App Fatigue – warum sie ein Sicherheitsrisiko darstellt!

Frau am Laptop leidet unter App Fatigue.

Die meisten Abteilungen haben etwa 40-60 verschiedene digitale Tools im Einsatz – und die Zahl wächst weiter. 71 % der Mitarbeitenden sagen, dass sie so viele Apps verwenden, dass die Arbeit dadurch komplexer wird.

Viele der Apps, die täglich genutzt werden, bringen unzählige Benachrichtigungen mit sich: der Ping, wenn jemand deinen Namen in einem Teams-Kanal erwähnt, die Popup-Meldung bei einem verfügbaren Update, die Warnung bei Fehlern oder Sicherheitsproblemen. App Fatigue – also App-Müdigkeit – ist ein reales Problem und wird zunehmend zum Cybersicherheitsrisiko. Je mehr Menschen mit Benachrichtigungen überhäuft werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie diese ignorieren.

Dazu kommt: Jede neue App bedeutet auch ein neues Passwort. Mitarbeitende jonglieren bereits mit etwa 191 Passwörtern – mindestens 154 davon nutzen sie im Laufe eines Monats. Das trifft Produktivität und Cybersicherheit gleichermaßen.

Wie gefährdet App-Müdigkeit Unternehmen?

Wer zu viele Tools verwaltet, verliert den Überblick – und genau da entstehen Sicherheitslücken.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Ignorierte Updates als offene Angriffsfläche

Wenn digitale Benachrichtigungen die Arbeit ständig unterbrechen, entsteht das Gefühl, dauerhaft im Rückstand zu sein. Das führt dazu, dass Aufgaben ignoriert werden, die nicht unmittelbar dringend wirken – zum Beispiel die Installation eines App-Updates.

Mitarbeitende, die von zu vielen App-Benachrichtigungen überfordert sind, klicken Update-Hinweise einfach weg. Sie haben das Gefühl, gerade keine Zeit zu haben, und wissen nicht, wie lange die Installation dauert.

Das Ignorieren von App-Updates ist gefährlich. Viele dieser Updates enthalten wichtige Sicherheits-Patches für bekannte Sicherheitslücken. Werden sie nicht installiert, sind das Gerät und das gesamte Netzwerk angreifbarer – und ein erfolgreicher Cyberangriff wird deutlich wahrscheinlicher.

Ein ungepatchtes System ist eine offene Tür. Nicht böswillig – einfach vergessen.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Passwort-Wiederverwendung als strukturelles Risiko

Je mehr SaaS-Konten jemand anlegen muss, desto wahrscheinlicher ist die Wiederverwendung von Passwörtern. Schätzungen zufolge werden Passwörter in 64 % der Fälle wiederverwendet.

Die Offenlegung von Zugangsdaten ist eine der häufigsten Ursachen für Datenschutzverletzungen in der Cloud. Hacker knacken schwache Passwörter schnell – und wenn ein Passwort mehrfach verwendet wird, sind viele Konten gleichzeitig gefährdet.

Passwort-Wiederverwendung ist kein Fehler einzelner Mitarbeitender – es ist ein strukturelles Problem, das wir lösen müssen.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Abgeschaltete Warnungen als blinder Fleck

Einige Benachrichtigungen lassen sich deaktivieren – muss man wirklich jedes Mal informiert werden, wenn jemand auf einen Gruppen-Thread antwortet? Aber wichtige Sicherheitswarnungen abzuschalten ist keine gute Idee.

Es gibt einen Punkt, an dem eine weitere Push-Benachrichtigung einfach zu viel ist. Dann werden alle Benachrichtigungen abgeschaltet, die irgendwo zu finden sind. Das Problem: In der Masse stecken auch kritische Meldungen – zum Beispiel die Warnung einer Anti-Malware-App vor einem neu entdeckten Virus.

Was ist die Lösung für App-Müdigkeit?

Du kannst eine Strategie entwickeln, die Menschen die Kontrolle über ihre Technik zurückgibt – statt umgekehrt.

