Bedrohungsanalysen: So verringerst du dein Cybersecurity-Risiko!

Bedrohungsanalysen - Titel

Cyberkriminelle können laut aktuellen Studien in 93 % der Unternehmensnetzwerke eindringen. Das ist kein theoretisches Risiko – das betrifft Unternehmen jeder Größe, auch im Mittelstand. Wer seine Daten, Systeme und Prozesse schützen will, braucht mehr als eine Firewall.

Ein strukturierter Ansatz ist die Bedrohungsmodellierung: ein Prozess, bei dem du potenzielle Angriffsvektoren, Schwachstellen und Risiken systematisch identifizierst und priorisierst. Dieser Artikel zeigt dir, wie du ein Bedrohungsmodell aufbaust, welche Schritte dabei zählen, und warum das in keinem IT-Sicherheitskonzept fehlen darf.

Viele Unternehmen wissen nicht, was sie schützen müssen – bevor sie wissen, wer angreift. Bedrohungsmodellierung dreht diese Reihenfolge um.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Kritische Assets als Ausgangspunkt

Der erste Schritt besteht darin, die für dein Unternehmen wichtigsten Vermögenswerte zu ermitteln. Dazu gehören sensible Daten, geistiges Eigentum und Finanzinformationen. Worauf haben es Cyberkriminelle tatsächlich abgesehen?

Vergiss dabei nicht Phishing-relevante Zugänge – zum Beispiel die E-Mail-Konten deines Unternehmens. Die Kompromittierung von Unternehmens-E-Mails ist ein schnell wachsender Angriffsvektor, bei dem gekaperte Logins gezielt ausgenutzt werden.

Wer nicht weiß, welche Systeme kritisch sind, kann sie auch nicht sinnvoll absichern.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Bedrohungen benennen statt vermuten

Der nächste Schritt: potenzielle Bedrohungen für diese Vermögenswerte benennen. Gängige Angriffsmuster sind Phishing, Ransomware, Malware und Social Engineering. Dazu kommen Insider-Bedrohungen – also Szenarien, in denen Mitarbeitende oder Lieferanten Zugang zu sensiblen Informationen haben.

Bedrohungen entstehen nicht immer durch böse Absicht. Etwa 88 % aller Datenschutzverletzungen gehen auf menschliches Versagen zurück. Schwache Passwörter, unklare Richtlinien zur Cloud-Nutzung, fehlende Mitarbeiterschulung und schlechte BYOD-Richtlinien sind typische Schwachstellen. Alle vier sind vermeidbar – wenn du sie erst einmal erkannt hast.

Ein Klick auf den falschen Link kostet mehr als ein ganzes Jahr Security-Training.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen als Entscheidungsgrundlage

Sobald du die potenziellen Bedrohungen kennst, bewertest du Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen jeder einzelnen. Wie realistisch ist ein Angriff? Welche Folgen hätte er für Betrieb, Ruf und finanzielle Stabilität? Diese Einschätzung ist die Grundlage für jede sinnvolle Priorisierung.

Orientiere dich an aktuellen Cybersicherheitsstatistiken und einer gründlichen Schwachstellenanalyse. Diese Bewertung sollte ein externer IT-Dienstleister begleiten. Wer die Analyse nur intern durchführt, übersieht zwangsläufig blinde Flecken.

Nicht jede Bedrohung ist gleich wahrscheinlich – und nicht jede hat die gleichen Folgen. Wer priorisiert, gewinnt.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Maßnahmen nach Wirkung priorisieren

Die meisten Unternehmen können aus Zeit- und Kostengründen nicht alles auf einmal angehen. Deshalb priorisierst du Maßnahmen nach ihrer Wirkung: Zugangskontrollen, Firewalls, Systeme zur Angriffserkennung, Mitarbeiterschulungen und Endgeräteverwaltung gehören in den Fokus.

Entscheidend ist dabei nicht nur die Wirksamkeit, sondern auch die Kosteneffizienz. Maßnahmen sollten mit deinen Geschäftszielen übereinstimmen – Sicherheit und Betrieb müssen keine Gegensätze sein.

Wer alles gleichzeitig absichern will, sichert am Ende nichts richtig ab.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Kein einmaliges Projekt – kontinuierliche Aktualisierung

Bedrohungsmodellierung ist kein einmaliges Projekt. Cyber-Bedrohungen entwickeln sich ständig weiter – besonders durch den Einsatz von KI auf Angreiferseite. Unternehmen, die ihr Modell nicht regelmäßig aktualisieren, verlieren den Anschluss.

