App Fatigue – warum sie ein Sicherheitsrisiko darstellt!

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App Fatigue – warum sie ein Sicherheitsrisiko darstellt!
Frau am Laptop leidet unter App Fatigue.

Die meisten Abteilungen haben etwa 40-60 verschiedene digitale Tools im Einsatz – und die Zahl wächst weiter. 71 % der Mitarbeitenden sagen, dass sie so viele Apps verwenden, dass die Arbeit dadurch komplexer wird.

Viele der Apps, die täglich genutzt werden, bringen unzählige Benachrichtigungen mit sich: der Ping, wenn jemand deinen Namen in einem Teams-Kanal erwähnt, die Popup-Meldung bei einem verfügbaren Update, die Warnung bei Fehlern oder Sicherheitsproblemen. App Fatigue – also App-Müdigkeit – ist ein reales Problem und wird zunehmend zum Cybersicherheitsrisiko. Je mehr Menschen mit Benachrichtigungen überhäuft werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie diese ignorieren.

Dazu kommt: Jede neue App bedeutet auch ein neues Passwort. Mitarbeitende jonglieren bereits mit etwa 191 Passwörtern – mindestens 154 davon nutzen sie im Laufe eines Monats. Das trifft Produktivität und Cybersicherheit gleichermaßen.

Wie gefährdet App-Müdigkeit Unternehmen?

Wer zu viele Tools verwaltet, verliert den Überblick – und genau da entstehen Sicherheitslücken.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Ignorierte Updates als offene Angriffsfläche

Wenn digitale Benachrichtigungen die Arbeit ständig unterbrechen, entsteht das Gefühl, dauerhaft im Rückstand zu sein. Das führt dazu, dass Aufgaben ignoriert werden, die nicht unmittelbar dringend wirken – zum Beispiel die Installation eines App-Updates.

Mitarbeitende, die von zu vielen App-Benachrichtigungen überfordert sind, klicken Update-Hinweise einfach weg. Sie haben das Gefühl, gerade keine Zeit zu haben, und wissen nicht, wie lange die Installation dauert.

Das Ignorieren von App-Updates ist gefährlich. Viele dieser Updates enthalten wichtige Sicherheits-Patches für bekannte Sicherheitslücken. Werden sie nicht installiert, sind das Gerät und das gesamte Netzwerk angreifbarer – und ein erfolgreicher Cyberangriff wird deutlich wahrscheinlicher.

Ein ungepatchtes System ist eine offene Tür. Nicht böswillig – einfach vergessen.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Passwort-Wiederverwendung als strukturelles Risiko

Je mehr SaaS-Konten jemand anlegen muss, desto wahrscheinlicher ist die Wiederverwendung von Passwörtern. Schätzungen zufolge werden Passwörter in 64 % der Fälle wiederverwendet.

Die Offenlegung von Zugangsdaten ist eine der häufigsten Ursachen für Datenschutzverletzungen in der Cloud. Hacker knacken schwache Passwörter schnell – und wenn ein Passwort mehrfach verwendet wird, sind viele Konten gleichzeitig gefährdet.

Passwort-Wiederverwendung ist kein Fehler einzelner Mitarbeitender – es ist ein strukturelles Problem, das wir lösen müssen.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Abgeschaltete Warnungen als blinder Fleck

Einige Benachrichtigungen lassen sich deaktivieren – muss man wirklich jedes Mal informiert werden, wenn jemand auf einen Gruppen-Thread antwortet? Aber wichtige Sicherheitswarnungen abzuschalten ist keine gute Idee.

Es gibt einen Punkt, an dem eine weitere Push-Benachrichtigung einfach zu viel ist. Dann werden alle Benachrichtigungen abgeschaltet, die irgendwo zu finden sind. Das Problem: In der Masse stecken auch kritische Meldungen – zum Beispiel die Warnung einer Anti-Malware-App vor einem neu entdeckten Virus.

Was ist die Lösung für App-Müdigkeit?