Weniger Tools, klare Regeln, automatisierte Updates – das ist keine Vereinfachung, das ist professionelle IT.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Weniger Apps, weniger Risiko

Sowohl aus Produktivitäts- als auch aus Sicherheitsperspektive gilt: Weniger Anwendungen sind besser. Je weniger Apps du hast, desto geringer das Risiko – und desto weniger Passwörter und Benachrichtigungen müssen verwaltet werden.

Schau dir die genutzten Tools an und prüfe, wo es Redundanzen gibt. Viele Unternehmen setzen zwei oder mehr Anwendungen ein, die dieselbe Funktion erfüllen könnten. Erwäge den Einsatz einer übergreifenden Plattform wie Microsoft 365 oder Google Workspace. Diese Plattformen bündeln mehrere Tools – und die Nutzenden brauchen nur eine einzige Anmeldung.

Zentral verwaltete Benachrichtigungen

Für die meisten Nutzenden ist es schwierig einzuschätzen, welche Benachrichtigungen wirklich wichtig sind. Richte App-Benachrichtigungen zentral ein. So wird sichergestellt, dass niemand bombardiert wird und trotzdem die wichtigen Meldungen ankommen.

Automatisierte Updates als Sicherheitsbasis

Eine bewährte Praxis in der Cybersicherheit ist die Automatisierung von Geräte- und Software-Updates. Damit wird der Prozess aus den Händen der Mitarbeitenden genommen – und die Produktivität steigt, weil unnötige Update-Hinweise wegfallen.

Die Automatisierung von Geräteaktualisierungen über eine verwaltete Servicelösung verbessert die Sicherheit spürbar. Außerdem sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass eine ungepatchte App dein Netzwerk gefährdet. Mehr dazu, wie ein strukturiertes IT-Sicherheitskonzept dabei hilft, findest du in unserem Leitfaden.

Offene Kommunikation über Warnmeldungen

Manche Mitarbeitenden schalten eine Benachrichtigung nicht ab, weil sie Konsequenzen fürchten. Manager bemerken oft gar nicht, dass die ständigen Unterbrechungen durch App-Benachrichtigungen die Produktivität bremsen.

Sprich mit deinem Team und mach klar, dass offen kommuniziert werden kann. Diskutiert gemeinsam, wie Alarme sinnvoll genutzt werden und welche Wege zur Verwaltung von Warnmeldungen den Arbeitsalltag produktiver machen. Wer dabei Orientierung braucht, findet in einem Awareness Training für Mitarbeitende einen guten Einstieg.

Brauchst du Hilfe bei der Eindämmung deiner Cloud-App-Umgebung?

Cloud-Tools können schnell außer Kontrolle geraten. Lass dir bei der Konsolidierung und Optimierung deiner Cloud-App-Umgebung helfen. Mach noch heute ein kostenloses Kennenlerngespräch aus und lass dich von unseren Cloud-Spezialisten beraten. Bei pirenjo.IT bist du an der richtigen Adresse für die Optimierung deiner Cloud-Umgebung.

Was ist App Fatigue und warum ist sie ein Sicherheitsrisiko?

App Fatigue beschreibt die Überforderung durch zu viele Apps und Benachrichtigungen. Mitarbeitende ignorieren dadurch wichtige Sicherheitswarnungen und Updates – und öffnen Angreifern Tür und Tor.

Wie viele Apps nutzen Mitarbeitende durchschnittlich?

Die meisten Abteilungen setzen 40-60 verschiedene digitale Tools ein. 71 % der Mitarbeitenden geben an, dass diese Zahl ihre Arbeit komplexer macht.

Wie können Unternehmen in Stuttgart App Fatigue reduzieren?

Stuttgarter Unternehmen können mit einer zentralen Plattform wie Microsoft 365 redundante Tools ablösen und App-Benachrichtigungen durch ihr IT-Team zentral einrichten lassen. pirenjo.IT unterstützt dabei mit einer kostenlosen Erstberatung.

Warum ist Passwort-Wiederverwendung durch App Fatigue so gefährlich?

Passwörter werden in 64 % der Fälle wiederverwendet. Wird ein Passwort geknackt, sind damit sofort mehrere Konten kompromittiert – ein häufiger Einstiegspunkt für Datenschutzverletzungen in der Cloud.

