5 Schritte zur Erstellung eines Business Continuity Plans

Hand hält Dominos auf. Symbol für Business Continuity Plan.

20 Prozent der kleinen Unternehmen scheitern innerhalb des ersten Jahres, 50 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Ein entscheidender Faktor dabei ist die Fähigkeit, mit dem Unerwarteten umzugehen. Wer darauf keine Antwort hat, riskiert, Teil dieser Statistik zu werden.

Ein Business Continuity Plan (BCP) ist das Führungsinstrument, mit dem du dich auf genau solche Situationen vorbereitest. Dieser Artikel zeigt dir, was ein BCP umfasst, welche fünf Schritte zur Erstellung notwendig sind, und warum regelmäßige Tests entscheidend sind.

Was ist ein Business Continuity Plan?

BCPs sind vordefinierte Protokolle und Strategien, die festlegen, wie dein Unternehmen im Falle einer Katastrophe oder eines Notfalls reagiert. Betrachte ihn als eine Sammlung von Backup-Plänen, die dir genau sagen, was zu tun ist, wenn das Schlimmste passiert.

Ein BCP sollte alle Aspekte deines Unternehmens umfassen – von den technischen Abteilungen über die Personalressourcen bis hin zu deinen wichtigsten Vermögenswerten. Er enthält Protokolle für Naturkatastrophen, Geräteausfälle, finanzielle Engpässe und vom Menschen verursachte Krisen.

Ziel jedes BCP ist es, die hohe Verfügbarkeit der erforderlichen Ressourcen zu gewährleisten und so den kontinuierlichen Betrieb und die Wiederherstellung nach einem Notfall zu ermöglichen. Nach Angaben von IBM kosten Infrastrukturausfälle Unternehmen durchschnittlich 100.000 Dollar pro Stunde. Ein guter BCP mildert diese Kosten, indem er die Auswirkungen solcher Ausfälle minimiert.

Die 5 Schritte zur Erstellung eines Business Continuity Plans

Kein Plan übersteht den ersten Kontakt mit der Realität – aber wer keinen hat, hat schon verloren.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Gründliche Risikobewertung

Erstelle zunächst eine Liste aller möglichen Risiken, denen dein Unternehmen ausgesetzt sein könnte. Diese Liste sollte Risiken aus deiner Branche, deiner geografischen Lage, aktuellen Marktentwicklungen, deinen Stakeholdern, deinen Mitarbeitenden und deiner geschäftlichen Infrastruktur abdecken.

Sobald du deine Liste vervollständigt hast, priorisiere die Risiken nach der Wahrscheinlichkeit ihrer Auswirkungen. Ein Unternehmen in einem erdbebengefährdeten Gebiet räumt diesem Risiko höhere Priorität ein als Stakeholder-Fragen.

Anhand deiner Prioritätenliste erkennst du, auf welche Themen du dich bei der Erstellung deines BCP zuerst konzentrieren solltest.

Kritische Funktionen identifizieren und Wiederherstellungspläne erstellen

Sobald du die Risiken verstehst, konzentriere dich auf die Auswirkungen, die ihr Eintreten auf das Unternehmen haben könnte. Erstelle dazu eine Liste der kritischen Funktionen, die dein Unternehmen erfüllen muss, um seine Produkte oder Dienstleistungen anbieten zu können.

Untersuche dann, wie sich jedes potenzielle Risiko auf jede einzelne Funktion auswirken könnte. Wiederhole diesen Prozess für jede kritische Funktion, ermittle das jeweilige Risiko, und lege fest, welche Vorkehrungen eine schnelle Wiederherstellung im Ernstfall sicherstellen.

Rollenverteilung für den Notfall

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Deine Mitarbeitenden sind für die Reaktion auf einen Notfall ebenso wichtig wie die Notfallpläne selbst. Oft ist es ihr schnelles Handeln, das es dir ermöglicht, deine Pläne in die Tat umzusetzen.