Plane feste Review-Zyklen ein und passe dein Bedrohungsmodell an neue Erkenntnisse an. Nur so bleiben deine Sicherheitsmaßnahmen wirksam und im Einklang mit deinen aktuellen Geschäftszielen.

[IMAGE_BLOCK_0]

Vorteile des Threat Modeling für Unternehmen

Bedrohungsmodellierung hilft dir, Risiken zu verstehen, bevor sie eintreten. Du erkennst Schwachstellen frühzeitig, priorisierst Gegenmaßnahmen sinnvoll und reduzierst die Wahrscheinlichkeit kostspieliger Sicherheitsvorfälle.

Threat Modeling ist keine Theorie. Es ist der direkteste Weg von „wir hoffen, nichts passiert“ zu „wir wissen, was wir tun“.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Lücken sichtbar machen statt raten

Bedrohungsmodellierung deckt Lücken in deinen Sicherheitsmaßnahmen auf und zeigt, wo Risikomanagementstrategien fehlen. Du bekommst ein konkretes Bild davon, welche Angriffsvektoren für dein Unternehmen relevant sind.

Eine kontinuierliche Bedrohungsmodellierung hält dich zudem gegenüber neuen Angriffsmustern wachsam. Wer sich auf den Status quo verlässt, unterschätzt, wie schnell sich die Bedrohungslage verändert.

Wer seine Angriffsfläche kennt, schläft ruhiger – und reagiert schneller.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Investieren wo es wirkt

Ein Risikomanagement, das sich an Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen orientiert, senkt die Kosten. Du investierst dort, wo der Schutzeffekt am größten ist – nicht nach Bauchgefühl, sondern nach Datenlage.

Das bedeutet auch: weniger Streuverluste. Ressourcen fließen in Maßnahmen, die tatsächlich etwas bewirken, und nicht in Security-Theater ohne messbaren Nutzen.

Sicherheit kostet Geld. Kein Plan kostet mehr.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Sicherheit und Betrieb in dieselbe Richtung

Bedrohungsmodellierung sorgt dafür, dass Sicherheitsmaßnahmen mit deinen Unternehmenszielen übereinstimmen. Das reduziert Reibung zwischen IT-Sicherheit und Betriebsabläufen. Sicherheit, Ziele und Prozesse ziehen in dieselbe Richtung.

IT-Sicherheit ist kein Bremsklotz – sie ist die Voraussetzung dafür, dass das Unternehmen überhaupt fahren kann.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Geringeres Risiko – und bessere Reaktion im Ernstfall

Gezielt eingesetzte Risikomanagementstrategien senken die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Angriffs. Und wenn doch etwas passiert, sind die Auswirkungen durch vorbereitete Maßnahmen deutlich geringer.

Das schützt nicht nur deine Daten – es schützt deinen Ruf, deine Prozesse und deine Kunden.

Jetzt mit der Bedrohungsanalyse starten

Unsere IT-Sicherheitsexperten von pirenjo.IT helfen dir dabei, ein strukturiertes Programm zur Bedrohungsmodellierung aufzubauen. Vereinbare noch heute einen Termin für ein Kennenlerngespräch und lass dich unverbindlich beraten.

Was ist Bedrohungsmodellierung und warum ist sie wichtig?

Bedrohungsmodellierung ist ein strukturierter Prozess, bei dem potenzielle Cyberbedrohungen und Schwachstellen systematisch identifiziert und priorisiert werden. Sie hilft Unternehmen, ihre Sicherheitsmaßnahmen gezielt dort einzusetzen, wo das Risiko am größten ist.

Wie oft sollte ein Bedrohungsmodell aktualisiert werden?

Plane mindestens einen jährlichen Review-Zyklus ein – nach größeren IT-Änderungen oder bekannt gewordenen Sicherheitsvorfällen in deiner Branche solltest du das Modell direkt anpassen.

Bietet pirenjo.IT Bedrohungsmodellierung für Unternehmen in Stuttgart an?

Ja, pirenjo.IT begleitet Unternehmen im Raum Stuttgart bei der strukturierten Bedrohungsanalyse – von der Identifikation kritischer Assets bis zur Priorisierung konkreter Schutzmaßnahmen.

