Viele Menschen machen sich Sorgen, dass jemand ihren Computer hacken könnte. Den drahtlosen Drucker haben die meisten dabei nicht auf dem Schirm – obwohl er oft genau dort steht, wo Hacker ansetzen. Ungesicherte Drucker sind eine klassische Einstiegstür ins Heimnetzwerk.
Cybernews hat das 2022 eindrücklich bewiesen: Fast 28.000 ungesicherte Drucker weltweit wurden absichtlich gekapert – mit einer Erfolgsquote von 56 Prozent. Die Drucker wurden anschließend dazu gebracht, einen Leitfaden zur Druckersicherheit auszudrucken. Ironischer geht es kaum.
Dieser Artikel zeigt dir sieben konkrete Maßnahmen, mit denen du deinen Drucker und dein Heimnetzwerk absicherst – von der Firmware bis zur Netzwerktrennung.
Ein Drucker, der im Hintergrund läuft und nie aktualisiert wird, ist für Angreifer oft die einfachste Tür ins Netzwerk.
– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT
Standard-Anmeldedaten sofort ändern
Wenn du einen neuen Drucker kaufst, wird er mit Standardeinstellungen ausgeliefert. Die Hersteller geben dir eine Möglichkeit, dein Gerät anzuschließen und einzurichten – dazu gehören in der Regel Standard-Anmeldeinformationen.
Ändere diese Standarddaten sofort bei der Einrichtung. Hacker verwenden eine Masterliste mit all diesen Standardeinstellungen und fügen sie in automatisierte Skripte ein – so lange, bis ein Treffer landet. Erstelle stattdessen ein sicheres Passwort mit mindestens 12 Zeichen, einer Mischung aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen.
Drucker-Firmware konsequent aktuell halten
Wie Computer, Software und Apps muss auch die Firmware deines Druckers regelmäßig aktualisiert werden. Diese Updates enthalten oft wichtige Sicherheits-Patches. Kein Update bedeutet offene Flanken.
Firmware-Updates sind nicht so offensichtlich wie Software-Updates – du bekommst in der Regel keine Popup-Benachrichtigung. Suche aktiv an drei Stellen: in der Dienstprogramm-App des PC-Herstellers auf einem angeschlossenen Gerät, direkt am Bedienfeld des Druckers und in der auf dem PC installierten App des Druckerherstellers.
Netzwerk-Firewall als aktive Kontrollinstanz
Eine Netzwerk-Firewall überwacht den Datenverkehr und blockiert verdächtige Aktivitäten, bevor sie Schaden anrichten. Konfiguriere die Firewall so, dass sie den ein- und ausgehenden Druckerverkehr explizit im Blick behält.
Drucker im Gastnetzwerk isolieren
Die meisten heutigen Router ermöglichen es dir, ein Gastnetzwerk einzurichten – ein separates WLAN, das über denselben Router läuft wie dein Hauptnetzwerk. So ist es für Hacker deutlich schwieriger, von einem Netzwerk zum anderen zu gelangen.
Du kannst trotzdem von Geräten im Hauptnetzwerk auf dem Drucker drucken – du musst nur alles richtig konfigurieren. Wer dabei Hilfe braucht, kann sich direkt an uns wenden. Mehr zu IoT-Geräten und Gastnetzwerken findest du auch in unserem Artikel Sicherheit zu Hause: Binde IoT-Geräte ins Gast-WLAN ein.
Ungenutzte Ports und Dienste abschalten
IoT-Geräte wie Drucker haben oft viele Anschlussmöglichkeiten – Ports und Dienste, die du möglicherweise gar nicht brauchst. Jeder offene Port ist ein potenzieller Einstiegspunkt für Angreifer.
Deaktiviere alles, was du nicht aktiv nutzt. Das reduziert die Angriffsfläche spürbar und kostet dich nur ein paar Minuten in den Druckereinstellungen.
Drucker bei Nichtgebrauch vom Netz trennen
Die meisten Heimdrucker werden nur selten benutzt – vielleicht einmal im Monat oder ein paar Mal im Jahr. Wenn du deinen Drucker nicht brauchst, steck ihn aus.
Ein ausgeschaltetes Gerät ist nicht erreichbar. Kein Strom, kein Zugriff – so einfach ist das.
Bewährte Cyber-Hygiene als Grundlage
Dein Drucker ist nur ein Gerät in deinem Netzwerk. Im Jahr 2022 lag die durchschnittliche Anzahl der angeschlossenen Geräte pro US-Haushalt bei 22. Jedes davon ist ein potenzieller Angriffspunkt – deshalb zählt das Gesamtbild.
Nutze immer sichere Passwörter mit mindestens 10 bis 12 Zeichen und einer Mischung aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen. Halte Software und Firmware auf allen Geräten aktuell, und setze wo immer möglich Multi-Faktor-Authentifizierung ein. Aktiviere Gerätefirewalls und stelle sicher, dass auf allen Geräten ein gutes Antivirenprogramm installiert ist.
Melde dich niemals über einen Link, den du per E-Mail oder SMS erhalten hast, bei einem Konto an. Lerne, wie du Phishing erkennst, und hol dir eine zweite Meinung, bevor du klickst. Lass mindestens alle ein bis zwei Jahre eine Sicherheitsüberprüfung von einem Profi durchführen.
Hol dir Hilfe bei der Sicherung deiner Daten
Die IT-Profis von pirenjo.IT helfen dir dabei, deine Daten zu schützen und deine Geräte sicher zu betreiben. Mach noch heute einen Termin für ein Kennenlerngespräch.
Prüfe mindestens alle drei Monate, ob ein Firmware-Update verfügbar ist. Ein kurzer Blick in die Druckersoftware oder auf die Hersteller-Website reicht meistens aus.
Ein Gastnetzwerk ist ein separates WLAN über denselben Router – dein Drucker ist dort von Computern und Smartphones isoliert, sodass ein kompromittierter Drucker nicht auf deine sensiblen Daten zugreifen kann.
Ja, pirenjo.IT betreut Privatkunden und kleine Unternehmen im Raum Stuttgart bei der sicheren Konfiguration von Heimnetzwerken – inklusive Drucker, Router und Firewall. Vereinbare einfach ein Kennenlerngespräch, um die Situation zu besprechen.
Deaktiviere alle Ports und Dienste, die du nicht aktiv nutzt – dazu zählen häufig FTP, Telnet oder nicht benötigte USB-Sharing-Dienste. Frag einen IT-Profi, welche Dienste für deinen Einsatzzweck wirklich notwendig sind.
Ja, pirenjo.IT führt für Privathaushalte und Unternehmen in Waiblingen und der Region Rems-Murr regelmäßige Sicherheitschecks durch – dabei werden Drucker, Router, Endgeräte und Netzwerkkonfiguration auf Schwachstellen geprüft.