Nimm dir daher Zeit, für jede potenzielle Situation die Rollen der wichtigsten Mitarbeitenden festzulegen. Lege fest, wer als Notfallkoordinator fungiert und was diese Person in dieser Position konkret zu tun hat.

In einigen Fällen kann die Vorbereitung auf Notfälle Schulungen oder spezielle Lizenzen erfordern. Dein Plan kann auch Protokolle für die Umverteilung von Personal enthalten – besonders wenn dein Unternehmen mehrere Standorte hat. Entscheidend ist: Deine Mitarbeitenden müssen wissen, was sie zu tun haben, wenn eine Notfallsituation eintritt.

Den Plan dokumentieren

Kein BCP kann wirksam sein, wenn er nur im Kopf der Führungskraft existiert. Schließlich könnte eines der ermittelten Risiken genau diese Führungskraft betreffen.

Dokumentiere deinen BCP so, dass andere bei Bedarf darauf zugreifen und ihn befolgen können. Bewahre ihn an einem sicheren Ort außerhalb des Unternehmens auf – das reduziert das Risiko, dass der Plan im Ernstfall verloren geht oder beschädigt wird.

Den BCP regelmäßig testen

Keine Situation ist statisch, und neue Probleme werden deinen BCP immer wieder zur Überarbeitung zwingen. Der Plan muss jederzeit mit den aktuellen Risiken und Kapazitäten deines Unternehmens übereinstimmen.

Bilde ein Team für die Notfallvorsorge, das den BCP regelmäßig überprüft. Überprüfe ihn außerdem immer dann, wenn in deiner Branche eine wesentliche Änderung eintritt – etwa neue gesetzliche Vorschriften. Führe regelmäßige Tests durch, um Lücken im Plan frühzeitig zu erkennen.

Wer einen BCP hat, führt sein Unternehmen auch durch Krisen

Zur Unternehmensführung gehört mehr als die Fähigkeit, Teams aufzubauen und zu inspirieren. Du musst dein Unternehmen auch so schützen, dass deine Teams in jeder Situation handlungsfähig bleiben.

Ein guter BCP legt alle Protokolle fest, die im Falle eines Notfalls zu befolgen sind. Wer einen solchen Plan hat, führt sein Unternehmen auch durch Krisen. Wer keinen hat, improvisiert – und das kostet Zeit, Geld und Vertrauen.

Der Aufbau eines BCP ist nicht trivial, besonders für kleinere Unternehmen mit begrenzten Ressourcen. Wenn du Hilfe bei der Erstellung deines BCP benötigst oder einen anderen Aspekt der Unternehmensführung besprechen möchtest, vereinbare noch heute einen 15-minütigen Beratungstermin mit dem Team von pirenjo.IT.

Wie pirenjo.IT deinen Betrieb vor Cyberangriffen schützt, erfährst du auf der IT-Security Seite. Ergänzend dazu lohnt sich ein Blick auf IT-Sicherheitskonzept: So schützt du dein Unternehmen nachhaltig – denn ein BCP und ein solides Sicherheitskonzept greifen direkt ineinander.

Was gehört zwingend in einen Business Continuity Plan?

Ein BCP muss Risikobewertung, kritische Geschäftsfunktionen, klare Rollenverteilung, Dokumentation und einen regelmäßigen Testplan enthalten. Fehlt einer dieser Bausteine, entstehen im Ernstfall gefährliche Lücken.

Wie oft sollte ein BCP überprüft und aktualisiert werden?

Prüfe deinen BCP mindestens einmal jährlich sowie immer dann, wenn sich wesentliche Änderungen in deiner Branche, deinem Team oder deiner IT-Infrastruktur ergeben.

Unterstützt pirenjo.IT Unternehmen in Stuttgart bei der Erstellung eines Business Continuity Plans?

Ja, pirenjo.IT begleitet Unternehmen in Stuttgart und der Region beim Aufbau eines maßgeschneiderten BCP – von der Risikobewertung bis zum dokumentierten Notfallplan.

Was kostet ein Infrastrukturausfall ohne BCP im Schnitt?