Welche Rolle spielt menschliches Versagen bei Cyberangriffen?

Etwa 88 % aller Datenschutzverletzungen entstehen durch menschliches Versagen – zum Beispiel schwache Passwörter oder fehlende Mitarbeiterschulungen. Prüfe daher, ob dein Bedrohungsmodell auch interne Risiken durch Fehler abdeckt.

Kann pirenjo.IT kleine Unternehmen in Waiblingen bei der IT-Sicherheit unterstützen?

Ja, pirenjo.IT hat seinen Sitz in Waiblingen und unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in der Region mit maßgeschneiderten IT-Sicherheitskonzepten – inklusive Bedrohungsanalyse und konkreten Schutzmaßnahmen.

So machst du Drahtlosdrucker und dein Heimnetzwerk sicher!

Drahtlosdrucker und Heimnetzwerk sichern.

Viele Menschen machen sich Sorgen, dass jemand ihren Computer hacken könnte. Den drahtlosen Drucker haben die meisten dabei nicht auf dem Schirm – obwohl er oft genau dort steht, wo Hacker ansetzen. Ungesicherte Drucker sind eine klassische Einstiegstür ins Heimnetzwerk.

Cybernews hat das 2022 eindrücklich bewiesen: Fast 28.000 ungesicherte Drucker weltweit wurden absichtlich gekapert – mit einer Erfolgsquote von 56 Prozent. Die Drucker wurden anschließend dazu gebracht, einen Leitfaden zur Druckersicherheit auszudrucken. Ironischer geht es kaum.

Dieser Artikel zeigt dir sieben konkrete Maßnahmen, mit denen du deinen Drucker und dein Heimnetzwerk absicherst – von der Firmware bis zur Netzwerktrennung.

Ein Drucker, der im Hintergrund läuft und nie aktualisiert wird, ist für Angreifer oft die einfachste Tür ins Netzwerk.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Standard-Anmeldedaten sofort ändern

Wenn du einen neuen Drucker kaufst, wird er mit Standardeinstellungen ausgeliefert. Die Hersteller geben dir eine Möglichkeit, dein Gerät anzuschließen und einzurichten – dazu gehören in der Regel Standard-Anmeldeinformationen.

Ändere diese Standarddaten sofort bei der Einrichtung. Hacker verwenden eine Masterliste mit all diesen Standardeinstellungen und fügen sie in automatisierte Skripte ein – so lange, bis ein Treffer landet. Erstelle stattdessen ein sicheres Passwort mit mindestens 12 Zeichen, einer Mischung aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen.

Drucker-Firmware konsequent aktuell halten

Wie Computer, Software und Apps muss auch die Firmware deines Druckers regelmäßig aktualisiert werden. Diese Updates enthalten oft wichtige Sicherheits-Patches. Kein Update bedeutet offene Flanken.

Firmware-Updates sind nicht so offensichtlich wie Software-Updates – du bekommst in der Regel keine Popup-Benachrichtigung. Suche aktiv an drei Stellen: in der Dienstprogramm-App des PC-Herstellers auf einem angeschlossenen Gerät, direkt am Bedienfeld des Druckers und in der auf dem PC installierten App des Druckerherstellers.

Netzwerk-Firewall als aktive Kontrollinstanz

Eine Netzwerk-Firewall überwacht den Datenverkehr und blockiert verdächtige Aktivitäten, bevor sie Schaden anrichten. Konfiguriere die Firewall so, dass sie den ein- und ausgehenden Druckerverkehr explizit im Blick behält.

Drucker im Gastnetzwerk isolieren

Die meisten heutigen Router ermöglichen es dir, ein Gastnetzwerk einzurichten – ein separates WLAN, das über denselben Router läuft wie dein Hauptnetzwerk. So ist es für Hacker deutlich schwieriger, von einem Netzwerk zum anderen zu gelangen.

Du kannst trotzdem von Geräten im Hauptnetzwerk auf dem Drucker drucken – du musst nur alles richtig konfigurieren. Wer dabei Hilfe braucht, kann sich direkt an uns wenden. Mehr zu IoT-Geräten und Gastnetzwerken findest du auch in unserem Artikel Sicherheit zu Hause: Binde IoT-Geräte ins Gast-WLAN ein.

