Einfache Anleitung für besseren Endgeräteschutz

Laptop und Tablet mit Sicherheitsschloss zeigen besseren Endgeräteschutz.

Endgeräte machen einen großen Teil des Netzwerks und der IT-Infrastruktur eines Unternehmens aus. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Computern, mobilen Geräten und Servern. Auch IoT-Geräte, die mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden sind gehören dazu.

Die Anzahl der Endpunkte in einem Unternehmen hängt von der Unternehmensgröße ab. Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern haben etwa 22 Endpunkte. Kleine Unternehmen mit 50 bis 100 Mitarbeitern haben etwa 114. Großunternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern haben durchschnittlich 1.920 Endpunkte.

Jedes dieser Geräte ist eine Chance für einen Hacker, in die Verteidigungssysteme eines Unternehmens einzudringen. Sie könnten Malware einschleusen oder sich Zugang zu sensiblen Unternehmensdaten verschaffen. Eine Endpunkt-Sicherheitsstrategie befasst sich mit dem Risikopotenzial von Endpunkten und setzt gezielte Taktiken ein.

64 % der Unternehmen haben einen oder mehrere kompromittierende Endpunktangriffe erlebt.

In diesem Leitfaden stellen wir Ihnen unkomplizierte Lösungen vor, die sich auf den Schutz von Endgeräten konzentrieren.

Kennwortschwachstellen beheben

Passwörter sind eine der größten Schwachstellen, wenn es um Endgeräte geht. In den Nachrichten wird immer wieder über große Datenschutzverletzungen berichtet, die mit durchgesickerten Passwörtern zusammenhängen. Ein Beispiel dafür ist RockYou2021. Dabei wurde die größte Anzahl von Passwörtern aller Zeiten offengelegt – 3,2 Milliarden.

Unzureichende Passwortsicherheit und Sicherheitsverletzungen machen den Diebstahl von Zugangsdaten zu einer der größten Gefahren für die Cybersicherheit.

Aber wie beheben Sie nun Kennwortschwachstellen an Ihren Endpunkten? Wir bei pirenjo.IT empfehlen Folgendes:

  • Schulung der Mitarbeiter*innen in der richtigen Erstellung und Handhabung von Passwörtern
  • Professionelle Passwortverwaltung
  • Nutzung von passwortlosen Lösungen, wie z. B. Biometrie
  • Einführung von Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle Konten

Malware-Infektion vor dem Systemstart verhindern

USB-Laufwerke (auch als Flash-Laufwerke bekannt) sind ein beliebtes Werbegeschenk auf Messen. Aber ein harmlos aussehender USB-Stick kann tatsächlich einen Angriff auf den Computer auslösen. Ein Trick, den Hacker anwenden, um sich Zugang zu einem Computer zu verschaffen, besteht darin, ihn von einem USB-Gerät zu starten, das bösartigen Code enthält.

Es gibt bestimmte Vorkehrungen, die Sie treffen können, um dies zu verhindern. Eine davon ist, dass Sie einen Firmware-Schutz verwenden, der zwei Bereiche abdeckt. Dazu gehören Trusted Platform Module (TPM) und Unified Extensible Firmware Interface (UEFI) Security.

Das TPM ist resistent gegen physische Manipulationen und Manipulationen durch Malware. Es prüft, ob der Startvorgang ordnungsgemäß abläuft. Es überwacht auch das Vorhandensein von anomalem Verhalten. Suchen Sie außerdem nach Geräten und Sicherheitslösungen, mit denen Sie den USB-Startvorgang deaktivieren können.

Alle Endpoint Security-Lösungen aktualisieren

Sie sollten Ihre Sicherheitslösungen für Endgeräte regelmäßig aktualisieren. Am besten automatisieren Sie Software-Updates, wenn möglich, damit sie in jedem Fall durchgeführt werden.

Firmware-Updates werden oft vergessen. Ein Grund dafür ist, dass sie in der Regel nicht die gleichen Warnungen ausgeben wie Software-Updates. Aber sie sind genauso wichtig, um sicherzustellen, dass Ihre Geräte sicher und geschützt bleiben.

Am besten ist es, wenn ein IT-Experte all Ihre Endpunkt-Updates verwaltet. Er sorgt dafür, dass die Aktualisierungen rechtzeitig erfolgen. Er sorgt auch dafür, dass Geräte und Software reibungslos aktualisiert werden. Diesen Service übernehmen wir sehr gerne für Ihr gesamtes Unternehmen.

Moderne Geräte- und Benutzerauthentifizierung

Wie authentifizieren Sie Benutzer für den Zugriff auf Ihr Netzwerk, Ihre Geschäftsanwendungen und Daten? Wenn Sie nur einen Benutzernamen und ein Passwort verwenden, besteht für Ihr Unternehmen ein hohes Risiko einer Sicherheitsverletzung.