Laut IBM kosten Infrastrukturausfälle Unternehmen durchschnittlich 100.000 Dollar pro Stunde. Ein funktionierender BCP reduziert diese Kosten, indem er Ausfallzeiten minimiert.

Kann pirenjo.IT kleinen Unternehmen in Waiblingen beim BCP helfen, wenn interne Ressourcen fehlen?

Ja, gerade für kleine Unternehmen in Waiblingen ohne eigene IT-Abteilung bietet pirenjo.IT einen 15-minütigen Erstberatungstermin an, um den Bedarf zu klären und erste Schritte zu definieren.

Die 5 größten Schwachpunkte der IT-Sicherheit in Unternehmen

Schloss als Symbol für Schwachpunkte der IT-Sicherheit in Unternehmen.

43 Prozent aller Cyberangriffe weltweit richten sich gegen kleine und mittlere Unternehmen. Trotzdem sind viele Betriebe nicht ausreichend aufgestellt, um Angriffe auf ihre Netzwerke abzuwehren. Das macht sie leicht angreifbar – und im Ernstfall kann erst gehandelt werden, wenn der Schaden bereits eingetreten ist.

Dieser Artikel zeigt dir, wo die gefährlichsten Lücken in der IT-Sicherheit entstehen und was du konkret dagegen tun kannst. Zwei interne Links helfen dir dabei, tiefer in einzelne Themen einzutauchen.

Viele Unternehmen investieren in Technik, aber vergessen den Menschen dahinter. Dabei entscheidet meistens nicht die Firewall über einen Angriff – sondern ein einziger Klick.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Mangel an umfassenden Security-Lösungen

Die meisten Unternehmen haben keine Lösung im Einsatz, die sie vor zielgerichteten Angriffen schützt. Das macht sie anfällig für Industriespionage, CEO-Betrug oder andere Arten des Phishing. Oft fehlt zudem die Möglichkeit, sicherheitsrelevante Vorfälle ordentlich zu untersuchen.

Schwachstellen im System werden dadurch zu spät erkannt – oder im schlimmsten Fall gar nicht bemerkt. Mit Security-Lösungen von ESET schützt du alle Endpoints zuverlässig vor Schadsoftware. Für zusätzlichen Schutz vor gezielten Angriffen per Mail empfiehlt sich Sophos E-Mail Security.

Schwache Passwörter und fehlende Mehrfach-Authentifizierung

„Passwort“ oder „123456″ – der Traum eines jeden Hackers. Sind Passwörter leicht zu erraten, bieten sie ein ideales Einfallstor für Cyberkriminelle. Viele glauben, mit stärkeren Passwörtern auf der sicheren Seite zu sein – aber selbst diese lassen sich irgendwann knacken oder über gezielte Phishing-Mails abgreifen.

Eine einfache Authentifizierung reicht daher nicht mehr aus, um Unternehmensdaten zu schützen. Hier kommen mehrfaktorielle Authentifizierungen ins Spiel – zum Beispiel die 2-Faktor-Authentifizierung oder die Authentifizierung per Smart-Card. Mit einem Passwort-Manager verwaltest du deine Passwörter sicher und zuverlässig. Durch den Einsatz von ESET Secure Authentication erreichst du einen abgesicherten Zugriff auf Unternehmenskonten.

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Mobile Endgeräte ohne ausreichenden Schutz

Smartphones, Tablets, Phablets – die Bandbreite mobiler Endgeräte im Unternehmenseinsatz wird immer größer. Oft wird dabei vergessen, dass auch diese Geräte einen umfassenden Schutz vor Malware benötigen. Vor allem wenn privat mitgebrachte Geräte im Unternehmen genutzt werden, fehlen passende Security-Lösungen.

Gewiefte Angreifer nutzen gezielt diese Schwachstellen aus. Eine Lösung, die alle mobilen Endgeräte schützt, ist daher ein Muss für jedes moderne Unternehmen. Mit der ESET Mobile Protection stellst du sicher, dass sensible Daten auch außerhalb des Unternehmensnetzwerks geschützt bleiben.