Welche IT-Dienstleister in Waiblingen helfen bei der Optimierung von Cloud-App-Umgebungen?

pirenjo.IT aus Waiblingen spezialisiert sich auf die Konsolidierung und Verwaltung von Cloud-App-Umgebungen für KMU. Vereinbare ein kostenloses Kennenlerngespräch, um deine Tool-Landschaft zu analysieren und zu verschlanken.

So bleibt dein Konto trotz Online Banking sicher!

Schützen Sie Ihr Konto trotz Online Banking.

Etwa 73 % der Menschen weltweit nutzen mindestens einmal im Monat eine Form des Online-Bankings. Noch nie war der Zugang zu Konten so bequem – aber dieser Komfort hat seinen Preis.

Im Jahr 2021 stieg der Betrug bei der Übernahme von Konten um 90 %. Der Betrug mit neuen Konten stieg um satte 109 %. Mit der zunehmenden Einfachheit des Online-Bankings hat auch die Internetkriminalität im Bankwesen zugenommen.

Wer in dein Facebook-Konto eindringt, ist ärgerlich. Wer in dein Bankkonto einbricht, kann dich finanziell ruinieren – und das Geld bekommst du möglicherweise nie zurück. Dieser Artikel zeigt dir, welche Fehler dein Konto gefährden und wie du dich mit konkreten Maßnahmen wirkungsvoll schützt.

Fehler, die es Kriminellen ermöglichen, auf dein Konto zuzugreifen

Die meisten Kontoangriffe gelingen nicht wegen ausgeklügelter Technik – sondern weil einfache Schutzmaßnahmen nicht aktiv sind.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Zwei-Faktor-Authentifizierung als unterschätzte Absicherung

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist ein einfaches Verfahren mit großer Wirkung. Wenn du diese Einstellung in deinem Online-Konto aktivierst, ist ein zusätzlicher Schritt erforderlich, um Zugang zu erhalten. Dieser Schritt besteht in der Regel darin, einen einmaligen Passcode per SMS zu erhalten und ihn bei der Anmeldung einzugeben.

Viele machen den Fehler, diese Funktion zu deaktivieren – entweder weil sie nichts davon wissen oder weil sie ihnen zu lästig ist. Ohne 2FA ist es für Angreifer deutlich einfacher, in dein Konto einzudringen.

Phishing-Betrug als häufigste Einfallstür

Es gibt verschiedene Arten von Phishing-Betrug, die auf Online-Banking abzielen. Cyber-Kriminelle versenden E-Mails, die aussehen, als kämen sie von deiner Bank – mit Versprechen wie unglaublich niedrigen Kreditkartenzinsen oder Warnungen vor angeblich nicht autorisierten Kontoaktivitäten.

Klickst du auf den Link, landest du auf einer gefälschten Seite, die täuschend echt aussieht. Sobald Betrüger deine Anmeldedaten haben, handeln sie sofort – und räumen so viel ab wie möglich.

Schwache Passwörter als offene Einladung

Wenn dein Passwort leicht zu merken ist, ist es oft auch leicht zu erraten. Die Verwendung schwacher Passwörter ist ein häufiger Fehler, den Cyberkriminelle systematisch ausnutzen. Ein sicheres Passwort ist mindestens 10 Zeichen lang, enthält Zahlen, Sonderzeichen und mindestens einen Großbuchstaben, und hat keinen persönlichen Bezug wie dein Geburtsdatum.

Unsichere mobile Apps als Trojaner-Versteck

Banking-Trojaner sind oft in bösartigen mobilen Anwendungen versteckt. Diese Apps können so unschuldig aussehen wie ein Task-Manager. Sobald sie installiert sind, durchsuchen sie dein Gerät gezielt nach Banking- und Wallet-Apps und schleusen deine Zugangsdaten aus.

Öffentliches WLAN als Risikofaktor

Das Einloggen über ein öffentliches WLAN ist eine der riskantesten Gewohnheiten beim Online-Banking. Hacker halten sich an öffentlichen Hotspots auf und spionieren die Aktivitäten anderer aus. Gib niemals ein Passwort oder andere sensible Daten ein, wenn du mit einem öffentlichen WLAN verbunden bist.

