Gestohlene Anmeldedaten sind im Dark Web eine heiße Ware. Für gehackte Social-Media-Konten werden zum Beispiel zwischen 30 und 80 Dollar pro Stück gezahlt. Laut dem Bericht von IBM Security über die Kosten von Datenschutzverletzungen sind kompromittierte Anmeldedaten inzwischen weltweit die häufigste Ursache für Sicherheitsverstöße dieser Art.
Die Kompromittierung eines privaten oder geschäftlichen Cloud-Kontos kann sehr kostspielig sein – Ransomware-Infektionen, Identitätsdiebstahl und Richtlinienverstöße sind nur einige der Folgen. Erschwerend kommt hinzu: 34 % der Menschen teilen Passwörter mit Kollegen, 44 % verwenden dieselben Passwörter für berufliche und private Konten, und 49 % speichern Passwörter in ungeschützten Klartextdokumenten.
Cloud-Konten sind mehr denn je dem Risiko einer Sicherheitsverletzung ausgesetzt. Es gibt aber konkrete Maßnahmen, mit denen du deine Onlinekonten wirksam schützen kannst – von MFA über Passwort-Manager bis hin zu Browser-Einstellungen und Gerätesicherheit.
Wer seine Konten nicht aktiv absichert, überlässt Kriminellen die Arbeit. MFA, ein Passwort-Manager und wachsame Browser-Einstellungen kosten wenig Zeit – und verhindern im Zweifel den größten Schaden.
– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT
Multi-Faktor-Authentifizierung als erste Verteidigungslinie
Die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) ist die beste Methode zum Schutz von Cloud-Konten. Obwohl sie nicht ausfallsicher ist, verhindert sie laut einer von Microsoft zitierten Studie nachweislich 99,9 % der betrügerischen Anmeldeversuche.
Eine zweite Komponente zur Anmeldung – in der Regel die Eingabe eines Codes, der an dein Telefon gesendet wird – erhöht die Sicherheit deines Kontos erheblich. In den meisten Fällen hat ein Angreifer keinen Zugang zu deinem Gerät, das den MFA-Code empfängt, und kommt damit nicht weiter.
Die kurze Unannehmlichkeit dieses zusätzlichen Schritts ist das Plus an Sicherheit mehr als wert.
Passwort-Manager als sicherer Speicherort
Eine der häufigsten Schwachstellen: Passwörter werden unsicher gespeichert – zum Beispiel in einem ungeschützten Word- oder Excel-Dokument oder in den Kontakten auf dem PC oder Telefon. Kriminelle wissen das und nutzen es gezielt aus.
Mit einem Passwort-Manager hast du einen zentralen Ort, an dem du alle deine Passwörter verschlüsselt und sicher speicherst. Du musst dir nur ein einziges starkes Hauptpasswort merken, um auf alle anderen zuzugreifen.
Passwort-Manager füllen deine Anmeldedaten in vielen Browsern automatisch aus – bequem und geräteübergreifend. Kein Klartextdokument, kein Risiko.
Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen als unterschätzte Schwachstelle
Hast du dir die Zeit genommen, die Sicherheitseinstellungen in deinen Cloud-Tools zu überprüfen? Eine der häufigsten Ursachen für Sicherheitsverletzungen bei Cloud-Konten sind Fehlkonfigurationen – Einstellungen, die nicht richtig gesetzt wurden, um ein Konto zu schützen.
Lass die Sicherheitseinstellungen nicht einfach auf den Standardwerten – diese sind oft unzureichend. Überprüfe die Einstellungen deiner Cloud-Anwendungen und passe sie an, damit dein Konto ordnungsgemäß geschützt ist.
Browser-Warnungen vor geleakten Passwörtern aktiv nutzen
Auch mit einwandfreier Passwortsicherheit können deine Zugangsdaten gefährdet sein. Das passiert, wenn die Datenbank eines Händlers oder Cloud-Dienstes, den du nutzt, kompromittiert und die Daten gestohlen werden. Diese geleakten Passwörter landen schnell im Dark Web – ohne dass du es merkst.