Ungenutzte Ports und Dienste abschalten

IoT-Geräte wie Drucker haben oft viele Anschlussmöglichkeiten – Ports und Dienste, die du möglicherweise gar nicht brauchst. Jeder offene Port ist ein potenzieller Einstiegspunkt für Angreifer.

Deaktiviere alles, was du nicht aktiv nutzt. Das reduziert die Angriffsfläche spürbar und kostet dich nur ein paar Minuten in den Druckereinstellungen.

Drucker bei Nichtgebrauch vom Netz trennen

Die meisten Heimdrucker werden nur selten benutzt – vielleicht einmal im Monat oder ein paar Mal im Jahr. Wenn du deinen Drucker nicht brauchst, steck ihn aus.

Ein ausgeschaltetes Gerät ist nicht erreichbar. Kein Strom, kein Zugriff – so einfach ist das.

Bewährte Cyber-Hygiene als Grundlage

Dein Drucker ist nur ein Gerät in deinem Netzwerk. Im Jahr 2022 lag die durchschnittliche Anzahl der angeschlossenen Geräte pro US-Haushalt bei 22. Jedes davon ist ein potenzieller Angriffspunkt – deshalb zählt das Gesamtbild.

Nutze immer sichere Passwörter mit mindestens 10 bis 12 Zeichen und einer Mischung aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen. Halte Software und Firmware auf allen Geräten aktuell, und setze wo immer möglich Multi-Faktor-Authentifizierung ein. Aktiviere Gerätefirewalls und stelle sicher, dass auf allen Geräten ein gutes Antivirenprogramm installiert ist.

Melde dich niemals über einen Link, den du per E-Mail oder SMS erhalten hast, bei einem Konto an. Lerne, wie du Phishing erkennst, und hol dir eine zweite Meinung, bevor du klickst. Lass mindestens alle ein bis zwei Jahre eine Sicherheitsüberprüfung von einem Profi durchführen.

Hol dir Hilfe bei der Sicherung deiner Daten

Die IT-Profis von pirenjo.IT helfen dir dabei, deine Daten zu schützen und deine Geräte sicher zu betreiben. Mach noch heute einen Termin für ein Kennenlerngespräch.

Wie oft sollte ich die Firmware meines Druckers aktualisieren?

Prüfe mindestens alle drei Monate, ob ein Firmware-Update verfügbar ist. Ein kurzer Blick in die Druckersoftware oder auf die Hersteller-Website reicht meistens aus.

Was ist ein Gastnetzwerk und warum ist es für Drucker sinnvoll?

Ein Gastnetzwerk ist ein separates WLAN über denselben Router – dein Drucker ist dort von Computern und Smartphones isoliert, sodass ein kompromittierter Drucker nicht auf deine sensiblen Daten zugreifen kann.

Kann pirenjo.IT in Stuttgart bei der Einrichtung eines sicheren Heimnetzwerks helfen?

Ja, pirenjo.IT betreut Privatkunden und kleine Unternehmen im Raum Stuttgart bei der sicheren Konfiguration von Heimnetzwerken – inklusive Drucker, Router und Firewall. Vereinbare einfach ein Kennenlerngespräch, um die Situation zu besprechen.

Welche Ports sollte ich an meinem Drucker deaktivieren?

Deaktiviere alle Ports und Dienste, die du nicht aktiv nutzt – dazu zählen häufig FTP, Telnet oder nicht benötigte USB-Sharing-Dienste. Frag einen IT-Profi, welche Dienste für deinen Einsatzzweck wirklich notwendig sind.

Bietet pirenjo.IT in Waiblingen auch Sicherheitsüberprüfungen für Heimnetzwerke an?

Ja, pirenjo.IT führt für Privathaushalte und Unternehmen in Waiblingen und der Region Rems-Murr regelmäßige Sicherheitschecks durch – dabei werden Drucker, Router, Endgeräte und Netzwerkkonfiguration auf Schwachstellen geprüft.

App Fatigue – warum sie ein Sicherheitsrisiko darstellt!

Frau am Laptop leidet unter App Fatigue.

Die meisten Abteilungen haben etwa 40-60 verschiedene digitale Tools im Einsatz – und die Zahl wächst weiter. 71 % der Mitarbeitenden sagen, dass sie so viele Apps verwenden, dass die Arbeit dadurch komplexer wird.