Tipps zur Verbesserung der Sicherheit beim Online-Banking

Wer Online-Banking nutzt, ohne die Grundschutzmaßnahmen aktiv zu haben, spielt Russisches Roulette mit dem eigenen Konto.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Zwei-Faktor-Authentifizierung als erste Verteidigungslinie

Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung in deinem Online-Banking-Konto. Diese wird auch als Multi-Faktor-Authentifizierung oder zweistufige Verifizierung bezeichnet. Laut Microsoft können damit 99,9 % der betrügerischen Anmeldeversuche verhindert werden.

Warnmeldungen als Frühwarnsystem

Wenn ein Angreifer in dein Konto eindringt, ist Zeit das A und O. Je schneller du deine Bank informierst, desto besser – im besten Fall lässt du dein Konto sofort sperren und begrenzst den Schaden.

Richte über dein Online-Banking Warnmeldungen ein – zum Beispiel Benachrichtigungen bei niedrigem Kontostand und Login-Warnungen bei unbekannten Geräten.

Antivirenprogramm und DNS-Filter als technische Schutzschicht

Setze auf deinem PC und deinem mobilen Gerät eine zuverlässige Antiviren-Software ein. Viele denken dabei nicht an ihr Smartphone – dabei erledigen sie Bankgeschäfte genauso oft mobil wie am Rechner.

Sinnvoll ist außerdem ein DNS-Filter. Er blockiert gefährliche Phishing-Seiten, bevor du sie überhaupt aufrufen kannst. Kein Klick, kein Schaden.

Phishing-Schulungen als aktiver Schutz

Weißt du, wie du Phishing erkennen kannst? Wer Phishing per SMS, E-Mail und Telefon zuverlässig erkennt, wird deutlich seltener Opfer. Es gibt viele kostenlose Kurse online – und bei Bedarf bieten wir dir auch individuelle Schulungsmöglichkeiten an.

Hol dir Hilfe, um dich vor Betrug zu schützen

Es gibt digitale Lösungen, die wir konkret einführen können, um dich vor Online-Bedrohungen zu schützen. Unsere IT-Sicherheitsexperten von pirenjo.IT helfen dir dabei. Mach noch heute einen Termin für ein Kennenlerngespräch und bring deine IT-Sicherheit auf ein solides Fundament.

Was ist Zwei-Faktor-Authentifizierung und warum sollte ich sie für Online-Banking aktivieren?

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ergänzt dein Passwort um einen zweiten Sicherheitsschritt, zum Beispiel einen einmaligen Code per SMS. Laut Microsoft blockiert sie 99,9 % aller betrügerischen Anmeldeversuche.

Wie erkenne ich eine Phishing-E-Mail meiner Bank?

Achte auf ungewöhnliche Absenderadressen, Rechtschreibfehler und Links, die nicht zur echten Domain deiner Bank führen. Im Zweifel ruf direkt bei deiner Bank an, anstatt auf Links in der E-Mail zu klicken.

Bietet pirenjo.IT in Stuttgart Phishing-Schulungen für Unternehmen an?

Ja, pirenjo.IT bietet Unternehmen in Stuttgart und der Region individuelle Security-Awareness-Trainings an, die Mitarbeitende gezielt auf aktuelle Phishing-Methoden vorbereiten. Nimm einfach Kontakt auf für ein unverbindliches Erstgespräch.

Ist Online-Banking über das Smartphone sicher?

Nur wenn du ausschließlich offizielle Banking-Apps aus dem App Store oder Google Play nutzt, aktuelle Sicherheitsupdates installiert hast und keine öffentlichen WLAN-Netze verwendest. Ein Antivirenprogramm auf dem Smartphone erhöht den Schutz zusätzlich.

Kann pirenjo.IT Unternehmen in Waiblingen beim Schutz vor Bankbetrug und Cyberkriminalität helfen?

Ja, als IT-Systemhaus mit Sitz in Waiblingen unterstützt pirenjo.IT Unternehmen in der Region mit Managed Security, DNS-Filterung und Endpoint-Schutz. Vereinbare ein kostenloses Erstgespräch, um deinen konkreten Schutzbedarf zu besprechen.

Die 9 besten Passwort-Manager für das Jahr 2021

Klebezettel mit Passwörtern an Bildschirm als Symbolbild für beste Passwort-Manager.

