

4 Maßnahmen zur Optimierung der Sicherheit deiner virtualisierten Infrastruktur

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Viele unserer Kunden in der Region Stuttgart und Waiblingen kommen zu uns, nachdem ein erster Vorfall passiert ist. Prävention kostet einen Bruchteil davon.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Über-Virtualisierung als unterschätztes Risiko

Die Über-Virtualisierung (engl. virtual sprawl) wird oft mit wachsenden virtuellen Umgebungen in Verbindung gebracht. Je mehr du expandierst, desto größer ist die Notwendigkeit, deine VMs zu sichern – die Anzahl der Maschinen kann jedoch deine Möglichkeiten dazu übersteigen.

Um diese virtuelle Auswucherung in den Griff zu bekommen, führe jederzeit ein Verzeichnis aller deiner Maschinen und richte Kontrollpunkte mit standortübergreifender Überwachung ein. Überwache die IP-Adressen, die Zugriff auf deine VMs haben, und richte sowohl lokale als auch externe Backups ein.

Prüfe deine virtuelle Umgebung regelmäßig, halte ein zentrales Protokoll über alle Hardware-Aktionen und erstelle einen Patch-Wartungsplan für alle Rechner, um sie auf dem neuesten Stand zu halten.

Konfigurationsfehler bei der Ersteinrichtung vermeiden

Wenn du virtuelle Server verwendest, riskierst du durch Konfigurationsfehler einiges. Bei der Ersteinrichtung musst du deshalb darauf achten, dass keine Sicherheitsrisiken bestehen – dazu gehören unnötige Ports, nutzlose Dienste und ähnliche Schwachstellen. Andernfalls erben alle deine virtuellen Maschinen dieselben Probleme.

Viele Unternehmen haben schlechte virtuelle Netzwerkkonfigurationen. Du kannst das vermeiden, indem du sicherstellst, dass alle virtuellen Anwendungen, die den Host aufrufen (und umgekehrt), ordnungsgemäß segmentiert sind. Das gilt auch für Datenbanken und alle Webdienste.

Die meisten Virtualisierungsplattformen bieten nur drei Switch-Sicherheitseinstellungen: gefälschte Übertragungen (forged transmits), MAC-Adressänderungen und Promiscuous Mode. Für virtuelle Systeme, die sich mit anderen Netzwerkbereichen verbinden, gibt es keinen Schutz.

Untersuche deshalb jede Virtualisierungsplattform, die diese Art von Kommunikation zulässt, einschließlich aller Speicherlecks, Copy-Paste-Funktionen und Gerätetreiber – und stelle die Systemüberwachungsfunktionen so ein, dass diese Bereiche aktiv überwacht werden.

Alle Teile der Infrastruktur absichern

Sichere alle Teile deiner Infrastruktur ordnungsgemäß ab. Dazu gehören die physischen Komponenten wie Switches, Hosts, physischer Speicher und Router sowie virtuelle und Gastsysteme. Vergiss dabei auch nicht deine Cloud-Systeme.

Installiere die neueste Firmware für deine Hosts – die virtualisierte Infrastruktur muss über die neuesten Sicherheits-Patches verfügen, also halte alle deine VMware-Tools auf dem neuesten Stand. Deine aktiven Netzwerkelemente wie Router, Switches und Lastverteiler sollten ebenfalls die neueste Firmware verwenden.

Plane Patch-Installationen für alle Betriebssysteme außerhalb der Arbeitszeiten mit automatischen Neustarts. Und installiere in allen virtualisierten Umgebungen eine zuverlässige Anti-Malware- und Anti-Virus-Software, die du regelmäßig aktualisierst.

Backup-Strategie als Überlebensfaktor

Ordnungsgemäße Disaster Recovery (DR) und Backup-Pläne sind entscheidend dafür, dass dein Unternehmen nach einem Angriff weiterarbeiten kann. Sowohl deine physischen als auch deine virtuellen Komponenten können durch Hackerangriffe oder andere Ereignisse gleichermaßen beschädigt werden.

Richte einen DR-Standort in einem weit entfernten Rechenzentrum oder in der Cloud ein. Auf diese Weise verminderst du das Risiko, für längere Zeit nicht produktiv sein zu können, wenn deine wichtigen Daten kompromittiert werden.

Erstelle außerdem ein Backup deiner VMs und deiner physischen Server. Du kannst sowohl deine physischen Systeme unter Windows oder Linux als auch deine VMs unter jedem Betriebssystem sichern. Erstelle mindestens drei Kopien deiner Daten, bewahre zwei davon an verschiedenen virtuellen Orten auf – und stelle sicher, dass du ein Backup außerhalb des Unternehmens hast. Wer noch einen draufsetzt, dupliziert seine VMs für Notfälle in einem anderen Rechenzentrum. Mehr zur richtigen Backup-Strategie findest du in unserem pragmatischen Leitfaden für KMU.

Räume der Sicherheit deiner virtuellen Infrastruktur Priorität ein

Wer der Sicherheit der virtualisierten Infrastruktur bisher wenig Bedeutung beigemessen hat, sollte das jetzt ändern. Angesichts der Vielzahl möglicher Bedrohungen ist der Schutz deiner VMs vor unbefugter Datenfreigabe, Viren und anderen Angriffen entscheidend.

Alle Aspekte deiner physischen und virtuellen Komponenten müssen geschützt werden. Wer IT-Sicherheit als Nebensache behandelt, zahlt im Ernstfall den vollen Preis. Wer sie als Grundlage versteht, schützt Betrieb, Daten und Planbarkeit gleichermaßen.

Du kannst unsere IT-Experten von pirenjo.IT für ein 15-minütiges Gespräch kontaktieren – wir besprechen gemeinsam, wie du die Sicherheit deiner virtualisierten Infrastruktur auf das nächste Level bringst.

Was sind die größten Sicherheitsrisiken bei virtualisierten Infrastrukturen?

Die häufigsten Risiken sind externe Angriffe auf die Serververwaltungssoftware, Konfigurationsfehler bei der Ersteinrichtung und Ransomware-Angriffe auf virtuelle Maschinen. Wer diese drei Bereiche absichert, schließt die kritischsten Einfallstore.

Wie viele Backup-Kopien sollte ich von meinen virtuellen Maschinen erstellen?

Erstelle mindestens drei Kopien deiner Daten, bewahre zwei davon an verschiedenen Orten auf – und eine davon außerhalb des Unternehmens. Diese 3-2-1-Regel gilt für physische wie für virtuelle Systeme gleichermaßen.

Unterstützt pirenjo.IT Unternehmen in Stuttgart bei der Absicherung virtualisierter Infrastrukturen?

Ja, pirenjo.IT betreut Unternehmen in Stuttgart und der gesamten Region beim Aufbau und der laufenden Absicherung virtualisierter Umgebungen. Vereinbare ein kostenloses 15-minütiges Erstgespräch, um deinen konkreten Bedarf zu besprechen.

Was ist virtual sprawl und warum ist er ein Sicherheitsrisiko?

Virtual sprawl bezeichnet unkontrolliertes Wachstum virtueller Maschinen, das die Übersicht und Verwaltbarkeit übersteigt. Je mehr VMs ohne Kontrolle laufen, desto größer ist die Angriffsfläche – und desto schwieriger wird ein vollständiges Backup.

Können Unternehmen in Waiblingen kurzfristig einen IT-Sicherheitscheck für ihre virtuelle Infrastruktur buchen?

Ja, pirenjo.IT bietet von Waiblingen aus kurzfristige IT-Sicherheitschecks für virtualisierte Umgebungen an. Über Calendly lässt sich ein erster Termin direkt online buchen.