Viele der Apps, die täglich genutzt werden, bringen unzählige Benachrichtigungen mit sich: der Ping, wenn jemand deinen Namen in einem Teams-Kanal erwähnt, die Popup-Meldung bei einem verfügbaren Update, die Warnung bei Fehlern oder Sicherheitsproblemen. App Fatigue – also App-Müdigkeit – ist ein reales Problem und wird zunehmend zum Cybersicherheitsrisiko. Je mehr Menschen mit Benachrichtigungen überhäuft werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie diese ignorieren.

Dazu kommt: Jede neue App bedeutet auch ein neues Passwort. Mitarbeitende jonglieren bereits mit etwa 191 Passwörtern – mindestens 154 davon nutzen sie im Laufe eines Monats. Das trifft Produktivität und Cybersicherheit gleichermaßen.

Wie gefährdet App-Müdigkeit Unternehmen?

Wer zu viele Tools verwaltet, verliert den Überblick – und genau da entstehen Sicherheitslücken.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Ignorierte Updates als offene Angriffsfläche

Wenn digitale Benachrichtigungen die Arbeit ständig unterbrechen, entsteht das Gefühl, dauerhaft im Rückstand zu sein. Das führt dazu, dass Aufgaben ignoriert werden, die nicht unmittelbar dringend wirken – zum Beispiel die Installation eines App-Updates.

Mitarbeitende, die von zu vielen App-Benachrichtigungen überfordert sind, klicken Update-Hinweise einfach weg. Sie haben das Gefühl, gerade keine Zeit zu haben, und wissen nicht, wie lange die Installation dauert.

Das Ignorieren von App-Updates ist gefährlich. Viele dieser Updates enthalten wichtige Sicherheits-Patches für bekannte Sicherheitslücken. Werden sie nicht installiert, sind das Gerät und das gesamte Netzwerk angreifbarer – und ein erfolgreicher Cyberangriff wird deutlich wahrscheinlicher.

Ein ungepatchtes System ist eine offene Tür. Nicht böswillig – einfach vergessen.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Passwort-Wiederverwendung als strukturelles Risiko

Je mehr SaaS-Konten jemand anlegen muss, desto wahrscheinlicher ist die Wiederverwendung von Passwörtern. Schätzungen zufolge werden Passwörter in 64 % der Fälle wiederverwendet.

Die Offenlegung von Zugangsdaten ist eine der häufigsten Ursachen für Datenschutzverletzungen in der Cloud. Hacker knacken schwache Passwörter schnell – und wenn ein Passwort mehrfach verwendet wird, sind viele Konten gleichzeitig gefährdet.

Passwort-Wiederverwendung ist kein Fehler einzelner Mitarbeitender – es ist ein strukturelles Problem, das wir lösen müssen.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Abgeschaltete Warnungen als blinder Fleck

Einige Benachrichtigungen lassen sich deaktivieren – muss man wirklich jedes Mal informiert werden, wenn jemand auf einen Gruppen-Thread antwortet? Aber wichtige Sicherheitswarnungen abzuschalten ist keine gute Idee.

Es gibt einen Punkt, an dem eine weitere Push-Benachrichtigung einfach zu viel ist. Dann werden alle Benachrichtigungen abgeschaltet, die irgendwo zu finden sind. Das Problem: In der Masse stecken auch kritische Meldungen – zum Beispiel die Warnung einer Anti-Malware-App vor einem neu entdeckten Virus.

Was ist die Lösung für App-Müdigkeit?

Du kannst eine Strategie entwickeln, die Menschen die Kontrolle über ihre Technik zurückgibt – statt umgekehrt.

Weniger Tools, klare Regeln, automatisierte Updates – das ist keine Vereinfachung, das ist professionelle IT.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Weniger Apps, weniger Risiko

Sowohl aus Produktivitäts- als auch aus Sicherheitsperspektive gilt: Weniger Anwendungen sind besser. Je weniger Apps du hast, desto geringer das Risiko – und desto weniger Passwörter und Benachrichtigungen müssen verwaltet werden.

Schau dir die genutzten Tools an und prüfe, wo es Redundanzen gibt. Viele Unternehmen setzen zwei oder mehr Anwendungen ein, die dieselbe Funktion erfüllen könnten. Erwäge den Einsatz einer übergreifenden Plattform wie Microsoft 365 oder Google Workspace. Diese Plattformen bündeln mehrere Tools – und die Nutzenden brauchen nur eine einzige Anmeldung.