Beinahe 80 % der Menschen haben eines ihrer Passwörter in den letzten 3 Monaten zurückgesetzt. Das kostet Zeit – und das Problem ist vermeidbar. Passwort-Manager lösen es: ein Master-Passwort, alle anderen gespeichert und automatisch ausgefüllt.

Dieser Artikel erklärt, wie Passwort-Manager funktionieren, wie sicher sie sind und welche 9 Tools sich 2021 besonders bewährt haben.

Wie funktioniert ein Passwort-Manager?

Ein Passwort-Manager ist eine sichere webbasierte oder herunterladbare Software, die es dir ermöglicht, Passwörter zu speichern und die Anmeldung bei deinen genutzten Konten zu erleichtern. Einige Passwort-Manager speichern auch andere sensible Informationen wie Kreditkartendaten, Adressen, sichere Notizen und mehr.

Wenn du eine Website besuchst, werden deine Passwörter automatisch ausgefüllt – solange du in deinem Passwort-Manager angemeldet bist. Darüber hinaus kannst du Browser-Add-ons nutzen, um diesen Prozess weiter zu vereinfachen. Alles, was du tun musst, ist dir ein einziges Master-Passwort zu merken.

Passwort-Manager helfen dir auch, einen sichereren Online-Fußabdruck zu haben. Es können komplexe Passwörter generiert werden, und du bekommst Warnungen, wenn Konten möglicherweise kompromittiert wurden. Eine Studie ergab, dass weit über 40 Millionen Microsoft-Nutzer dasselbe Passwort für mehrere Konten verwenden.

Wer dasselbe Passwort überall verwendet, riskiert, dass ein einziger Hack alle Konten betrifft. Wer einzigartige Passwörter nutzt, begrenzt den Schaden auf ein einziges Konto.

Wie sicher sind Passwort-Manager?

Die kurze Antwort: sehr sicher. Zumeist verwenden Passwort-Manager den Advanced Encryption Standard (AES) mit zufällig generierten 256-Bit-Schlüsseln. Das ist eine der höchstentwickelten Formen von Sicherheitsprotokollen, die für die Verschlüsselung sensibler Informationen eingesetzt werden.

Außerdem verschlüsseln die meisten Passwort-Manager lokal – das bedeutet, sie speichern oder überprüfen deine Informationen niemals auf ihren Servern. Bevor deine Passwörter gespeichert werden, sind sie bereits verschlüsselt, sodass selbst das Unternehmen hinter dem Tool die sensiblen Daten nicht kennt.

Passwort-Manager sind sicherer als andere Methoden zur Passwort-Speicherung wie ein Notizbuch, Google Sheets oder ein Word-Dokument. Sie helfen dir, komplexere Passwörter zu erstellen, was deine Anmeldeverfahren insgesamt sicherer macht. Mehr als 27 % der Menschen haben schon einmal versucht, das Passwort einer anderen Person zu erraten – und 17 % haben es geschafft.

Sobald sich jemand Zugang zu einem deiner Konten verschafft hat, kann er auf alle Konten zugreifen, wenn du dasselbe Passwort verwendest. Passwort-Manager zwingen dich dazu, deine digitale Sicherheit zu erhöhen und gleichzeitig deine sensiblen Daten vor Angreifern zu schützen.

Mehr dazu, wie du deine Konten zusätzlich absicherst, findest du im Artikel Wie du deine Onlinekonten vor Angriffen schützen kannst.

Verwendung von Passwort-Managern

Passwort-Manager sind nach einer schnellen Installation ganz einfach zu bedienen. Du meldest dich beim Passwort-Manager deiner Wahl an, lädst die Desktop-Version und das Browser-Add-on herunter und wählst ein Master-Passwort. Anschließend verknüpfst du deine Konten – und schon kannst du loslegen.

Egal, ob du die Passwort-App oder den Online-Browser verwendest, beide machen das Hinzufügen, Bearbeiten und Speichern von Passwörtern unkompliziert. Wenn alle deine Passwörter gespeichert sind, kannst du dich mit nur wenigen Klicks in deine Konten einloggen.