Da dieses Problem weit verbreitet ist, haben Browser wie Chrome und Edge Funktionen zur Warnung vor geleakten Passwörtern eingebaut. Alle Passwörter, die du im Browser speicherst, werden überwacht – und wenn sie nicht mehr sicher sind, erhältst du eine Warnmeldung beim nächsten Einsatz.
Browser haben meist Einstellungen, die vor geleakten Passwörtern warnen. Hier am Beispiel von Chrome.
Prüfe den Passwortbereich deines Browsers – du musst diese Funktion möglicherweise erst aktivieren. So erfährst du schnellstmöglich, wenn ein Passwort preisgegeben wurde, und kannst es umgehend ändern.
Kein Passwort in öffentlichem WLAN – nie
Wann immer du dich in einem öffentlichen WLAN aufhältst, solltest du davon ausgehen, dass jemand deinen Datenverkehr überwacht. Angreifer halten sich gerne an öffentlichen Hotspots in Flughäfen, Restaurants und Cafés auf, um sensible Daten wie Anmeldekennwörter abzufangen.
Gib niemals ein Passwort, eine Kreditkartennummer oder andere sensible Daten ein, wenn du mit einem öffentlichen WLAN verbunden bist. Schalte entweder das WLAN aus und nutze die Mobilfunkverbindung deines Telefons, oder verwende eine VPN-App, die die Verbindung verschlüsselt.
Gerätesicherheit als Grundlage für Kontoschutz
Wenn es einem Angreifer gelingt, mithilfe von Malware in dein Gerät einzudringen, kann er oft auch ohne Passwort auf deine Konten zugreifen. Denk daran, wie viele Apps du auf deinen Geräten öffnen kannst, bei denen du bereits eingeloggt bist.
Um zu verhindern, dass ein Konto über eines deiner Geräte geknackt wird, brauchst du eine solide Gerätesicherheit. Dazu gehören ein zuverlässiger Virenschutz mit Anti-Malware-Funktion, aktuelle Software und Betriebssysteme, und ein durchdachter Phishing-Schutz – etwa durch E-Mail-Filter und DNS-Filter.
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Überlass deine Online-Konten nicht diesen Risiken. Wir helfen dir bei der Überprüfung der IT-Sicherheit deiner aktuellen Cloud-Konten und geben dir hilfreiche Empfehlungen. Melde dich jetzt zu einem unverbindlichen 15-minütigen Gespräch mit unseren IT-Experten von pirenjo.IT an!
MFA fügt nach dem Passwort eine zweite Sicherheitsstufe hinzu – zum Beispiel einen Code per SMS oder App. Laut Microsoft verhindert sie nachweislich 99,9 % der betrügerischen Anmeldeversuche.
Bewährte Lösungen für Unternehmen sind unter anderem 1Password, Bitwarden und KeePass. Achte darauf, dass der Manager Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet und sich in bestehende Systeme integrieren lässt.
pirenjo.IT aus Waiblingen betreut Unternehmen im Großraum Stuttgart bei der Überprüfung und Absicherung von Cloud-Konten – von der MFA-Einrichtung bis zur Konfigurationsprüfung. Vereinbare einfach ein kostenloses 15-minütiges Erstgespräch.
Browser wie Chrome und Edge warnen dich automatisch, wenn gespeicherte Passwörter in bekannten Datenlecks auftauchen. Zusätzlich kannst du die Website HaveIBeenPwned.com nutzen, um E-Mail-Adressen gezielt zu prüfen.
Ja, pirenjo.IT bietet Security-Awareness-Trainings für Mitarbeitende im Raum Waiblingen und Stuttgart an – praxisnah, ohne Fachjargon und direkt auf den Arbeitsalltag zugeschnitten.