Zentral verwaltete Benachrichtigungen

Für die meisten Nutzenden ist es schwierig einzuschätzen, welche Benachrichtigungen wirklich wichtig sind. Richte App-Benachrichtigungen zentral ein. So wird sichergestellt, dass niemand bombardiert wird und trotzdem die wichtigen Meldungen ankommen.

Automatisierte Updates als Sicherheitsbasis

Eine bewährte Praxis in der Cybersicherheit ist die Automatisierung von Geräte- und Software-Updates. Damit wird der Prozess aus den Händen der Mitarbeitenden genommen – und die Produktivität steigt, weil unnötige Update-Hinweise wegfallen.

Die Automatisierung von Geräteaktualisierungen über eine verwaltete Servicelösung verbessert die Sicherheit spürbar. Außerdem sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass eine ungepatchte App dein Netzwerk gefährdet. Mehr dazu, wie ein strukturiertes IT-Sicherheitskonzept dabei hilft, findest du in unserem Leitfaden.

Offene Kommunikation über Warnmeldungen

Manche Mitarbeitenden schalten eine Benachrichtigung nicht ab, weil sie Konsequenzen fürchten. Manager bemerken oft gar nicht, dass die ständigen Unterbrechungen durch App-Benachrichtigungen die Produktivität bremsen.

Sprich mit deinem Team und mach klar, dass offen kommuniziert werden kann. Diskutiert gemeinsam, wie Alarme sinnvoll genutzt werden und welche Wege zur Verwaltung von Warnmeldungen den Arbeitsalltag produktiver machen. Wer dabei Orientierung braucht, findet in einem Awareness Training für Mitarbeitende einen guten Einstieg.

Brauchst du Hilfe bei der Eindämmung deiner Cloud-App-Umgebung?

Cloud-Tools können schnell außer Kontrolle geraten. Lass dir bei der Konsolidierung und Optimierung deiner Cloud-App-Umgebung helfen. Mach noch heute ein kostenloses Kennenlerngespräch aus und lass dich von unseren Cloud-Spezialisten beraten. Bei pirenjo.IT bist du an der richtigen Adresse für die Optimierung deiner Cloud-Umgebung.

Was ist App Fatigue und warum ist sie ein Sicherheitsrisiko?

App Fatigue beschreibt die Überforderung durch zu viele Apps und Benachrichtigungen. Mitarbeitende ignorieren dadurch wichtige Sicherheitswarnungen und Updates – und öffnen Angreifern Tür und Tor.

Wie viele Apps nutzen Mitarbeitende durchschnittlich?

Die meisten Abteilungen setzen 40-60 verschiedene digitale Tools ein. 71 % der Mitarbeitenden geben an, dass diese Zahl ihre Arbeit komplexer macht.

Wie können Unternehmen in Stuttgart App Fatigue reduzieren?

Stuttgarter Unternehmen können mit einer zentralen Plattform wie Microsoft 365 redundante Tools ablösen und App-Benachrichtigungen durch ihr IT-Team zentral einrichten lassen. pirenjo.IT unterstützt dabei mit einer kostenlosen Erstberatung.

Warum ist Passwort-Wiederverwendung durch App Fatigue so gefährlich?

Passwörter werden in 64 % der Fälle wiederverwendet. Wird ein Passwort geknackt, sind damit sofort mehrere Konten kompromittiert – ein häufiger Einstiegspunkt für Datenschutzverletzungen in der Cloud.

Welche IT-Dienstleister in Waiblingen helfen bei der Optimierung von Cloud-App-Umgebungen?

pirenjo.IT aus Waiblingen spezialisiert sich auf die Konsolidierung und Verwaltung von Cloud-App-Umgebungen für KMU. Vereinbare ein kostenloses Kennenlerngespräch, um deine Tool-Landschaft zu analysieren und zu verschlanken.

Push-Bombing: So verhinderst du es!

Explodierender Kopf eines Mannes mit Smartphone symbolisiert Push-Bombing.

Die Übernahme von Cloud-Konten ist zu einem ernsten Problem für Unternehmen geworden. Zwischen 2019 und 2021 stieg die Zahl der Kontoübernahmen (ATO) um 307 %. Denk daran, wie viele Vorgänge in deinem Unternehmen einen Benutzernamen und ein Passwort erfordern – Mitarbeitende melden sich täglich bei zahlreichen Systemen und Cloud-Anwendungen an, und genau das machen Hacker sich zunutze.