9 Passwort-Manager zur Auswahl (kostenlose und kostenpflichtige Tools)

Im Folgenden haben wir unsere Top-Kandidaten für die besten Passwort-Manager auf dem Markt hervorgehoben. Dabei haben wir Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit, Preis und Funktionalität berücksichtigt. Wenn du die Sicherheit der führenden Passwort-Manager willst, aber nicht den vollen Preis zahlen möchtest, lohnt sich ein Blick auf die kostenlosen Optionen – ausgenommen 1Password bieten alle hier vorgestellten Tools einen nennenswerten Gratis-Funktionsumfang.

Bitwarden

Webseite von Bitwarden, einem der besten Passwort-Manager.

Bei Bitwarden handelt es sich um eine Lösung zur Verwaltung von Passwörtern, die alle deine Informationen verschlüsselt, bevor sie deine Geräte verlassen. Durch die Nutzung von Open-Source-Software kann die Infrastruktur von Entwicklern aus der ganzen Welt verbessert werden.

Als kostenloses Angebot bietet Bitwarden die Grundlagen, die du benötigst, um deine Passwörter sicher zu speichern. Für nur ein paar Euro pro Jahr kannst du Berichte dazubuchen, die dich warnen, wenn bestimmte Passwörter nicht komplex genug sind.

Preisgestaltung: Bitwarden ist kostenlos. Ein Upgrade auf ausgewählte Premium-Funktionen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung und Sicherheitsberichte kostet 10 US$ pro Jahr.

NordPass

NordPass, einer der besten Passwortmanager.

Von den Machern von NordVPN gibt es nun diesen relativ neuen Passwort-Manager. Er ermöglicht es dir, auf deine Passwörter zuzugreifen – auch wenn du offline bist und unabhängig vom Gerät. Es ist eine schlanke Passwortmanager-App ohne unnötigen Schnickschnack.

Wenn du einfach nach einer Möglichkeit suchst, deine Passwörter zu speichern, könnte NordPass die richtige Wahl sein. Es bietet einzigartige Funktionen wie biometrischen Schutz durch Fingerabdruck-Scannen oder FaceID.

Preisgestaltung: Die kostenlose Version reicht für die meisten Anwendungsfälle aus. Ab 1,99 € pro Monat kannst du ein Upgrade durchführen, um den Passwort-Zustand zu bewerten, über mehrere Geräte zu synchronisieren und mehr.

KeePass

KeePass bringt dich zurück zu den Grundlagen. Du wirst hier keine ausgefallene Benutzeroberfläche finden, aber die Open-Source-Software lässt dich alle deine Passwörter in einer Datenbank speichern, auf die du mit deinem Schlüssel zugreifen kannst.

Webseite von Keepass, einem der besten Passwort-Manager.

Die Plattform wird von der NASA als vertrauenswürdig eingestuft, und es erscheinen regelmäßig neue Versionen. Dieses Programm ist perfekt für dich, wenn du nur deine Passwörter sicher gespeichert haben möchtest und sonst nichts. Mit KeePass umgehst du alle Ablenkungen und erhältst genau das – sicher gespeicherte Passwörter.

Preisgestaltung: KeePass ist eine kostenlose Open-Source-Software.

RoboForm

RoboForm, einer der besten Passwort-Manager.

Eine unkomplizierte Lösung für die Speicherung deiner Passwörter bietet RoboForm. Der Passwort-Manager bietet einen Master-Passwort-Generator, automatische Ausfüllungen von Passwort-Formularen, Multi-Plattform-Unterstützung und vieles mehr. Das sichere Versenden von Logins ist hier bereits inklusive – bei vielen Mitbewerbern ist das eine kostenpflichtige Funktion.

Die App lässt sich mit allen Browsern integrieren und du kannst deine Passwörter importieren oder exportieren, um sofort loszulegen.

Preisgestaltung: Die Lizenzierung pro Benutzer kostet bei bis zu 10 Nutzern der Business-Version 33,95 € im Jahr. Diese Kosten pro Anwender reduzieren sich staffelweise bei einer höheren Benutzeranzahl.

Sticky Password

Webseite von Sticky Password, einem der besten Passwort-Manager.

