Die steigende Zahl an Mitarbeitenden, die im Home-Office arbeiten, führt leider auch vermehrt zu speziellen Cyberattacken auf Unternehmen. Besonders Phishing-Attacken sind eine beliebte Methode der Hacker, um an wertvolle Informationen zu kommen.
Ein Problem ist die Isolation, die das Arbeiten im Home-Office oftmals mit sich bringt. Es ist schlichtweg nicht möglich, verdächtige Anrufe oder E-Mails kurz mit Kolleginnen und Kollegen zu besprechen. Im klassischen Bürosetting hat man meistens jemanden, mit dem man Rücksprache halten kann – und vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei.
Ransomware weiterhin größtes Risiko
Mittlerweile ist der Zugriff per Remote auf Unternehmensdaten Standard geworden. Das führt dazu, dass Cyberkriminelle immer häufiger Schwachstellen in diesem Umfeld ins Visier nehmen. Untersuchungen haben ergeben, dass die größte Bedrohung dabei von Ransomware ausgeht.
Kriminelle versuchen dabei, deine IT-Systeme mit Schadsoftware wie Erpressungstrojanern zu infizieren. Mit deren Hilfe werden deine IT-Systeme verschlüsselt, Kundendaten abgegriffen und am Ende für eine eventuelle Entschlüsselung Lösegeld von dir verlangt.
Das solltest du jedoch niemals bezahlen, wie auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät. Damit würdest du Kriminelle nur in ihren Machenschaften bestätigen.
Voice-Phishing (Vishing) im Home-Office nimmt zu
Die Erpressung nach Phishing-Angriffen ist nach wie vor ein äußerst lukratives Geschäft für Cyberkriminelle. Ein Hauptziel stellen dabei die IT-Verantwortlichen der Unternehmen dar. Je nach Größe des Unternehmens sind die Verantwortlichen mehr oder weniger gut darin geschult, Angriffe schnell zu erkennen und richtig zu handeln.
Für viele Mitarbeitende sind solche Angriffe daher – wenn überhaupt – nur sehr schwer zu entlarven. Wer allein im Home-Office sitzt, ist stärker gefährdet, Opfer eines sogenannten Voice-Phishing-Angriffs (Vishing) zu werden. Dabei versuchen Angreifer, sensible Informationen per Telefon abzugreifen.
[IMAGE_BLOCK_0]Mitarbeitende im Home-Office sollten für Phishing sensibilisiert sein.
7 Tipps für ein sicheres Home-Office
Viele Angriffe gelingen nicht durch technische Lücken – sondern weil ein Mensch im Stress einen Moment lang nicht aufgepasst hat. Awareness ist die erste und wichtigste Verteidigungslinie.
– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT
Bewusstsein schärfen und Schulungen als Pflicht
Mach dir bewusst, dass Cyberkriminelle jederzeit versuchen könnten, über dich Zugang zu sensiblen Unternehmensdaten zu bekommen. Nimm daher regelmäßig an Schulungen teil – das ist keine Kür, sondern Pflicht.
Verdächtige Kontakte sofort melden
Solltest du unsicher sein, ob du Opfer einer Phishing-Attacke geworden bist, melde dies unverzüglich deinem IT-Verantwortlichen. Leite die entsprechende E-Mail direkt weiter. Und wenn du das Gefühl hast, am Telefon kritische Informationen weitergegeben zu haben, melde auch das sofort deinem Ansprechpartner.
Keine persönlichen Daten über digitale Kanäle teilen
Teile niemals persönliche Informationen wie Kreditkartendaten, Transaktionsnummern oder Passwörter per E-Mail, Telefon, Messenger-Dienste oder Social Media. Das mag selbstverständlich klingen – aber im Home-Office ist man anfälliger für Täuschungen, Beeinflussungen und Manipulationen.
Keine Links in E-Mails zu Login-Seiten anklicken
Verzichte generell darauf, auf Links in E-Mails zu klicken, die dich auf eine Log-In-Seite führen. Nutze stattdessen die Favoritenliste deines Browsers oder rufe die gesuchte Seite direkt über die Startseite der betreffenden Organisation auf. Wer diesen einen Schritt konsequent einhält, schließt eine der häufigsten Einfallstore für Angreifer.
SMS-Links als Warnsignal
Klicke nie auf Links, die du per SMS erhältst. Den Absender einer SMS zu fälschen ist technisch sehr einfach. SMS-Phishing (Smishing) fordert dich typischerweise auf, einem Link zu folgen oder eine Nummer anzurufen. Rufe stattdessen die Internetseite des vermeintlichen Absenders direkt auf und nutze offizielle Kanäle für Rückfragen.
Downloads nur aus vertrauenswürdigen Quellen
Starte nie einen Download direkt aus einer E-Mail heraus, außer du bist dir absolut sicher, dass die Mail von einem vertrauenswürdigen Absender stammt. Im Zweifelsfall kontaktiere den Absender telefonisch und frag nach, ob die E-Mail tatsächlich von ihm kommt.
E-Mail-Anhänge mit Bedacht öffnen
Bevor du angehängte Dateien in einer E-Mail öffnest, vergewissere dich, dass die Mail von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt. Kontaktiere im Zweifel den Absender per Telefon – kurz nachfragen kostet wenig, ein Sicherheitsvorfall kostet viel mehr.
Weitere Hinweise, wie du deine Onlinekonten zusätzlich absichern kannst, findest du in unserem Artikel Wie du deine Onlinekonten vor Angriffen schützen kannst. Wer tiefer in das Thema IT-Sicherheit einsteigen möchte, findet in unserem IT-Sicherheitskonzept-Leitfaden einen guten nächsten Schritt.
Klicke niemals auf Links in E-Mails, die dich auf eine Login-Seite führen, und gib keine sensiblen Daten per Telefon weiter. Im Zweifel ruf den vermeintlichen Absender direkt an, bevor du handelst.
Vishing (Voice-Phishing) bedeutet, dass Angreifer per Telefon versuchen, sensible Informationen wie Passwörter oder Zugangsdaten von dir zu erfragen. Ein seriöser Arbeitgeber oder Dienstleister wird dich niemals unaufgefordert nach solchen Daten am Telefon fragen.
Ja, pirenjo.IT aus Waiblingen bietet Security-Awareness-Schulungen für Unternehmen im Raum Waiblingen und Rems-Murr-Kreis an. Sprich uns direkt an, um ein passendes Format für dein Team zu besprechen.
Trenne das Gerät sofort vom Netzwerk und informiere umgehend deinen IT-Verantwortlichen. Je schneller die Reaktion, desto geringer ist der mögliche Schaden.
Ja, pirenjo.IT unterstützt Unternehmen im Raum Stuttgart mit IT-Sicherheitsanalysen, die gezielt Home-Office-Infrastrukturen und Remote-Zugänge unter die Lupe nehmen. Nimm einfach Kontakt auf, um eine erste Einschätzung zu erhalten.