Eine der am schwierigsten zu entdeckenden Arten von Angriffen sind jene, die von Insidern durchgeführt werden. Ein „Insider“ ist jeder, der legitimen Zugang zu deinem Unternehmensnetzwerk und deinen Daten hat – über ein Login oder eine andere autorisierte Verbindung.
Da Insider über einen autorisierten Systemzugang verfügen, können sie bestimmte Sicherheitsvorkehrungen umgehen – zum Beispiel solche, die Eindringlinge fernhalten sollen. Ein angemeldeter Benutzer wird nicht als Eindringling angesehen. Diese Sicherheitsvorkehrungen werden schlicht nicht ausgelöst.
Drei beunruhigende Statistiken aus einem aktuellen Bericht des Ponemon Institute verdeutlichen, wie ernst die Lage ist: Insider-Angriffe haben in den letzten zwei Jahren um 44 % zugenommen. Unternehmen benötigen im Schnitt 85 Tage, um eine Insider-Bedrohung einzudämmen – gegenüber 77 Tagen im Jahr 2020. Die durchschnittlichen Kosten für die Bekämpfung solcher Bedrohungen sind um 34 % gestiegen.
Dieser Artikel zeigt dir, welche vier Arten von Insider-Bedrohungen es gibt und mit welchen Maßnahmen du sie wirksam eindämmst.
4 Arten von Insider-Bedrohungen
Ein Grund dafür, dass Insider-Bedrohungen schwer zu erkennen sind: Es gibt nicht nur eine Art davon. Mitarbeitende, Lieferanten und Hacker können alle Insider-Angriffe durchführen. Einige handeln böswillig, andere versehentlich – was die Erkennung zusätzlich erschwert.
Wer nur auf externe Angreifer schaut, übersieht die Gefahr, die schon längst im eigenen Netzwerk sitzt.
– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT
Böswillige oder verärgerte Angestellte
Vertriebsmitarbeitende, die das Unternehmen verlassen, können beschließen, alle Kontakte mitzunehmen. Das ist böswilliger Diebstahl von Unternehmensdaten.
Ein weiteres Beispiel sind verärgerte Mitarbeitende, die ihrem Vorgesetzten oder dem Unternehmen schaden wollen. Sie könnten Ransomware einschleusen oder einen Deal mit einem Hacker eingehen und ihre Anmeldedaten gegen Geld herausgeben.
Fahrlässigkeit ist kein Vorsatz – aber der Schaden ist derselbe.
– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT
Unachtsame oder nachlässige Mitarbeitende
Einige Insider-Bedrohungen entstehen durch nachlässige oder ungeschulte Mitarbeitende – ohne jede böse Absicht. Beispiele sind die versehentliche Weitergabe geheimer Daten auf einer unsicheren Plattform oder der Zugriff auf Geschäftsanwendungen über den Computer eines Freundes. Die Mitarbeitenden sind sich der Konsequenzen für die Sicherheit schlichtweg nicht bewusst.
Dritte im Netzwerk sind oft das schwächste Glied – weil niemand sie wirklich im Blick hat.
– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT
Dritte mit Zugang zu deinen Systemen
Außenstehende mit Zugang zu deinem Netzwerk sind ein sehr reales Problem. Auftragnehmer, Freiberufler und Lieferanten können alle ein Risiko für eine Sicherheitsverletzung darstellen.
Stelle sicher, dass diese Dritten vollständig überprüft werden – bevor du ihnen Zugang zum System gewährst. Lass deinen IT-Partner sie außerdem auf etwaige Datensicherheitsbedenken hin prüfen.
Ein kompromittiertes Passwort reicht aus, um zum Insider zu werden – ohne dass irgendjemand es merkt.
– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT
Durch Hacker kompromittierte Passwörter
[IMAGE_BLOCK_0]Kompromittierte Anmeldedaten sind eine der gefährlichsten Arten von Insider-Bedrohungen. Sie sind mittlerweile die Nummer 1 bei Datenschutzverletzungen weltweit.
Wenn ein Cyberkrimineller auf die Anmeldedaten einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters zugreift, wird er zum „Insider“. Das Computersystem hält ihn für den rechtmäßigen Benutzer. Kein Alarm, kein Hinweis – der Angreifer bewegt sich frei im Netzwerk.
Wege zur Eindämmung von Insider-Bedrohungen
Insider-Bedrohungen sind im Nachhinein oft schwer zu erkennen. Wer jedoch proaktiv Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ergreift, kann sie bereits im Keim ersticken – bevor ein teurer Zwischenfall entsteht, von dem du vielleicht erst nach Monaten erfährst.
Hintergrundprüfungen sind kein Misstrauen – sie sind professionelle Sorgfalt.
– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT
Gründliche Hintergrundchecks als erste Verteidigungslinie
Achte bei der Einstellung neuer Mitarbeitender auf eine gründliche Hintergrundprüfung. Böswillige Insider haben in der Regel Auffälligkeiten in ihrem beruflichen Werdegang. Das Gleiche gilt für alle Anbieter oder Auftragnehmer, die Zugang zu deinen Systemen haben.