Um dir sichere Anmeldungen zu ermöglichen und das Vergessen von Passwörtern zu beenden, ist Sticky Password bestens geeignet. Dieser Passwort-Manager verfügt über einen verschlüsselten Tresor, in dem du deine Anmeldedaten sicher speicherst. Mit einer einzigen Anmeldung greifst du in Sekundenschnelle auf alle deine Passwörter zu.

Dank einer einfachen Oberfläche bietet Sticky Password Freigabe für mehrere Geräte, sodass du auf deine Passwörter im Online-Konto oder offline in der App zugreifen kannst. Die Plattform verfügt über No-Cloud-WiFi-Synchronisation und biometrische Authentifizierung, was sie sicher und zuverlässig macht.

Sticky Password bietet auch ein intelligentes Sicherheits-Dashboard, das dir zeigt, welche gespeicherten Logins schwache Passwörter haben und geändert werden sollten. Das ist ein zusätzlicher Bonus, wenn du erweiterte Sicherheitsmaßnahmen für deinen digitalen Fußabdruck willst.

Preisgestaltung: Sticky Password ist kostenlos. Die Premium-Option bringt unbegrenzte Passwortfreigabe, Synchronisation und Backup – für 26,95 US$ pro Jahr oder einmalig 199,99 US$ auf Lebenszeit.

LastPass

Webseite von LastPass, einem der besten Passwort-Manager.

Dieser Passwort-Manager war einer der ersten auf dem Markt und gilt zusammen mit 1Password als Branchenführer. LastPass funktioniert so, dass du dich mit einem sicheren Master-Passwort anmeldest und dann weitere Passwörter hinzufügen kannst. Der Tresor speichert Passwörter, sichere Notizen und sogar Adressen.

Du kannst Passwörter in vielen Umgebungen speichern und darauf zugreifen, denn LastPass hat Erweiterungen für fast jeden Browser. Als zusätzliches Sicherheitsfeature kannst du eine Multi-Faktor-Authentifizierung einrichten – zusätzlich zur AES-256-Bit-Verschlüsselung, die nur auf deinem Gerät stattfindet.

Obwohl LastPass anfangs nicht der intuitivste Passwort-Manager ist, hat seine einzigartige Zusammenstellung von Tools ihn zu einem der meistgenutzten gemacht. Seit dem 16. März 2021 beschränkt LastPass den kostenlosen Zugriff jedoch auf einen aktiven Gerätetyp: Du musst dich für Computer oder mobile Geräte entscheiden. Bei der ersten Anmeldung wird dieser Gerätetyp festgelegt.

Preisgestaltung: Die kostenlose Version erlaubt das Speichern eigener Passwörter, aber keine Freigabe, und ist auf einen aktiven Gerätetyp beschränkt. Premium-Versionen beginnen bei 2,90 € pro Monat und schalten Freigabe, Sicherheits-Dashboard, Dark-Web-Überwachung und mehr frei. Business-Lösungen starten ebenfalls ab 2,90 € pro Benutzer und Monat.

Dashlane

Webseite von Dashlane, einem der besten Passwort-Manager.

Dieser Passwort-Manager geht über die reine Passwortverwaltung hinaus und untersucht deinen gesamten digitalen Fußabdruck, um Wege zu finden, deine Online-Informationen geschützt und sicher zu halten. Ähnlich wie andere Passwortmanager-Apps speichert Dashlane deine Passwortinformationen beim Surfen und verfügt über eine Funktion zum automatischen Ausfüllen.

Dashlane bietet auch einen Passwort-Generator an, der ein einzigartiges Passwort für jedes Konto erstellt – eine zufällige Kombination aus Zeichen, Symbolen und Zahlen, die für Hacker schwieriger zu erraten ist. Was Dashlane wirklich auszeichnet, ist die Funktion zur Überwachung des Dark Web: Diese Premium-Funktion scannt das Internet und vergleicht aktuelle Sicherheitsverletzungen mit deinen Konten. Du wirst alarmiert, wenn etwas verdächtig aussieht oder ein Passwort geändert werden muss.

Preisgestaltung: Im Business-Bereich gibt es die Option TEAM für 5 €/Monat und Benutzer sowie den Plan BUSINESS für 8 €/Monat und Benutzer.