Verwenden Sie zwei moderne Methoden zur Authentifizierung:

  • Kontextualisierte Authentifizierung
  • Zero-Trust-Ansatz

Die kontextabhängige Authentifizierung geht einen Schritt weiter als MFA. Sie befasst sich mit kontextbasierten Bedingungen für die Authentifizierung und Sicherheitsrichtlinien. Dazu gehören mehrere Dinge. Zum Beispiel die Tageszeit, zu der sich jemand anmeldet, der geografische Standort und das Gerät, das er verwendet. Erst wenn alle Bedingungen erfüllt sind, wird eine Authentifizierung ermöglicht.

Zero Trust ist ein Ansatz, der Ihr Netzwerk kontinuierlich überwacht. Er stellt sicher, dass jede Einheit in einem Netzwerk dazugehört. Ein Beispiel für diesen Ansatz ist das Safelisting von Geräten. Sie genehmigen alle Geräte für den Zugriff auf Ihr Netzwerk und sperren alle anderen standardmäßig.

Anwendung von Sicherheitsrichtlinien während des gesamten Gerätelebenszyklus

Von der Anschaffung eines Geräts bis zu seiner Ausmusterung müssen Sicherheitsprotokolle vorhanden sein. Tools wie Microsoft AutoPilot und SEMM ermöglichen es Unternehmen, dies zu automatisieren. Sie sorgen dafür, dass in jeder Phase des Lebenszyklus die bestmöglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. So wird gewährleistet, dass ein Unternehmen keine kritischen Entwicklungsschritte im Bereich Gerätesicherheit verpasst.

Beispiele für die Sicherheit im Lebenszyklus eines Geräts sind die erste Ausgabe eines Geräts an einen Benutzer. An diesem Punkt sollten Sie unerwünschte Berechtigungen entziehen.

Wenn ein Gerät einmal zu einem anderen Benutzer wechselt, muss es ordnungsgemäß von alten Daten bereinigt werden sowie für den neuen Nutzer neu konfiguriert werden.

Stellen Sie ein Gerät außer Dienst, sollte es ordnungsgemäß bereinigt werden. Das bedeutet, dass alle Informationen gelöscht und die Verbindung zu allen Konten getrennt werden müssen.

Auf Geräteverlust vorbereiten

Leider gehen immer wieder mobile Geräte und Laptops verloren oder werden gestohlen. Wenn das passiert, sollten Sie eine Vorgehensweise haben, die sofort umgesetzt werden kann. Dies verhindert, dass das Unternehmen Daten verliert und Geschäftskonten gefährdet.

Bereiten Sie sich im Voraus mit Hilfe von Backup-Lösungen auf einen möglichen Geräteverlust vor. Außerdem sollten Sie eine Endgerätesicherung verwenden, die die Sperrung und Löschung von Geräten aus der Ferne ermöglicht.

Verringern Sie Ihr Endpunktrisiko noch heute!

Lassen Sie sich Schritt für Schritt bei der Einrichtung einer zuverlässigen Endpunktsicherheit helfen. Unsere IT-Sicherheitsexperten von pirenjo.IT können helfen! Kontaktieren Sie uns noch heute für ein kostenloses Kennenlerngespräch.

Passwortverwaltung – Fünf bewährte Praktiken

Grüne Nullen und Einsen. Passwort in roter Schrift. Symbol für Passwortverwaltung.

Sichere Passwörter sind eine der einfachsten und wirkungsvollsten Maßnahmen gegen unbefugten Zugriff – und trotzdem werden sie im Alltag oft vernachlässigt. Der Yubico 2019 State of Password and Security Authentication Security Behaviors Report zeigt: 2 von 3 Befragten geben Passwörter an Kollegen weiter, 51 Prozent verwenden dieselben Passwörter für private und geschäftliche Konten, und 57 Prozent haben ihre Zugangsdaten nach einem Phishing-Versuch nicht geändert.

Damit sich das ändert, braucht es klare Regeln und die richtigen Werkzeuge. Die folgenden fünf Praktiken zeigen dir, wie gute Passworthygiene im Alltag funktioniert – vom richtigen Passwortmanager bis zur Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Fünf Praktiken für sichere Passwortverwaltung

Wer seine Passwörter nicht aktiv verwaltet, überlässt die Kontrolle dem Zufall. Ein Passwortmanager ist kein Komfort-Feature – er ist Grundlage.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Passwortmanager als unverzichtbare Basis

Im Laufe eines Arbeitstages greifst du auf Dutzende verschiedener Dienste zu, die alle ein Passwort erfordern. Es ist praktisch unmöglich, sich für jeden davon ein eindeutiges und ausreichend starkes Passwort zu merken. Ein Passwortmanager löst dieses Problem: Er speichert alle Zugangsdaten sicher und füllt sie automatisch aus.

Gute Passwortmanager arbeiten plattformübergreifend und sind für Einzelpersonen kostenlos oder zu sehr geringen Kosten verfügbar. Die Funktionen dieser Tools haben sich in den letzten Jahren deutlich erweitert – von der einfachen Passwortspeicherung bis hin zu Sicherheitsprüfungen und Leak-Erkennung.