Mobile Geräte sind heute Endpunkte mit vollem Netzwerkzugang – sie brauchen dieselbe Kontrolle wie stationäre Systeme.
– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT
Endgeräte-Management als Zugangskontrolle
Mobile Geräte machen heute etwa 60 % der Endgeräte in einem Unternehmen aus. Viele Unternehmen verwenden jedoch keine Lösung zur Verwaltung des Gerätezugriffs auf Ressourcen.
Richte eine Managementlösung für Endgeräte ein, um den Gerätezugriff zu überwachen. Damit kannst du Geräte auf eine sichere Liste setzen und nicht autorisierte Geräte standardmäßig blockieren.
MFA ist keine Option mehr – sie ist die Grundvoraussetzung für jeden sicheren Zugang.
– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT
Multi-Faktor-Authentifizierung als Schutz vor Zugangsdaten-Diebstahl
Eine der besten Methoden zur Bekämpfung des Diebstahls von Zugangsdaten ist die mehrstufige Authentifizierung. Hacker haben es schwer, den zweiten Faktor zu umgehen – denn sie haben selten Zugriff auf das mobile Gerät oder den FIDO-Sicherheitsschlüssel einer Person.
Kombiniere das mit konsequenter Passwortsicherheit: sichere Passwörter für alle Cloud-Anwendungen, ein zentraler Passwort-Manager für das Unternehmen, und individuelle Passwörter für jede Anmeldung. Wer alle drei Punkte umsetzt, schließt einen der häufigsten Einfallstore. Mehr dazu, wie du Onlinekonten vor Angriffen schützt, findest du in unserem separaten Beitrag.
Schulungen wirken – aber nur, wenn sie regelmäßig stattfinden und echte Szenarien zeigen.
– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT
Datensicherheits-Schulungen als Schutz vor Unwissenheit
Schulungen helfen dir, das Risiko einer Datenschutzverletzung durch Unachtsamkeit zu mindern. Schule deine Mitarbeitenden im richtigen Umgang mit Daten und im Einhalten von Sicherheitsrichtlinien für sensible Informationen. Wer nicht weiß, welche Handlungen gefährlich sind, kann sie auch nicht vermeiden.
Netzwerküberwachung ist kein Überwachungsstaat – sie ist die einzige Möglichkeit, Angriffe zu stoppen, bevor der Schaden entsteht.
– Christian Markus, Gründer pirenjo.IT
Netzwerküberwachung als Frühwarnsystem
Wie erkennst du jemanden, der Zugang zu deinem System hat, dabei, wenn er etwas Unerlaubtes tut? Die Antwort ist intelligente Netzwerküberwachung.
Nutze KI-gestützte Bedrohungsüberwachung, um seltsame Verhaltensweisen sofort zu erkennen – zum Beispiel wenn jemand eine große Anzahl von Dateien herunterlädt oder sich von außerhalb des Landes anmeldet. Kein Monitoring, keine Alarmierung – im schlimmsten Fall drei Tage Ausfall, bevor überhaupt jemand reagiert.
Brauchst du Hilfe, um Insider-Attacken zu verhindern?
Eine mehrstufige Sicherheitslösung kann dir helfen, alle vier Arten von Insider-Bedrohungen abzuschwächen. Die IT-Sicherheitsexperten von pirenjo.IT helfen dir mit einer zuverlässigen und erschwinglichen Lösung. Vereinbare noch heute ein kostenloses Kennenlerngespräch.
Bei einer böswilligen Insider-Bedrohung handelt eine Person absichtlich zum Schaden des Unternehmens – zum Beispiel durch Datendiebstahl oder das Einschleusen von Schadsoftware. Eine versehentliche Insider-Bedrohung entsteht durch Unwissen oder Nachlässigkeit, etwa wenn Mitarbeitende sensible Daten auf unsicheren Plattformen teilen.
MFA verlangt neben dem Passwort einen zweiten Faktor – zum Beispiel einen Code auf dem Mobilgerät oder einen Sicherheitsschlüssel. Selbst wenn ein Angreifer das Passwort kennt, kann er ohne diesen zweiten Faktor nicht auf das System zugreifen.
Prüfe alle Auftragnehmer und Lieferanten gründlich, bevor du ihnen Systemzugang gibst – und begrenze deren Zugriffsrechte auf das notwendige Minimum. Ein IT-Sicherheitspartner wie pirenjo.IT aus Waiblingen unterstützt Stuttgarter Unternehmen dabei mit strukturierten Zugangsprozessen und Endgeräte-Management.
Laut dem Ponemon Institute dauert es im Schnitt 85 Tage, um eine Insider-Bedrohung vollständig einzudämmen – 2020 waren es noch 77 Tage. Proaktive Netzwerküberwachung und klare Sicherheitsrichtlinien können diese Zeit deutlich verkürzen.
Achte auf MFA für alle Zugänge, eine zentrale Endgeräte-Managementlösung und regelmäßige Mitarbeiterschulungen zur Datensicherheit. pirenjo.IT begleitet Unternehmen im Raum Waiblingen und Stuttgart bei der Umsetzung dieser Maßnahmen – abgestimmt auf Budget und Unternehmensgröße.