Fehlendes Sicherheitsbewusstsein bei Mitarbeitenden

Alle Sicherheitsmaßnahmen in einem Unternehmen sind nur so stark wie das Bewusstsein der Menschen, die täglich damit arbeiten. Fehlt eine ausreichende Sensibilisierung, ist die Belegschaft anfällig für Angriffe durch Phishing- oder Spam-Mails. Auch Unachtsamkeit und Fehlverhalten gefährden die Sicherheit von Unternehmensdaten.

Regelmäßige Schulungen, in denen auf mögliche Gefahren hingewiesen und das richtige Verhalten bei Vorfällen thematisiert wird, sind daher eine wichtige Säule der IT-Sicherheit. Sophos Email Security schützt zusätzlich zuverlässig vor Spam und verschiedener Malware – und verhindert so, dass schadhafte Mails überhaupt bis zu deinen Mitarbeitenden vordringen.

Kein proaktives Handeln – nur Feuerlöschen

Die Vorstellung vom IT-Dienstleister als eine Art Feuerwehr ist überholt – aber immer noch in vielen Unternehmen verankert. Wer erst handelt, wenn ein Angriff bereits passiert ist, kann den entstandenen Schaden nur noch begrenzen. Wer dagegen proaktiv vorsorgt, verhindert viele Vorfälle von vornherein.

Der moderne Ansatz setzt auf Systemüberwachung, um Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen. Übungen und IT-Notfallpläne stellen sicher, dass die Abläufe im Ernstfall klar sind und schnell umgesetzt werden können. Mit einem guten Remote Monitoring und Management werden deine Systeme aus der Ferne überwacht und stets auf dem neuesten Stand gehalten.

Mehr dazu, wie du dein Unternehmen strukturiert absicherst, erfährst du im Artikel IT-Sicherheitskonzept: So schützt du dein Unternehmen nachhaltig. Einen Überblick über konkrete Maßnahmen liefert außerdem Managed Security Services für KMU.

Was sind die häufigsten Einfallstore für Cyberangriffe in KMU?

Die häufigsten Einfallstore sind schwache Passwörter, fehlende Mehrfaktor-Authentifizierung und ungeschützte mobile Endgeräte. Hinzu kommt fehlendes Sicherheitsbewusstsein bei Mitarbeitenden, das gezielte Phishing-Angriffe begünstigt.

Reicht ein Antivirenprogramm als IT-Schutz für mein Unternehmen aus?

Nein – ein einzelnes Antivirenprogramm schützt nur vor bekannten Bedrohungen. Für zuverlässigen Schutz brauchst du eine Kombination aus Endpoint-Security, E-Mail-Schutz, Mehrfaktor-Authentifizierung und regelmäßigen Mitarbeiterschulungen.

Welche IT-Sicherheitslösungen sind für Unternehmen im Raum Stuttgart empfehlenswert?

Für Unternehmen im Raum Stuttgart empfiehlt sich ein lokaler IT-Dienstleister, der Endpoint-Security, E-Mail-Schutz und proaktives Monitoring aus einer Hand anbietet. pirenjo.IT betreut Betriebe in der Region mit maßgeschneiderten Security-Konzepten.

Wie oft sollten Mitarbeitende zum Thema IT-Sicherheit geschult werden?

Mindestens einmal im Jahr sollte eine strukturierte Schulung stattfinden – bei erhöhtem Risiko oder nach Sicherheitsvorfällen auch häufiger. Kurze, regelmäßige Awareness-Impulse zwischendurch erhöhen die Wirksamkeit deutlich.

Kann pirenjo.IT Unternehmen in Waiblingen beim Aufbau eines IT-Sicherheitskonzepts unterstützen?

Ja – pirenjo.IT ist in Waiblingen ansässig und unterstützt KMU in der Region beim Aufbau eines individuellen IT-Sicherheitskonzepts, von der Analyse bestehender Schwachstellen bis zur laufenden Betreuung.