Benutzerfreundlichkeit als entscheidendes Auswahlkriterium

Ein Passwortmanager funktioniert nur dann, wenn ihn alle nutzen – vom IT-affinen Profi bis zur Person, die selten mit Technik zu tun hat. Wähle ein Tool, das einfach zu bedienen und unkompliziert einzurichten ist.

Bitwarden ist ein gutes Beispiel: Ob du dich für die Cloud-Version entscheidest oder eine selbst gehostete Instanz betreibst, die Einrichtung ist schnell erledigt. Der Bitwarden Directory Connector synchronisiert Nutzer mit den gängigen Verzeichnisdiensten wie Azure Active Directory, Google, Okta und anderen – das spart Zeit und verhindert manuelle Fehler.

Passwörter nur bei konkretem Verdacht ändern

Die alte Regel, Passwörter alle drei Monate zu wechseln, ist überholt. Das National Institute of Standards and Technology (NIST) empfiehlt ausdrücklich, Passwörter nicht routinemäßig zu ändern – denn erzwungene Wechsel führen erfahrungsgemäß zu schwächeren Passwörtern, weil Nutzer dann zu vorhersehbaren Mustern greifen.

Ändere ein Passwort, wenn du konkrete Hinweise auf eine Kompromittierung hast – zum Beispiel unbekannte Kontobewegungen, verdächtige Anmeldeversuche oder einen Hinweis deines Passwortmanagers, dass deine Zugangsdaten in einem bekannten Datenleck aufgetaucht sind.

Starke, einzigartige Passwörter für jeden Dienst

Ein starkes Passwort bedeutet nicht, einfach ein Sonderzeichen an ein bekanntes Wort anzuhängen. Es geht um Entropie – also echte Zufälligkeit. Je unvorhersehbarer eine Zeichenfolge, desto schwerer ist sie zu knacken.

Eine bewährte Methode ist die Passphrase: mehrere scheinbar zusammenhanglose Wörter, die du dir gut merken kannst, die für einen Angreifer aber kaum zu erraten sind. Passphrasen verbinden hohe Entropie mit guter Merkbarkeit – ein seltener Vorteil.

Und: Für jeden Dienst ein eigenes Passwort. Wer dasselbe Passwort mehrfach verwendet, riskiert, dass ein einziger Datenleck gleich mehrere Konten kompromittiert. Mehr dazu, wie Angreifer solche Schwachstellen ausnutzen, zeigt der Artikel zu den 5 größten Schwachpunkten der IT-Sicherheit in Unternehmen.

Zwei-Faktor-Authentifizierung als zweite Sicherheitsschicht

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist inzwischen bei vielen Diensten Standard – und du solltest sie überall aktivieren, wo sie angeboten wird. Selbst wenn jemand dein Master-Passwort kennt, kommt er ohne das zweite Token nicht in deinen Account.

Gute Passwortmanager unterstützen 2FA direkt oder lassen sich mit Authentifizierungs-Apps kombinieren. Das erhöht die Sicherheit deutlich – ohne nennenswerten Mehraufwand im Alltag. Welche MFA-Methode dabei am sichersten und gleichzeitig bequemsten ist, erklärt der Artikel Welche MFA ist die sicherste? Welche die bequemste?

Welchen Passwortmanager empfiehlt pirenjo.IT für kleine Unternehmen?

Bitwarden ist eine solide Wahl: kostenlos für Einzelpersonen, einfach einzurichten und plattformübergreifend nutzbar. Für Teams bietet die Business-Version zentrale Verwaltung und Verzeichnis-Synchronisation.

Wie lang sollte ein sicheres Passwort mindestens sein?

Das NIST empfiehlt mindestens 12 Zeichen – besser 16 oder mehr. Eine Passphrase aus vier oder mehr zufälligen Wörtern erfüllt diese Anforderung und ist gleichzeitig leichter zu merken.

Hilft pirenjo.IT Unternehmen in Stuttgart bei der Einführung eines Passwortmanagers?

Ja. pirenjo.IT unterstützt Unternehmen in Stuttgart und der Region bei Auswahl, Einrichtung und Schulung rund um Passwortmanagement – von der Einzellizenz bis zur unternehmensweiten Verteilung.

Ist Zwei-Faktor-Authentifizierung wirklich notwendig, wenn ich einen Passwortmanager nutze?

Ja. Ein Passwortmanager schützt deine Zugangsdaten – 2FA schützt den Passwortmanager selbst. Wer beides kombiniert, schließt die häufigsten Angriffsvektoren.

Kann pirenjo.IT Mitarbeitende in Waiblingen zum Thema Passwortsicherheit schulen?

Ja. pirenjo.IT bietet Security-Awareness-Schulungen für Unternehmen in Waiblingen und dem Rems-Murr-Kreis an – praxisnah, auf den Betrieb zugeschnitten und ohne IT-Vorkenntnisse nutzbar.