Dieser Artikel erklärt, wie Push-Bombing funktioniert, warum selbst MFA keinen vollständigen Schutz bietet, und welche Maßnahmen dein Unternehmen konkret ergreifen kann.

Multi-Faktor-Authentifizierung als erste Verteidigungslinie

Viele Organisationen verwenden die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Sie ist eine bewährte Methode, um Angreifer zu stoppen, die sich Zugang zu Benutzernamen und Passwörtern verschafft haben. MFA schützt Cloud-Konten seit Jahren zuverlässig.

Aber gerade diese Effektivität hat Hacker zu Workarounds verleitet. Eine dieser Methoden zur Umgehung der MFA ist Push-Bombing.

Wie Push-Bombing funktioniert

Wenn ein Benutzer die MFA für ein Konto aktiviert, erhält er nach der Eingabe seiner Anmeldedaten eine Autorisierungsanfrage – üblicherweise per SMS, als Popup-Fenster auf dem Gerät oder als App-Benachrichtigung. Das Empfangen dieser Anfrage ist ein normaler Bestandteil des Anmeldevorgangs und etwas, das Benutzer kennen und dem sie vertrauen.

Beim Push-Bombing beginnen Hacker mit den Anmeldedaten des Benutzers, die sie durch Phishing oder aus gestohlenen Datensätzen erhalten haben. Sie nutzen den Push-Benachrichtigungsprozess aus, indem sie mehrfach hintereinander Anmeldeversuche starten. Dadurch erhält der legitime Benutzer mehrere Push-Benachrichtigungen in kurzer Folge.

Viele Menschen hinterfragen den Erhalt eines unerwarteten Codes zunächst kritisch. Wird jemand jedoch mit diesen Codes bombardiert, kann es leicht passieren, dass er versehentlich auf „Genehmigen“ tippt. Push-Bombing ist ein Social-Engineering-Angriff, der darauf abzielt, den Benutzer zu verwirren und zu zermürben, bis er dem Hacker unbeabsichtigt Zugang gewährt.

5 Maßnahmen gegen Push-Bombing in deinem Unternehmen

Wer MFA aktiviert hat, fühlt sich oft sicher – und unterschätzt genau deshalb Angriffe wie Push-Bombing. Sicherheit entsteht nicht durch eine einzige Maßnahme, sondern durch mehrere Schutzebenen, die ineinandergreifen.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Mitarbeitende als entscheidender Sicherheitsfaktor

Wenn ein Benutzer einen Push-Bombing-Angriff erlebt, kann das verstörend und verwirrend sein. Wer im Vorfeld geschult wurde, ist besser darauf vorbereitet, sich zu verteidigen.

Informiere dein Team darüber, was Push-Bombing ist und wie es funktioniert. Schule alle im richtigen Umgang mit MFA-Benachrichtigungen, die nicht angefordert wurden. Gib deinen Mitarbeitenden außerdem die Möglichkeit, solche Angriffe zu melden – so kann dein IT-Sicherheitsteam andere Benutzer warnen und die Anmeldedaten aller gezielt schützen.

Weniger Apps, weniger Angriffsfläche

Im Durchschnitt nutzen Mitarbeitende pro Tag 36 verschiedene Cloud-basierte Dienste. Das ist eine Menge an Anmeldungen, die es zu verwalten gilt. Je mehr Logins jemand täglich nutzt, desto größer ist das Risiko eines gestohlenen Passworts.

Schau dir an, wie viele Anwendungen dein Unternehmen tatsächlich einsetzt, und suche aktiv nach Möglichkeiten, die Anwendungsflut zu verringern. Plattformen wie Microsoft 365 und Google Workspace bündeln viele Tools hinter einem einzigen Login. Das vereinfacht deine Cloud-Umgebung und verbessert gleichzeitig Sicherheit und Produktivität.

Phishing-resistente MFA als zuverlässiger Schutz

Du kannst Push-Bombing-Angriffe gezielt vereiteln, indem du zu einer anderen Form der MFA wechselst. Phishing-resistente MFA verwendet einen Passkey auf dem Gerät oder einen physischen Sicherheitsschlüssel zur Authentifizierung – ohne Push-Benachrichtigung, die genehmigt werden müsste.