Du kannst eine Strategie entwickeln, die Menschen die Kontrolle über ihre Technik zurückgibt – statt umgekehrt.

Weniger Tools, klare Regeln, automatisierte Updates – das ist keine Vereinfachung, das ist professionelle IT.

– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT

Weniger Apps, weniger Risiko

Sowohl aus Produktivitäts- als auch aus Sicherheitsperspektive gilt: Weniger Anwendungen sind besser. Je weniger Apps du hast, desto geringer das Risiko – und desto weniger Passwörter und Benachrichtigungen müssen verwaltet werden.

Schau dir die genutzten Tools an und prüfe, wo es Redundanzen gibt. Viele Unternehmen setzen zwei oder mehr Anwendungen ein, die dieselbe Funktion erfüllen könnten. Erwäge den Einsatz einer übergreifenden Plattform wie Microsoft 365 oder Google Workspace. Diese Plattformen bündeln mehrere Tools – und die Nutzenden brauchen nur eine einzige Anmeldung.

Zentral verwaltete Benachrichtigungen

Für die meisten Nutzenden ist es schwierig einzuschätzen, welche Benachrichtigungen wirklich wichtig sind. Richte App-Benachrichtigungen zentral ein. So wird sichergestellt, dass niemand bombardiert wird und trotzdem die wichtigen Meldungen ankommen.

Automatisierte Updates als Sicherheitsbasis

Eine bewährte Praxis in der Cybersicherheit ist die Automatisierung von Geräte- und Software-Updates. Damit wird der Prozess aus den Händen der Mitarbeitenden genommen – und die Produktivität steigt, weil unnötige Update-Hinweise wegfallen.

Die Automatisierung von Geräteaktualisierungen über eine verwaltete Servicelösung verbessert die Sicherheit spürbar. Außerdem sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass eine ungepatchte App dein Netzwerk gefährdet. Mehr dazu, wie ein strukturiertes IT-Sicherheitskonzept dabei hilft, findest du in unserem Leitfaden.

Offene Kommunikation über Warnmeldungen

Manche Mitarbeitenden schalten eine Benachrichtigung nicht ab, weil sie Konsequenzen fürchten. Manager bemerken oft gar nicht, dass die ständigen Unterbrechungen durch App-Benachrichtigungen die Produktivität bremsen.

Sprich mit deinem Team und mach klar, dass offen kommuniziert werden kann. Diskutiert gemeinsam, wie Alarme sinnvoll genutzt werden und welche Wege zur Verwaltung von Warnmeldungen den Arbeitsalltag produktiver machen. Wer dabei Orientierung braucht, findet in einem Awareness Training für Mitarbeitende einen guten Einstieg.

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Was ist App Fatigue und warum ist sie ein Sicherheitsrisiko?

App Fatigue beschreibt die Überforderung durch zu viele Apps und Benachrichtigungen. Mitarbeitende ignorieren dadurch wichtige Sicherheitswarnungen und Updates – und öffnen Angreifern Tür und Tor.

Wie viele Apps nutzen Mitarbeitende durchschnittlich?

Die meisten Abteilungen setzen 40-60 verschiedene digitale Tools ein. 71 % der Mitarbeitenden geben an, dass diese Zahl ihre Arbeit komplexer macht.

Wie können Unternehmen in Stuttgart App Fatigue reduzieren?

Stuttgarter Unternehmen können mit einer zentralen Plattform wie Microsoft 365 redundante Tools ablösen und App-Benachrichtigungen durch ihr IT-Team zentral einrichten lassen. pirenjo.IT unterstützt dabei mit einer kostenlosen Erstberatung.

Warum ist Passwort-Wiederverwendung durch App Fatigue so gefährlich?

Passwörter werden in 64 % der Fälle wiederverwendet. Wird ein Passwort geknackt, sind damit sofort mehrere Konten kompromittiert – ein häufiger Einstiegspunkt für Datenschutzverletzungen in der Cloud.

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