1Password

1Password, einer der besten Passwort-Manager.

Ein Passwort-Manager, der die Idee von nur einem Passwort konsequent umsetzt. Die Plattform bietet webbasierte, mobile und Desktop-Apps, sodass du deine Passwörter auf jedem Gerät abrufen kannst. Zu den Kernfunktionen gehört ein automatischer Formularausfüller, mit dem du dich mit einem Klick, einem Blick oder einer Berührung anmeldest.

Darüber hinaus bietet 1Password Watchtower: Dieser scannt das Web und warnt dich, wenn eines deiner Passwörter nicht komplex genug ist oder du eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten solltest. Zusätzlich generiert 1Password einen „geheimen Schlüssel“, der sich mit dem 1Password-Server authentifiziert, aber lokal bei dir gespeichert wird – eine zusätzliche Verschlüsselungsebene.

Preisgestaltung: 1Password bietet keine kostenlose Option an. Die Preisoptionen beginnen bei 2,65 €/Monat pro Person (jährliche Abrechnung).

Keeper

Website von Keeper, einem der besten Passwort-Manager.

Du willst deine Passwortdaten speichern und gleichzeitig vor passwortbezogenen Datenverletzungen und Bedrohungen geschützt sein? Mit Keeper kannst du außerdem verschiedene Rollen anlegen, um unterschiedliche Berechtigungen und Privilegien für jedes Konto zu vergeben.

Die Benutzerfreundlichkeit von Keeper hebt sich von der Konkurrenz ab. Das Layout ist leicht zu erfassen, und der Blau-Weiß-Kontrast der App macht sie zu einem einfachen, ansprechenden visuellen Erlebnis.

Preisgestaltung: Keeper bietet 5 verschiedene Pläne (Enterprise, Business, Privat, Familienabo, Schüler/Student) ab 3,47 €/Monat pro Person.

Passwort-Manager sind eine sichere Methode, um sensible Daten und Anmeldeinformationen zu speichern. Mit nur einem Master-Passwort und wenigen Klicks zur Installation sind sie eine praktische Software, die in kein Toolset fehlen sollte. Die hier vorgestellten Lösungen decken die meisten Anwendungsfälle und persönlichen Vorlieben ab – von kostenlos bis Business-tauglich.

Hast du weitere Fragen zum Thema IT-Sicherheit? Das Team von pirenjo.IT steht dir gerne zur Verfügung. Passend dazu: Passwörter durch sichere Passkeys ersetzen?

Ist ein kostenloser Passwort-Manager sicher genug für den Alltag?

Ja – Tools wie Bitwarden oder KeePass nutzen AES-256-Bit-Verschlüsselung und sind für die meisten Privatnutzer und kleine Teams vollkommen ausreichend. Wähle ein starkes Master-Passwort und aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Was passiert, wenn ich mein Master-Passwort vergesse?

Die meisten Passwort-Manager bieten Wiederherstellungsoptionen wie Recovery Codes oder Notfall-Kontakte an. Ohne diese Optionen ist der Zugriff auf den Tresor dauerhaft gesperrt – sichere deinen Recovery Code deshalb separat ab.

Welchen Passwort-Manager empfiehlt pirenjo.IT für Unternehmen in Stuttgart?

Je nach Teamgröße und Compliance-Anforderungen empfehlen wir entweder Bitwarden Teams oder 1Password Business – beide bieten zentrale Verwaltung, Rollen und revisionssichere Zugriffsprotokolle. Sprich uns gerne direkt an.

Lohnt sich ein Passwort-Manager für Selbstständige und Freiberufler?

Ja – gerade Selbstständige verwalten oft Dutzende Zugänge für Kunden, Tools und Plattformen. Ein Passwort-Manager wie NordPass oder LastPass spart täglich Zeit und reduziert das Risiko kompromittierter Zugänge erheblich.

Kann pirenjo.IT in Waiblingen bei der Einführung eines Passwort-Managers helfen?

Ja – als IT-Systemhaus in Waiblingen begleitet pirenjo.IT die Einführung und Konfiguration von Passwort-Manager-Lösungen für Teams jeder Größe, inklusive Schulung und laufendem Support.