Diese Lösung ist aufwändiger einzurichten, aber sie ist auch sicherer als text- oder appbasierte MFA. Wer Push-Bombing dauerhaft ausschließen will, kommt an phishing-resistenten Methoden nicht vorbei.

Starke Passwortrichtlinien als Grundlage

Damit Hacker mehrere Push-Benachrichtigungen senden können, brauchen sie zunächst die Anmeldedaten des Benutzers. Starke Passwortrichtlinien verringern die Wahrscheinlichkeit, dass ein Passwort überhaupt geknackt wird.

[IMAGE_BLOCK_0]

Zu den bewährten Standards gehören mindestens ein Groß- und ein Kleinbuchstabe, eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen, der Verzicht auf persönliche Informationen im Passwort, sichere Aufbewahrung der Zugangsdaten und keine Wiederverwendung von Passwörtern für mehrere Konten. Wer das konsequent umsetzt, entzieht Angreifern bereits im ersten Schritt die Grundlage. Mehr dazu, wie du deine Konten generell absichern kannst, zeigt dieser Artikel über den Vergleich der sichersten MFA-Methoden.

Identitätsmanagement-Lösung als zentrale Schutzebene

Fortschrittliche Identitätsmanagement-Lösungen fassen alle Anmeldungen in einer einzigen Lösung zusammen. Benutzer verwalten dann nur noch eine Anmeldung und eine MFA-Eingabeaufforderung statt mehrerer. Das reduziert die Angriffsfläche erheblich.

Darüber hinaus ermöglichen solche Lösungen kontextbezogene Anmeldungsrichtlinien. Das System kann automatisch Anmeldeversuche außerhalb eines bestimmten geografischen Bereichs blockieren, Anmeldungen zu ungewöhnlichen Zeiten unterbinden, und eingreifen, wenn andere kontextbezogene Faktoren nicht erfüllt sind. Das schafft echte Planbarkeit in der Zugangssicherheit.

Brauchst du Hilfe bei der Verbesserung deiner Identitäts- und Zugangssicherheit?

Die Multi-Faktor-Authentifizierung allein reicht nicht aus. Unternehmen brauchen mehrere Schutzebenen, um das Risiko eines Cloud-Angriffs zu verringern. Vereinbare noch heute einen Termin für ein Kennenlerngespräch – die IT-Sicherheitsexperten von pirenjo.IT machen deine Online-Konten bombensicher.

Was ist Push-Bombing und wie erkenne ich es?

Push-Bombing liegt vor, wenn du innerhalb kurzer Zeit mehrere MFA-Genehmigungsanfragen erhältst, obwohl du dich gerade nicht anmeldest. Brich den Vorgang sofort ab, genehmige nichts und melde den Vorfall deinem IT-Team.

Welche MFA-Methode schützt am besten vor Push-Bombing?

Phishing-resistente MFA mit einem Passkey auf dem Gerät oder einem physischen Sicherheitsschlüssel ist am sichersten, weil es keine genehmigungspflichtige Push-Benachrichtigung gibt. SMS-basierte oder app-basierte MFA bleibt anfällig für Push-Bombing.

Wie schützt pirenjo.IT Unternehmen in Stuttgart vor Kontoübernahmen?

pirenjo.IT analysiert für Unternehmen im Raum Stuttgart die bestehende Zugangs- und MFA-Infrastruktur und empfiehlt konkrete Maßnahmen – von phishing-resistenter MFA bis hin zu Identitätsmanagement-Lösungen mit kontextbezogenen Richtlinien.

Hilft ein Passwortmanager dabei, Push-Bombing zu verhindern?

Ein Passwortmanager hilft indirekt: Er sorgt für starke, einzigartige Passwörter pro Konto und reduziert damit die Wahrscheinlichkeit, dass Anmeldedaten überhaupt in fremde Hände gelangen. Ohne Zugangsdaten können Hacker keinen Push-Bombing-Angriff starten.

Kann pirenjo.IT Mitarbeitende in Waiblingen im Umgang mit MFA-Angriffen schulen?

Ja – pirenjo.IT bietet Security-Awareness-Schulungen für Unternehmen in Waiblingen und dem Rems-Murr-Kreis an, in denen Mitarbeitende lernen, Push-Bombing und andere Social-Engineering-Angriffe zu erkennen und richtig zu reagieren.