Was ist Ransomware?

Mann sitzt verzweifelt vor Bildschirmen mit Aufschrift Ransomware

Rund 60 Prozent der deutschen Unternehmen waren laut BSI bereits Opfer eines Cyberangriffs – Ransomware ist dabei eine der häufigsten Angriffsformen. Wahrscheinlich hast du den Begriff „Ransomware“ oder „Verschlüsselungstrojaner“ schon gehört. Aber was steckt genau dahinter?

Dieser Artikel erklärt, wie Ransomware funktioniert, welche Ziele Angreifer verfolgen und wie du dich konkret schützen kannst.

Was heißt Ransomware?

Der Begriff „Ransomware“ setzt sich aus den beiden Wortteilen „ransom“ und „ware“ zusammen. Während „ransom“ mit „Lösegeld“ ins Deutsche zu übersetzen ist, steht die Endung „ware“ für Programme, wie in Malware oder Software. Daraus lässt sich direkt ableiten, wofür Ransomware steht: für ein Programm, das Lösegeld erpressen soll. Doch wofür genau?

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Daten verschlüsselt! Sollte man das Lösegeld bezahlen?

Wie funktioniert die Erpressungssoftware?

Die Vorgehensweise von Ransomware lässt sich recht einfach zusammenfassen. Beim Befall eines Systems werden dort gespeicherte Daten verschlüsselt – sie lassen sich nicht mehr öffnen oder ausführen. Für die Entschlüsselung verlangen die Cyberkriminellen dann ein Lösegeld, meist in Form von Kryptowährungen wie Bitcoin.

Offizielle Stellen raten dazu, die Lösegeldsumme nicht zu bezahlen, da die Zahlung keine Entschlüsselung garantiert. Jede erfolgreiche Erpressung zeigt den Angreifern außerdem, dass ihr Vorgehen funktioniert – und motiviert sie, weiterzumachen.

Meist macht sich die Ransomware durch einen sogenannten „Lockscreen“ bemerkbar. Dabei erscheint eine Meldung auf dem Bildschirm, die dich darüber informiert, dass deine Daten verschlüsselt wurden. Dazu bekommst du eine Anleitung zur Entschlüsselung – also die Lösegeldforderung inklusive Zahlungsdaten und einer Deadline.

Die Art der verschlüsselten Daten unterscheidet sich von Fall zu Fall. Die Verschlüsselung kann sich auf einzelne Dateien beziehen oder auf das gesamte befallene System.

Wie verbreitet sich Ransomware?

Einige der bekanntesten Verbreitungswege sind das Versenden von E-Mails mit schadhaften Anhängen, Drive-by-Downloads beim Besuch verseuchter Webseiten und der Download infizierter Programme – etwa durch das Anklicken eines unbekannten Links. Im Jahr 2017 kam mit WannaCry ein weiterer Weg dazu: die Verbreitung durch das Ausnutzen einer Software-Schwachstelle, ganz ohne Nutzerinteraktion.

Welche Ziele verfolgen Ransomware-Attacken?

Das Ziel dieser Cyberattacken ist das Erpressen von Geldsummen. Durch die breite Streuung der Schadsoftware gibt es meist kein konkretes Zielsystem – Privatpersonen sind ebenso betroffen wie Unternehmen.

Die Cyberkriminellen werden allerdings immer raffinierter. Im Jahr 2016 war eine Schadsoftware mit dem Namen „Locky“ im Umlauf, die sich in kurzer Zeit in ganz Deutschland ausbreitete. Ein Grund dafür war, dass die E-Mails auf Deutsch verfasst waren und täuschend echt aussahen.

Kaum einen Monat später wurde ein zweiter Trojaner verschickt – getarnt als Ratgeber des BKA inklusive eines angeblichen Analyse-Tools namens „BKA Locky Removal Kit.exe“.

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„Locky“. Ein raffinierter Vertreter von Ransomware.

Wie kann man sich vor Ransomware schützen?

Ransomware trifft selten die, die sich vorbereitet haben. Ein aktuelles Backup und geschulte Mitarbeitende sind oft der Unterschied zwischen einem kurzen Vorfall und einem wochenlangen Ausfall.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Zuverlässigen Schutz bietet zunächst die Schulung der eigenen Mitarbeitenden hinsichtlich Security Awareness. Da Schadprogramme die Neugierde der Nutzer ausnutzen, ist das Bewusstsein für verdächtige Inhalte der erste Schutzwall.

Öffne keine Anhänge, die nicht von einer vertrauenswürdigen Quelle stammen. Könnte ein Anhang etwas Wichtiges enthalten, frag zunächst beim Absender nach – auch scheinbare Fehlermeldungen mit Anhängen können Viren enthalten, weshalb selbst Administratoren Vorsicht angebracht ist.

Führe kein Programm aus dem Internet oder von Bekannten aus, wenn du nicht sicher bist, dass es vollkommen virenfrei ist. Spiele Sicherheitsupdates regelmäßig ein und nutze einen Virenscanner, den du aktuell hältst und nicht deaktivierst.

Führe regelmäßig Backups durch – ein Backup nach der 3-2-1-Regel ist im Ernstfall oft die einzige Möglichkeit, Daten ohne Lösegeldzahlung wiederherzustellen. Mehr dazu, wie du dein Unternehmen strukturiert absicherst, zeigt das IT-Sicherheitskonzept für Unternehmen.

Wie pirenjo.IT deinen Betrieb vor Cyberangriffen schützt, erfährst du auf der IT-Security Seite.

Was ist Ransomware genau?

Ransomware ist eine Schadsoftware, die Daten auf einem System verschlüsselt und anschließend ein Lösegeld für die Entschlüsselung fordert. Wird das Lösegeld nicht bezahlt, bleiben die Daten in der Regel unzugänglich.

Sollte man das Lösegeld bei einem Ransomware-Angriff bezahlen?

Nein – offizielle Stellen wie das BSI raten ausdrücklich davon ab, da die Zahlung keine Entschlüsselung garantiert und Angreifer zu weiteren Attacken motiviert. Ein aktuelles Backup ist der zuverlässigere Ausweg.

Wie können Unternehmen in Stuttgart sich gegen Ransomware absichern?

Stuttgarter Unternehmen sollten auf eine Kombination aus regelmäßigen Backups, Mitarbeiterschulungen und professionell gemanagten Sicherheitslösungen setzen. pirenjo.IT betreut Betriebe in der Region Stuttgart mit genau diesen Maßnahmen.

Wie gelangt Ransomware auf ein System?

Die häufigsten Einfallstore sind E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern, infizierte Downloads und das Ausnutzen von Software-Schwachstellen. Regelmäßige Updates und ein geschultes Team reduzieren dieses Risiko deutlich.

Was sollten Unternehmen in Waiblingen nach einem Ransomware-Anfall sofort tun?

Trenne betroffene Systeme sofort vom Netzwerk, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, und informiere einen IT-Dienstleister in der Nähe wie pirenjo.IT aus Waiblingen. Je schneller reagiert wird, desto geringer ist der Schaden.